Zum Problem des Einzelunterrichts im Bereich Deutsch als Fremdsprache


Diese Theorie besagt, dass wenn z. Deutsch als erste oder als zweite Fremdsprache? Das Interesse an der Fremdsprache bleibt meist erhalten.

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Biologische Komponenten des Sprachverarbeiters sind die Sprechorgane, die Ohren und Teile des Zentralnervensystems, wie z. Die biologischen Determinanten verändern sich mit dem Alter. Die Empfindlichkeit des Ohrs nimmt beispielsbeise mit zunehmendem Alter für hohe Schallfrequenzen ab. Das Denken nimmt mit zunehmenem Alter zu und bleibt lange erhalten.

Die Organe, die für die Aussprache zuständig sind, werden mit dem Alter schwächer, d. Das Wissen, das wir zum Sprechen und verstehen brauchen ist zweigeteilt, sprachlich und nichtsprachlich. Sprachliches Wissen ist z. Nichtsprachliches Wissen kann z. Sprachliches und nichtsprachliches Wissen müssen zusammenwirken, damit man sprechen und verstehen kann. Wenn man keinen Zugang in die Fremdsprache hat, kann man keine Fremdsprache lernen.

Der Zugang besteht aus zwei Komponenten: Eingabe Input und die Möglichkeit zu kommunizieren. Hier werden diese kurz erläutert:. Die Eingabe, als gehörtes Material allein, reicht nicht aus, um eine Fremdsprache zu erwerben. Man kann jahrelang chinesisches Radio hören, aber verstehen wird man trotzdem nichts. Vom Fernsehen kann man aber eine Fremdsprache lernen. Mit dem Input gewinnen die Pralellinformationen an Bedeutung, d. Die Möglichkeit zu kommunizieren: Im ungesteuerten Fremdspracherwerb benutzt der Lerner seine Lernervarietät [2] , um das Gesagte oder Gelesene zu verstehen und sich ausdrücken zu können.

Die Struktur des Verlaufs wird durch Antrieb, Sprachverarbeiter d. Um die Verlaufsstruktur bestimmen zu können, müssen zwei Fragen beantwortet werden: Die Frage der Synchronisierung: Wie sind die einzelnen Fertigkeiten und Kenntnisse, die erworben werden müssen, synchronisiert? Die Frage der Variabilität: Wie variabel ist der Verlauf bei verschiedenen Lernern und Lernergruppen?

Um eine Fremdsprache erwerben zu können, muss man sprachliches und nichtsprachliches Wissen miteinander verbinden. Phonologie, Morphologie, Syntax usw. Wenn man die Morphologie beherrschen möchte, dann muss man aber die Phonologie beherrschen, d. Wenn man die gesamte Sprache beherrschen möchte, dann muss man alle linguistischen Schichten beherrschen. Bei der Synchronitätsfrage kommt es daruf an, wie der Erwerber diese von-einander-abhängigen Schichten synchron verarbeitet.

Die Aufgabe des Spracherwerbers in ungesteuerten Situationen ist es, den Input in elementare Einheiten zu gliedern, diese in ihrer Funktion zu deuten und die Regeln zu entschlüsseln, nach denen sich die Einheiten zu komplexeren Einheiten verbinden lassen.

Diese Aufgabe wird nicht von allen Lernern in gleicher Weise gelöst und man kann Variabilität beim ungesteuerten Spracherwerb feststellen vgl. Dies besagt jedoch nicht, dass der Spracherwerb nicht festen Gesetzlichkeiten folgt, man kann sagen, dass es regelhaft zu Unterschieden beim Fremdspracherwerb kommt vgl. Wie alle Prozesse, verläuft der Spracherwerbsprozess über eine Dauer, d.

Ein Beispiel für den Antrieb ist das Gefühl, sich integrieren zu müssen, wenn dieses Gefühl sehr hoch ist -so nimmt man an- wird unter gleichen Umständen, der Spracherwerb schneller voranschreiten. Ein Beispiel dafür, dass der Sprachverarbeiter das Tempo des Spracherwerbs ändern kann, ist die Beobachtung, dass Gedächtnisprobleme den Spracherwerb hemmen können, aber es gibt auch Beobachtungen, die dieser Erkenntnis entgegengesetzt sind vgl hierzu Fromkin Jemand der mehr Zugang zur Sprache hat, wird sie auch schneller erwerben.

Der Zugang bestimmt, auf welchen Feldern der Sprache, sich die Fähigkeiten ausbilden. Wenn Bücher den einzigen Zugang zur Sprache ausmachen, dann wird man sich wohl im Bereich Leseverstehen ausbilden, wenn das Fernsehen die einzige Zugangsquelle für Sprache darstellt, dann wird sich die Fertigkeit Hörverstehen am stärksten ausbilden, genau von diesem Prinzip wird beim Ausarbeiten von Methoden für verschiedene Ziele für den Einzelunterricht Gebrauch gemacht.

Antrieb und Zugang sind variabel oder veränderbar, damit verändert sich auch das Tempo. Am Anfang kann z. Der Endzustand wird in drei Untergruppen geteilt: Die Sprache wird auf muttersprachlicher Ebene beherrscht. Der Spracherwerb bleibt auf einer Lernervarietät stehen, die unter dem muttersprachlichen Niveau liegt Fossilierung. Der Spracherwerb sinkt, nach dem Erreichen einer höheren Lernervarietät, auf eine Varietät, die früher erworben worden war, dies geschieht manchmal mitten im Gespräch und nur für ein oder zwei Sätze Rückschritt oder Backsliding.

Wenn keine Motivation oder kein Bedarf für den Spracherwerb gespürt wird, bleibt der Spracherwerber auf der Lernervarietät stehen, auf der er sich gerade befindet. Dabei kann die Fossilierung bestimmte linguistische Schichten wie z. Nach Selinker sind Fossilierung und Backsliding im Fremdspracherwerb und nicht im Erstspracherwerb zu finden vgl.

Diese Theorie besagt, dass wenn z. Im Klassenunterricht sind viele Lerner, die unterschiedliche Eigenschaften haben. Wenn es richtig ist, dass der Lehrer je nach Unterschiedlichkeit anders unterrichten muss, dann ist dies eine gewaltige Aufgabe. Aber im Einzelunterricht gibt es nur einen Lerner, so kann der Lehrer den Unterricht für diesen Lerner planen. Diese Punkte sind nach Neuner und Hunfeld vgl. Nun werden diese beschrieben.

Das Alter ist eine wichtige Variable und wird in vier didaktisch-wichtige Stufen eingeteilt: Diese haben jeweils eigene Besonderheiten, denen der Lehrer beim Lehren Aufmerksamkeit schenken muss. Je älter man wird, erwirbt man differenziertere interkulturelle Fähigkeiten, die Fremdsprachenlernbedürfnisse ändern sich, kognitiv-analytische Fähigkeiten werden hervorgehoben, so fragen die Lerner öfter nach Regeln. Die Muttersprache wird entwickelter, wobei zwischen der Entwicklung der Muttersprache und einer Fremdsprache ein positiver Zusammenhang besteht vgl.

Mit dem Fortschreiten des Alters wird das Weltwissen umfangreicher womit die Lernautonomie immer notwendiger wird vgl. Lerner mit beruflichen Zielen nehmen eher Einzelunterricht, während Senioren eher zum Kleingruppenunterricht neigen vgl. Kinder Vorschul- und Primarschulalter müssen erst Sprachbewusstheit language awareness erlangen, d. Der Lehrer soll Freude am Umgang mit der Fremdsprache wecken und sprachliche Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit fördern.

Das Kind lernt handelnd und spielerisch mit allen Sinnen. Das Fremdsprachenlernen ist von Kind zu Kind, je nach Lernbiografie und Begabung, sehr unterschiedlich, auch der mündliche und schriftliche Ausdruck entwickelt sich in individueller Weise vgl.

Kindliche Formen des Lernens sollen im Mittelpunkt des Unterrichts stehen. Es soll häufiger wiederholt werden, das Gelernte soll immer wieder vorkommen. Der Lernstoff soll in nicht abstrakter Form, also z. Nach entsprechenden Fortschritt der Kinder soll auch schriftliche Produktion verlangt werden.

Auf Regelbildung oder —formulierung wird im Allgemeinen vezichtet. Jugendliche, die eine erste Fremdsprache lernen werden darauf aufmerksam, dass manche Wörter, die sie in der Muttersprache benutzen, aus einer anderen Sprache stammen und dass sie anders ausgesprochen werden. Sie lernen, dass die Struktur der Sätze nicht in allen Sprachen gleich ist und dass z.

Artikel keine Selbstverständlichkeiten sind, d. Sie lernen auch, wie man strategisch an eine Fremdsprache herangehen kann vgl. Das Lernen einer Fremdsprache fällt in dieser Gruppe in die Pubertätsphase und dies hat in der Forschung zu einigen Thesen geführt. Die vorpubertäre Phase steht demnach der nachpubertären Phase kontrastiv gegenüber, nach diesen Thesen soll in der vorpubertären Phase imitativ und in der nachpubertären Phase kognitiv gelehrt werden.

Neuere Untersuchungen lehnen dies in der strengen Form aber ab vgl. In diesem Feld haben die Forschungen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt. Nach der Adoleszenz-Maximum-Hypothese nimmt die Lernfähigkeit bis zum vierzigsten Lebensjahr zu und danach ab. Nach Critical Period Hypothesis ist das Sprachenlernen nach biologischen Faktoren determiniert, vom zweiten bis zum zwölften Lebensjahr kann man eine Fremdsprache optimal lernen, danach nimmt die Sprachlernfähigkeit ab.

Dies gilt vor allem für die Aussprache. Diese Hypothesen konnten sich nicht halten und Forschungen haben das Gegenteil, dass z. Nach Erkenntnissen der Gehirnphysiologie stellt die Pubertät keine natürliche Grenze in gehirnphysiologischer Entwicklung dar. Die Lateralisation der Sprachfunktion in der linken Hälfte wird keineswegs mit der Pubertät abgeschlossen, sondern bereits vor dem fünften Lebensjahr.

Das Gehirn eines Erwachsenen ist dichter vernetzt und so kann es auch sein, dass Erwachsene eine Fremdsprache sogar besser lernen als Kinder vgl. Dass Erwachsene die Sprache nicht akzentfrei sprechen können, kann, wenn es keine gehirnphysiologischen Gründe hat, andere Gründe haben, z.

Erwachsene einen starken Akzent als Schutzmechanismus gebrauchen können, der verhindert, dass Muttersprachler zu hohe Anforderungen an sie stellen vgl. Unterschiedliche und kontrastive Ergebnisse können aber auch darauf hindeuten, dass die Forschungsverhältnisse nicht die gleichen waren, dass z. Nach Schumann vgl. Nachlassende Sponaneität, Lerngeschwindigkeit und Merkfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses gleichen Erwachsene durch erhöhte Leistungsgenauigkeit aus vgl. Die Untersuchungen von Neufeld vgl.

Ältere sind von ihrem langen Leben und ihrer Lernbiografie geprägt und zeigen so eine ausgeprägte Individualität. Nach dem Alter von 60 Jahren werden die Sinnesorgane schwächer. Höhere Frequenzen werden umso schwächer wahrgenommen. Hintergrundgeräusche oder hallende Räume tragen für ein schlechteres Gehör bei.

Im Alter werden die Reaktionen verlangsamt, die Schreibgeschwindigkeit nimmt daher ab und wenn die Älteren unter Zeitdruck stehen, dann nehmen die Fehlerhäufigkeiten zu.

Das Primärgedächtnis als Funktion kurzfristiger Präsentation von Informationen ist schwächer aufgrund verminderter Aufmerksamkeit; Wenn neue Informationen unter Zeitdruck vermittelt werden, dann reagiert es störanfälliger und kann weniger lange aufrechterhalten werden. Mit dem Alter nimmt die kognitive Geschwindigkeit ab, so werden alle De- und Enkodierungsvorgänge verlangsamt, und das führt dazu, dass auch das aktive Sekundärgedächtnis, das für das langfristige Behalten von neuen Informationen zuständig ist, wie das Lernen einer Fremdsprache, Defizite aufweist.

Das passive Sekundärgedächtnis, das für das Behalten von lange eingespeichertem Wissen zuständig ist, bleibt weitgehend altersstabil. Wenn der Lehrer Lernende über 60 Jahre hat, sollte er relativ laut sprechen und seinen Standort wenig wechseln. Wenn der Lehrer unbekannte Lern- und Lehrmethoden einführt, dann sollte er dies den Lernenden transparent machen, da die Lernerfahrungen der Älteren, entsprechende Erwartungen nach sich ziehen, die bei Nichterfüllen zu Irritationen führen können.

Auf das Erzählen im Unterricht soll mehr Wert gelegt werden, das kann ein Teil des Unterrichts sein vgl. Das Geschlecht des Lerners: Das Geschlecht des Lerners kann eine wichtige Variable im Einzelunterricht sein. Das weibliche Geschlecht ist im Fremdsprachenlernen dem Männlichen überlegener vgl. Nach Oxford benutzen Mädchen in verschiedenen Kulturen normalerweise mehr Lernstrategien als Jungen vgl.

Das Geschlecht kann auch den Inhalt des Unterrichts festlegen. Das Geschlecht kann auch die Interessen des Individuums, durch Normen, die es in der Gesellschaft gibt, festlegen, so kann der Lehrer Themen wählen, die dem Geschlecht angepasst sind und den Lernenden interessant erscheinen.

Das führt dann auch zu hoher Motivation im Unterricht. Die Tehmen müssen dem Alter, das Geschlecht und dem Ziel angepasst werden. Die Lernbiografie des Lerners: Die Lernbiografie des Lerners zeigt, wie er gewöhnt ist zu lernen.

Und was er als Lernen empfindet. Das Ziel des Lerners: Das Ziel des Lerners ist das wichtigste, auf das der Lehrer achten muss. Das Ziel legt die Methode fest Siehe hierzu Unterkapitel 3. Es gibt noch andere Eigenschaften der Lerner, die Neuner und Hunfeld nicht genannt haben, wie die Sprachlernfähigkeit, Lernstile und Motivation, diese werden in den folgenden Unterkapiteln erläutert. Der Lerner erwirbt diese Kategorien am Besten, wenn ihm geholfen wird, diesen Bezug in angemessener Weise herzustellen.

Tests zeigen, dass nach grammatiklosem Unterricht, der Lerner genau dort versagt, wo die Muttersprache als still funktionierender Kategoriemittler versagt, wie z. Butzkamm stellt fest, dass wir gleichsam von unserer Muttersprache besetzt sind und zunächst gar nicht anders können als die fremde Sprache durch unsere Muttersprache zu erfassen vgl. Wenn der Lehrer die Muttersprache des Lerners sprechen kann, dann kann er über Interferenz und Transfer, also dem Einfluss der Muttersprache auf die Fremdsprache, im Voraus Bescheid wissen und sich darauf einstellen.

Interferenz und Transfer beeinflussen alle linguistischen Bereiche vgl. Phonetik, Pragmatik, Syntax und Semantik. Bei Pragmatik könnte man Höflichkeitsfloskeln nennen, die sich zwischen Sprachen unterscheiden, z. Das hat aber auch mit der Kultur des Lerners zu tun, was bei der interkulturellen Methode Wichtigkeit gewinnt. Wortstellungen im Satz gehören zum syntaktischen Bereich, die sich von Sprache zu Sprache unterscheiden.

Im semantischen Bereich könnte man über ähnliche oder gleichlautende Wörter mit verschiedenen Bedeutungen sprechen z. Man kann aber nicht zu dem Ergebnis gelangen, dass stark differierende Erst- und Fremdsprachen schwieriger zu lernen seien, als ähnliche.

Nach dem Kognitivismus versucht der Lerner einzuschätzen, in wie weit linguistische Einheiten seiner Muttersprache für den Erwerb der Fremdsprache hilfreich sein können vgl. Untersuchungen haben gezeigt, dass es eine enge Beziehung zwischen dem Fremdsprachenlernerfolg und dem muttersprachlichen Niveau gibt, d.

Deutsch als erste oder als zweite Fremdsprache: Im Einzelunterricht ist es wichtig zu wissen, ob der Lerner Deutsch als erste Fremdsprache lernt oder als weitere Fremdsprache, z. Das Wissen einer Fremdsprache nach der Muttersprache kann dem Lerner ein neues Vergleichssystem geben. Hier können die Phänomene Interferenz und Transfer auch beobachtet werden. Es ist auch wichtig zu wissen, wie die erste Fremdsprache gelernt worden ist und mit welcher Methode der Lerner Erfahrung gesammelt hat.

Nach Hufeisen haben Lernende die erste Fremdsprache überwiegend mit dem traditionellen Grammtikmodell gelernt. Deutsch als zweite Fremdsprache sollte darauf Rücksicht nehmen, weil sonst der Brückenschlag verhindert wird. Nach Krumm sollten sich die grammatischen Terminologien der ersten und zweiten Fremdsprache einander entsprechen, damit keine Probleme auftreten. Nach Bausch sollte nicht immer auf Interferenz, also die negativen Auswirkungen der ersten Fremdsprache auf die zweite Fremdsprache, geachtet werden, sondern auf positive Lern- und Kommunikationtransfers und man sollte Lernzeitverkürzende Methoden entwickeln und auf Lernerfahrungen des Lerners eingehen.

Wird die Fremdsprache wieder erworben? Der Lehrer soll wissen, ob der Lerner die Sprache zum ersten Mal lernt oder er die Sprache wieder erwirbt vgl. In diesem Fall sollte der Lehrer die unzugängliche, aber im Prinzip vorhandene Sprache wieder zugänglich machen vgl. Wenn der Grund des Vergessens mangelnde Praxis ist, dann kann die Sprache nach allgemeiner Ansicht viel schneller gelernt werden vgl.

Wenn der Lerner schon einbisschen Deutsch kann und sich im Einzelunterricht weiterbilden will, dann ist es wichtig zu wissen, wie der Lerner Deutsch schon gelernt hat.

Wenn der Lerner Deutsch mit der audiolingualen Methode gelernt hat, dann sind seine Lesestrategien nicht so ausgebildet, dagegen aber seine Sprech- und Hörfähigkeit. Hat der Lerner Deutsch in einem grammatikalischorientierten Unterricht gelernt, dann ist er bei mündlichen und interaktiven Fertigkeiten schwächer, er ist aber im Bereich der Satzstruktur und das kognitive Sprachwissen stark vgl.

Hat der Lerner Deutsch in Deutschland im Alltag, d. Es ist auch wichtig zu wissen wie weit er schon mit dem Lernen gekommen ist. Es wäre angebracht einen Einstufungstest zu machen. Die Muttersprache und die weiteren Fremdsprachen, die der Lerner schon kann, beeinflussen die zu lernende deutsche Sprache.

Der Lehrer muss sich über den Einfluss dieser Sprachen auf die deutsche Sprache bewusst sein und seinen Vorteil daraus ziehen. Seit langem hat man im Bereich Sprachwissenschaft beobachtet, dass manche Lerner eine Fremdsprache besser lernen als andere.

Damals bestand die Behauptung, dass erfolgreiche Sprachlerner gleicher Persönlichkeitsstruktur wären. Diese Behauptung wurde auch von Sprachlehrern geteilt. Sorgfalt, Durchhaltevermögen, kommunikativ, unabhängig von anderen, neugierig, engagiert, ordentlich, aktiv, flexibel, zielorientiert assertive und phantasievoll vgl.

Die individuellen Unterschiede führen zu verschiedenen Lernstilen, Schwächen oder Stärken und beeinflussen sogar den Muttersprachenerwerb vgl. Seit hat man die individuellen Unterschiede beim Lernen einer Fremdsprache zu meist im Bereich Sprachlenfähigkeit language aptitude und Motivation untersucht Sprachvermögen und Antrieb, vgl.

Die wichtigsten individuellen Unterschiede sind demnach Motivation, Sprachlernfähigkeit und Persönlichkeit. Persönlichkeit lässt sich in zwei Bereichen, Temperament und Stimmung Modus , einordnen. Temperament ist konstant und Stimmung mood veränderlich. Es ist für den Lehrer im Einzelunterricht wichtig diese voneinander zu trennen. Drei Wochen Beobachtungszeit reichen aus, um viele Persönlichkeitsdispositionen eines Individuums zu identifizieren vgl.

Die Persönlichkeit ist der Bereich der Psychologie, der die Menschen einerseits als einzelne Personen sieht und andererseits den Menschen als eine komplexe Ganzheit sieht. Im Duden Universal Wörterbuch steht geschrieben vgl. Drodowski , dass die Persönlichkeit die Gesamtheit der persönlichen charakteristischen, individuellen Eigenschaften eines Menschen ist. Die Interaktion zwischen Erbschaft, also den genetisch festgelegten Persönlichkeitsanteilen und den von der Umwelt beeinflussten Anteilen führt zur Ausbildung der Gesamtpersönlichkeit vgl.

Die Situation, in der sich die Person befindet, beeinflusst die Persönlichkeit und damit das Verhalten des Einzelnen.

Pervin und John schreiben:. Also ist die Persönlichkeit hauptsächlich etwas Stabiles, während sie sich von Situation zu Situation auch etwas verändern kann. Der Lernertyp ist untrennbar mit der Persönlichkeit verbunden vgl. Wenn man annimmt, dass die Persönlichkeit keine einzige Einheit ist und aus einzelnen Merkmalen zusammengesetzt ist, dann kann man Modelle entwickeln, die die einzelnen Persönlichkeitsmerkmale bemessen sollen, im folgenden werden zwei dieser Modelle beschieben.

Zwei Modelle für die Bestimmung von Persönlichkeitseigenschaften: Es gibt verschiedene Modelle wie man die Persönlichkeit der Individuen bestimmen kann eine davon ist das Big Five Modell [3]. Die für den Fremdsprachenunterricht wichtigsten Personalitätsypen, die das Big Five Modell identifiziert, sind Erfahrungsoffenheit openness to experience und Pflichtgefühl conscientiousness.

Der MBTI ist wertneutral, d. Ehrman hebt hervor, dass bestimmte Persönlichkeitsgebilden Bezüge auf das Lernen haben und Lawrence hebt das Verhältnis des Psychotyps zu den Lernstilen hervor vgl. Aber insgesamt in der Empirie haben die MBTI basierten Untersuchungen sehr unklare Ergebnisse erbracht und es sind keine Verhältnisse zwischen Lernstile und Evaluationswerte gefunden worden. Auch Ehrman und Oxford konnten nur sehr schwachen oder keinen direkten Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Spracherwerb finden vgl.

Hier muss auch dies beachtet werden: Lehrer unterrichten mehr so, wie sie selbst am besten gelernt haben und weniger, wie sie unterrichtet worden sind vgl. Die Zeit als Persönlichkeitsmerkmal: Die Frage nach der Zeit wann und wieviel Zeit ist sehr wichtig, denn die Höchstleistungen der Menschen differieren mit der Zeit, manche lernen Morgens Morgentypen am besten, andere Abends oder Nachts Abendtypen.

Manche brauchen für manche Aufgaben länger mehr Zeit andere werden schneller weniger Zeit fertig. Die Zeit ist einer der individuellen Unterschiede, dass der Lehrer im Einzelunterricht beachten soll. Nach Farsides und Woodfield gibt es zwischen den Elementen der Persönlichkeit und akademischem Erfolg folgende Beziehung: Personen mit hoher Erfahrungsoffenheit Openness to Experience sind in Fächern, die mit kritischem Denken zu tun haben erfolgreich, aber nicht in Fächern, in denen es vor allem darum geht das hergeleitete Wissen zu erlernen.

Studenten mit hoher Kompromissbereitschaft agreeableness sind bei Fächern erfolgreich, bei denen das Lernen vor allem in sozialer Interaktion stattfindet, also bei Fächern wie Sprache. Studenten mit weniger Kompromissbereitschaft sind in Universitätsfächern erfolgreich, bei denen es weniger soziale Abhängigkeit gibt, bzw. Introvertiertheit und Extrovertiertheit sind die am meisten erforschten Bereiche der Persönlichkeit, dabei hat man herausgefunden, dass die Extrovertierten mehr Bereitschaft für das Sprechen zeigen und beim Sprechen wenig Pausen machen, die Introvertierten sprechen formal und denken über Grammatik mehr nach.

Der Lehrer sollte also die Introvertierten mehr zum Sprechen motivieren. Früher hat es ausgereicht, lesen und schreiben zu können und die Grammatik war sehr wichtig wie z. Später ging es vielmehr um Sprechen und Hören die Audio-Linguale Methode so waren die Extrovertierten bevorzugt, denn diese sprechen flüssiger sowohl in der Mutter- als auch in der Fremdsprache, sie benutzen auch umgangssprachliche Ausdrücke, die die Introvertierten vermeiden. Also ist es wichtig, wie man das Lernen einer Fremdsprache interpretiert, denn wie Skehan meint vgl.

Weiter schreibt Skehan aber, dass das Sprachrwerb weit mehr ist als lernen durch Sprechen oder lernen durch Handeln, hier scheinen die Introvertierten gut abzuschneiden. Wenn man die Persönlichkeit als Zusammensetzung von Eigenschaften sieht, dann können gute Sprachlerner ihre persönlichen Eigenschaften so miteinander verbinden, dass ein gutes Ergebnis dabei herauskommt vgl.

Es gibt aber auch eine andere Sichtweise, die die Persönlichkeit als eine ganze Einheit sieht und meint, dass sie nicht aus einzelnen Elementen besteht, demzufolge ist die Persönlichkeit also eine Zusammensetzung aus verschiedenen Eigenschaften, die aufeinander zusammenwirken und sie besteht nicht aus isolierten Eigenschaften.

Aiken meint vgl. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Beziehung zwischen Persönlichkeit und Spracherwerb besteht. Welche Fähigkeiten soll man besitzen, um eine Fremdsprache zu meistern? Und meistern Menschen Fremdsprachen auf unterschiedlichem Niveau? Dieses Unterkapitel geht diesen Fragen nach. Die Hauptaufgabe der pädagogisch orientierten Sprachlernfähigkeitsforschung: Die Hauptfrage dieser Forschungsrichtung ist es, die individuellen Unterschiede in verschiedene kognitive Fähigkeiten einzuordnen und diese mit effektiven Lehroptionen, sowie Techniken und weitdefinierten Lernsituationen zu verbinden.

Segalowitz schreibt, dass wir unter dem Begriff Sprachlernfähigkeit keineswegs eine konstante Charakteristik verstehen, sondern eine komplexe Reflektion der ganzen Lernsituation. Der Lerner ist in einer komplexen, dynamischen und kommunikativen Situation situiert, die die Erfüllung verschiedener kognitiver Ansprüche forciert.

Hierfür haben Carroll und Sapon ein dreistufiges Verfahren benutzt, das in der Psychologie schon Tradition war. Sie haben zuerst zwei Gruppen gefunden, die erste Gruppe war im Untersuchungsstoff gut und die andere schwächer. Zweitens sollten diese zwei Gruppen unterschiedliche, dem Unterrichtsstoff untergeordnete Aktivitäten verrichten. Drittens hat man die Aktivitäten ausgesucht, die am besten zwischen beiden Gruppen unterschieden und nicht die, die hohe Gemeinsamkeiten miteinander hatten, denn sie würden nicht zu reinen Ergebnissen führen und würden sie nur duplizieren.

Carroll meint, dass die Sprachlernfähigkeit aus vier Fertigkeiten besteht: Erstens, die Fähigkeit Bedeutung in phonetischen Codes auszudrücken; zweitens, Grammatische Empfindsamkeit; drittens, die Fähigkeit auswendig zu lernen und viertens, die Fähigkeit, die Sprache induktiv zu erfassen. Pimsleur hat die Sprachlernfähigkeit in drei Faktoren unterteilt: Zweitens, Motivation und drittens, Hörfertigkeit.

Die weiteren zwei Punkte Skehans sind Hörkomponente und Gedächtniskomponente vgl. Die Unterschiede der beiden Tests sind nach Skehen dadurch entstanden, dass Carroll mehr im Bereich von Lernpsychologie und Pimsleur im Bereich der Sprachwissenschaft spezialisiert waren. Was sagen die Sprachlernfähigkeitstestergebnisse aus? Im allgemeinen sind die Wissenschaftler davon überzeugt, dass Sprachlernfähigkeitstestergebnisse nicht aussagen können, ob ein Lerner die Fremdsprache lernen kann oder nicht.

Der Lerner mit wenigen Punkten sollte härter arbeiten als ein Lerner mit mehr Punkten. Wenn die Punktzahl sehr niedrig ist, dann wird der Lerner nicht in der Lage sein, Erfolg zu erzielen vgl. Lernern mit niedriger Punktzahl könnte im Einzelunterricht besonders geholfen werden. Wozu werden Sprachlernfähigkeitstests benutzt?

Sprachlernfähigkeitstest können bei fünf Punkten hilfreich sein:. Welches Verhältnis haben Sprachlernfähigkeit und Alter siehe hierzu auch Unterkapitel 2. Manche Forschungen haben zu Ergebnissen geführt, dass die Sprachlernfähigkeit durchs Alter nicht beeinflusst werden könne, wie die Forschungen von Carroll und Sapon im Jahre und Skehan im Jahre vgl.

Skehan hat bei Kindern im Alter von drei bis vier Jahren und zehn Jahre später, wenn diese dreizehn- bis vierzehnjährig waren, den gleichen Sprachlernfähigkeitstest durchgeführt und die Ergebnisse waren fast gleich.

Man kann sagen, wenn Sprachlernfähigkeit eine Persönlichkeitseigenschaft ist, dann müsste sie relativ stabil sein. Jedoch haben neuere Untersuchungen zu anderen Ergebnissen geführt. Harley und Hart haben herausgefunden, dass Schüler des siebten und elften Schuljahres bei Sprachlernfähigkeitskomponenten verschieden stark sind. Jüngere waren bei der Gedächtniskomponente stark, während Ältere bei der Sprachanalyse besser waren vgl.

Es gibt derweilen sehr viel Literatur darüber, die bezeugt, dass es eine Beziehung zwischen Zweitspracherwerb und Alter gibt, daher kann man glauben, dass dieses Verhältnis durch Veränderungen in der Fähigkeit hervorgerufen wird. Wenn man die Sprachlernfähigkeit als eine Eigenschaft sieht, die vom Geburt an in einem ausgeprägt ist, dann ist sie relativ konstant, aber wenn man sie als eine Eigenschaft sieht, die man erwerben muss, dann verändert sie sich im Laufe der Zeit. Alter ist in Zweitsprachenerwerbs-forschung grundsätzlich als neurologische oder neurolinguistische Variable gesehen worden.

Die Untersuchungen von Neufeld haben gezeigt, dass gut motivierte Erwachsene die Aussprache von für sie ganz exotischen Sprachen so perfekt lernen können, dass sie von Muttersprachlern am Akzent nicht mehr erkannt werden. Dies beweist, dass ein perfekter Zweitspracherwerb nach Pubertät biologisch durchaus möglich ist vgl. Dies besagt allerdings nicht, wie schwer es ist, eine Fremdsprache nach der Pubertät akzentfrei zu lernen.

Dass es schwierig ist, eine Fremdsprache nach der Pubertät zu lernen, kann auch daran liegen, dass man die bis dahin erworbene soziale Identität aufgeben muss vgl. Das lässt sich aus Aussagen verstehen, dass man stolz auf seinen Akzent ist und dass man diesen nicht aufgeben möchte, und dies führt zur Fossilierung der Aussprache vgl.

Am Anfang sei gesagt, dass man in der Psychologie, wenn von Intelligenz die Rede ist, diese als Ergebnis, das aus Intelligenztests hervorgegangen ist. Alfred Binet , der Vater der Intelligenztests, sagt: Intelligenz ist das, was man im Test misst vgl. Sprachlernfähigkeit und Intelligenz sind beide aus Teilfertigkeiten zusammengesetzt und manche dieser Teile überschneiden sich. Wenn man über das Verhältnis der beiden spricht, dann meint man das nicht im qualitativen Sinne sondern im quantitativen, man spricht also von dem Verhältnis der Testpunkte und hier ist man wieder zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.

Sie haben herausgefunden, dass der Einfluss der Intelligenz auf den Spracherwerb geringer ist als auf andere Schulfächer.

Bei späteren Forschungen ist man zu Ergebnissen gekommen, die sich von 0,17 bis o,44 erstrecken vgl. Werden Sprachen mit Hilfe der Intelligenz gelernt, oder gibt es einen spezifischen Mechanismus dafür z.

Language accuisition device, LAD dafür? Nach dem Stand der Wissenschaft gibt es wahrscheinlich einen anderen Mechanismus dafür. Denn warum machen intelligente Lerner, denen man deutlich erklärt, wie beispielweise die Wortstellung im deutschen Aussagesatz aussehen muss, dennoch über einen relativ langen Zeitraum Wortstellungsfehler? Warum beherrschen sie die einfachsten sprachlichen Muster nicht, kurz nachdem man sie doch in einer Lektion ausführlich besprochen und lange geübt hat und sie deshalb eigentlich sitzen müssten?

Nach wie vor ist der Streit nicht entschieden, ob unser Gehirn sprachspezifische Prozesse grundsätzlich anders verarbeitet als generelle kognitive Prozesse vgl. Laura konnte nicht 2 mit 2 zusammenrechnen und wusste nicht, wieviel eine Stunde ist, konnte aber grammatikalisch korrekte Sätze bilden und Sätze mit Fehlern korrigieren.

Welches Verhältnis gibt es zwischen Sprachlernfähigkeit und Lehrmethoden? Verschiedene Methoden lehren verschiedene Konzepte von der Sprache unterschiedlich gut z. Es gibt jedoch in diesem Bereich entgegengesetzte Ergebnisse, Sawyer und Ranta konnten feststellen, dass Sprachlernfähigkeit keine Abhängigkeit von der Situation und Lehrmethode zeigt vgl.

Sternberg konnte im Gegensatz einen stark situations- und methodenabhängigen Charakter von Sprachlernfähigkeitstests ausfindig machen vgl. Diejenigen, die bei Aussprache und Syntax gut waren, besuchten die Klasse mit der analytischen Methode, und die, die über gutes Gedächtnis und Hören verfügten, besuchten die Klasse mit der funktionalen Lehrmethode.

Nach Wesche fühlten sich die Lerner im Unterricht sehr zufrieden und wohl. Skehan ist mit Wesche einverstanden und schreibt, dass wenn man den Lernern den richtigen Input analytisch, Gedächtnisorientiert gibt, dann würden beide Typen erfolgreich sein vgl.

Das Verhältnis von muttersprachlicher Kompetenz und Fremdsprachenlernerfolg: Untersuchungen haben gezeigt, dass erfolgreiche Fremdsprachenlerner über entsprechend bessere Lese- und Schreibfertigkeiten in der Muttersprache verfügen. Dufva und Voeten haben finnische Grundschüler von der ersten bis zur dritten Klasse untersucht und herausgefunden, dass die muttersprachliche Lese- und Schreibfähigkeit den Fremdsprachenerwerb positiv beeinflusst vgl.

Desweiteren werden Unterschiede in der Zweitsprachenfertigkeit von der Perpektive der Affekte gesehen: Ist der Lerner so selbstbewusst, dass er sicher ist, dass er über Fähigkeiten verfügt eine Fremdsprache zu meistern? Diejenigen, die im Fremdsprachenunterricht wenig motiviert oder ängstlich sind, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei ihren muttersprachlichen Fähigkeiten Schwierigkeiten vgl. Sparks und Ganschow schreiben: Die angeführte Forschung von Wesche ist für den Einzelunterricht ausschlaggebend, wie berichtet, wurde in diesem Sprachinstitut zuerst ein Sprachlernfähigkeitstest von Lernern genommen, so wurden die Lerner in zwei Gruppen mit verschiedenen Unterrichtsmethoden eingeteilt.

Die Lerner fühlten sich mit diesen, auf ihnen abgetimmten, Methoden wohl. Die Ergebnisse vom Wesche lassen sich zwar gut für dei Methodik des Einzelunterrichts einsetzen, aber es kommt noch die wichtige Frage des individuellen Lernziels für die Unterrichtsplanung dazu. Lerner unterscheiden sich mit dem Grad der Motivation. Die Lerner, die Einzelunterricht nehmen, haben meist sehr hohe Motivation, da sie aus eigenem Interesse diese Unterrichtsform auswählen.

Welche Funktion hat die Motivation? Motivation besorgt den ersten Schub um mit dem Erlernen einer Fremdsprache anzufangen und auch strebsam weiterzumachen vgl. So ist die Motivation der wichtigste Lernerunterschied, die den Lerner entweder zum Erfolg führt oder ihn dazu bringt das Lernen frühzeitig abzubrechen.

Drei Perioden der Motivationsforschung im Feld des Fremdspracherwerbs: Motivationsforschung kann nach Dörnyei vgl. Nun werden diese Perioden beschrieben um die unterschiedlichen Facetten der Motivation aufzuzeigen, damit der Lehrer die Motivation des Lerners identifizieren kann und Mittel in die Hand bekommt diese weiterhin zu verstärken. Die sozial-psychologische Periode der Motivationsforschung: Die ersten Forschungen im Feld der Motivation im Fremdsprachenerwerb kamen von Seiten der Sozialpsychologen, diese haben den Fremdspracherwerbserfolg mit Einstellung zu der jeweiligen Sprachgesellschaft in unserem Fall, Einstellung zu den Deutschen in Verbindung gesetzt vgl.

So haben Gardner und Lambert das Fach Fremdsprache nicht wie die anderen Fächer soziokulturell-neutral gesehen, sondern brachten es mit Einstellungen, Stereotypen und sogar geopolitischen Überlegungen in Verbindung vgl. Gardner hat eine Motivationstheorie und daraus einen Motivationstest entwickelt, die beide im folgenden berschrieben werden. Gardners Motivationstheorie, die integrative Motivation, setzt sich aus drei Untergruppen zusammen:. Interesse zu Fremdsprachen, Einstellungen zu der jeweiligen Sprachgesellschaft und ob der Lerner bereit und interessiert ist mit Mitgliedern der jeweiligen Sprachgesellschaft sozial zu interagrieren.

Gardner hat vgl. Sie ist zusammengesetzt aus über Testfragen, es operationalisiert all die Items in Gardners Theorie und noch zusätzlich Fremdsprachbesorgtheit anxiety , instrumentelle Orientation und Unterstützung von Seiten der Eltern. Die kognitive Periode der Motivationsforschung: Diese Periode kam in den neunziger Jahren unter Einfluss von kognitiven Lerntheorien zustande vgl.

In der kognitiven Periode wurde das Denken über sich selbst wichtig, wie der Lerner über seine eigene Fähigkeiten, Möglichkeiten, Beschränkungen, sein eigenes Potenzial, seine eigene Vergangenheit und sein Ziel denkt, wurde als ein wichtiger Aspekt der Motivation gesehen vgl.

Die prozessorientierte Priode der Motivationsforschung: In der prozessorientierten Periode wurden die Forscher auf den dynamischen Charakter der Motivation und ihre Veränderung auf Zeit aufmerksam. Wenn man die Beziehung von Motivation zu Lernverhalten untersucht, dann werden prozessorientierte Untersuchungen wichtig. Drei Phasen der Motivation in der prozessorientierten Periode: Nach Williams und Burden vgl.

Man hat Gründe, etwas zu machen. Man muss sich dazu entscheiden, etwas zu machen und drittens c. Man muss auch darauf bestehen, die Sache zu Ende zu bringen. Die ersten zwei Phasen brauchen eine anfängliche Motivation und die dritte Phase braucht eine dauerhafte Motivation.

Drei Gründe eine Fremdsprache zu lernen: Nach Noels vgl. Wenn der Lerner aber von Anfang an extrinsisch motiviert ist, dann hat dieses Lehrerverhalten wenig Wirkung auf des Lerners intrinsische Motivation. Also kann man daraus einen Zusammenhang zwischen dem Lehrerverhalten und der Motivation des Lerners feststellen. Wu schreibt vgl. Erhöhtes Können und erhöhte Autonomie führen zu erhöhter intrinsischer Motivation. Methoden für die Erhöhung der Motivation im Einzelunterricht: Um die extrinsische Motivation im Einzelunterricht zu erhöhen in dieser besonderen Form von Unterricht gibt es keine Angst vor Prüfungen oder Noten, oder dass der Lerner das Gesicht vor anderen Mitschülern verliert , kann der Lehrer im Voraus dem Lerner mitteilen, dass wenn er sich beim Lernen Mühe gibt, er für diese Stunde weniger Geld verlangen wird, da Einzelunterrichtsstunden meistens teuer sind, kann dies als eine extrinsische Motivation gesehen werden doch hier ist das Alter des Lerners wichtig, siehe die Unterkapitel 2.

Die Attributionstheorie Attribution Theory , deren wichtigster Befürwörter Weiner war, besagt, dass unsere vergangenen Erfolge und Niederlagen bei unseren zukünftigen Erfolgen und Niederlagen entscheidend sind. Also wenn man den Blickwinkel ändert, kann man mehr Motivation gewinnen und damit auch Erfolge erzielen vgl. Wenn man nun die Attributionstheorie auf den Einzelunterricht überträgt, kommt man zu dem folgenden Ergebnis: Die Motivation in zwei Unterteile zu gliedern ist unzureichend: In der Forschung wurden meist nur zwei Dimensionen der Motivation aufgegriffen vgl Dörnyei Es ist jedoch schwer alle Sprachlerngründe unter diesen Kategorien einzuordnen, z.

Gründe wie das Verstehen englischer Popmusik, japanischer Computerspiele, oder Chinesisch zu lernen nur um damit anzugeben eine schwierige Sprache zu beherrschen. Man sieht, dass diese Theorien noch unzureichend sind. Es gibt auch eine negative Motivation oder Demotivation, also eine Motivation, die die Energie, eine Aktivität zu verrichten, mindert. Demotivation im Fremdsprachenunterricht kommt relativ häufig vor. Das Interesse an der Fremdsprache bleibt meist erhalten. Der Einzelunterricht sollte möglichst den Vorstellungen des Lerners entsprechen, damit es nicht zu Widersprüchen zwischen der Motivation des Lerners und dem Unterricht kommt.

Der Lerner als Beschützer seiner Motivation: Wenn man die Motivation als etwas Dynamisches sieht, das sich immer wieder schwächt und verstärkt, dann sollte man diese Motivation bewusst regulieren, negative Einflüsse auf diese vermindern und positive verstärken. In diesem Rahmen sollte man die Motivation als etwas Vergängliches sehen und sich selbst als Beschützer der Motivation. Dies gelingt, wenn man sich selbst für sein Lernen verantwortlich fühlt und es selbst in die Hand nimmt vgl.

Der Lerner nimmt am Einzelunterricht meist mit verstärkter Motivation teil, so sollte der Lehrer besonders auf die Motivation des Lerners eingehen und diese stärken. Ein anderes Selbst zu haben motiviert: Es kann auch so gesehen werden, dass Motivation deswegen entsteht, weil man sich wünscht in Zukunft ein anderes Selbst zu haben und sich dann zu diesem Selbst hinarbeitet vgl.

Praktisch kann man ein gewünschtes Selbst beim Lerner stimulieren und ihm dieses vor Augen führen. Der Zusammenhang zwischen Motivation und Sprachlernfähigkeit: Wie Gardner und Lambert vgl. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Motivation und Sprachlernfähigkeit, hohe Motivation kann die Effekte geringer Sprachlernfähigkeit ausschalten und geringe Motivation kann die Effekte hoher Sprachlernfähigkeit schwächen.

Motivation und Alter in der Praxis: Hier werden diese bei jüngeren und älteren Lernern beschriben:. Konkrete Belohnungen wie Gummibärchen sind motivierend. Die Schülermotivation wird mit Nahzielen, wie z. Jüngere Schüler fühlen sich weniger eigenverantwortlich für ihr Verhalten. Meist motiviert ein Lächeln der Lehrerin und des Lehrers. Konkrete Belohnungen, die für jüngere Lerner motivierend waren, verlieren an Wirksamkeit, so werden mehr abstrakte Verstärker wichtig, wie z.

Zeugnis oder Berufswunsch beeinflussen die Motivatoin. Die Fremdverantwortlichkeit der jüngeren Lerner sollte zu Eigenverantwortlichkeit übergehen, d. Die sechs festgestellte Motivationssyndrome von Edmondson: Er stellt sechs Syndrome fest:. Syndroms, dass entsteht, wenn der Unterricht, die Lernmaterialien oder Lernaktivitäten dem Lerner demotivierend erscheinen, aber trotzdem akzeptiert werden und der Lerner weiterlernt.

Der Lehrer sollte also herausfinden, welches Motivationssyndrom der Lerner hat und entsprechend unterrichten. Edmondson schreibt weiter, dass diese Syndrome zu den individuellen Unterschieden gehören, jedoch zum Teil den motivationalen Aufbau des Lerners gestalten. In diesem Unterkapitel ist versucht worden von verschiedenen Blickwinkeln die Motivation des Individuums zu betrachten, es ist wichtig diese bei dem Lerner zu identifizieren und von diesen Erkenntnissen, für die Erhöhung der Motivation, Gebrauch zu machen.

Wenn der Lehrer den Grad und die Art der Motivation des Lerners identifiziert, kann er sich diese Erkenntnisse sinnvoll in seine Unterrichtsvorbereitung integrieren, damit die Motivion nicht sinkt und sich sogar erhöht. Mit anderen Worten bezeichnen Lernstile, wie der Lerner sich zum Lernen hinbewegt. Sie sind ein Entwurf davon, wie der Lerner es gewohnt ist oder bevorzugt mit der Lernumwelt zu interagieren.

Lernstile sind nicht wie die Sprachlernfähigkeit angeboren wenn diese überhaupt angeboren ist. Und werden nicht benutzt, um Lerner voneinander zu trennen, sondern zeigen den Lernweg des Individuums. Welcher Lernstil ist besser? Es ist nicht möglich zu sagen, welcher Lernstil besser ist, denn sie sind nicht auf ein Kontinuum von gut bis schlecht, sondern sind bipolar und reichen von einem Extrem zu einem anderen. Jeder kann mit jedem Lernstil erfolgreich sein.

Lernstile und kognitive Stile: In der Literatur sind die beiden Begriffe Lernstile und kognitive Stile Cognitive Styles meist gleichbedeutend verwendet worden, obwohl diese einen Bedeutungsunterschied aufweisen. Wenn man die Situationskomponente von den Lernstilen wegnimmt, dann hat man kognitive Stile.

Man kann die kognitiven Stile einfacher untersuchen, da der Einfluss von Situation wegfällt. Man kann die kognitiven Stile so definieren: Doch damit ist das Problem immer noch nicht gelöst, denn kognitive Stile haben immernoch Korrelationen mit Persönlichkeitsdimensionen und kognitiven Fähigkeiten.

Kognitive Stile sind ein Teil der kognitiven Prozesse. Kognitive Prozesse sind aus zwei Faktoren zusammengesetzt: Fähigkeit ability und kognitive Stile. Fähigkeiten beziehen sich auf den Inhalt und Grad der Kognition die Frage nach was? Ein anderer Unterschied zwischen Fähigkeiten und kognitiven Stilen ist, dass Fähigkeiten einpolig sind von schwach bis stark und kognitive Stile zweipolig. Fähigkeiten werden bevorzugt, wenn sie stärker sind, während bei den kognitiven Stilen keine der beiden Enden des Kontinuums besser als der andere ist z.

Die Untersuchung der Kognitiven Stile geht zurück auf das Ende des Jahr-hunderts, als Forscher darauf aufmerksam wurden, dass manche Lerner die Informationen verbal und manche visuell im Gedächtnis repräsentierten.

In diesen zwanzig Jahren haben die Forscher über 20 kognitive Stile entdeckt. Aber wegen fehlender Validität konnten sie nicht erhalten bleiben und wurden wenigen Kategorien untergeordnet zu den Begriffen kognitive Stile und Lernstile siehe auch Grotjahn Kognitive Stile von Riding: Die analytisch-globale Stildimension wholist-analytic: Die analytisch-globale Stildimension beschreibt, ob der Lerner Informationen als ganzes sieht oder als zusammengesetzte Teile.

Wenn sie also einen Text lesen, um ihn dann wiederzugeben, sollte ein Titel über diesem Text stehen, da ein Titel eine thematische Orientierung zur Verfügung stellt. Analytische Lerner sehen eine Situation als Zusammensetzung von kleineren Teilen, sie sind meist auf einige Aspekte der Situation aufmerksam.

Den Titel für einen Text anzugeben, verbessert ihr Können nicht wesentlich. Deren Stärke liegt darin, eine Situation in Teilen zu zerlegen und so jedem Problem auf den Grund zu gehen. Sie können ganz leicht Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Sachen finden.

Der Nachteil der Analytiker liegt darin, dass sie meist einigen Teilen mehr Aufmerksamkeit schenken und so keine ausgeglichene Perspektive von der ganzen Situation erhalten. Die verbal-visuelle Stildimension beschreibt, ob der Lerner in Wörtern denkt oder in Bildern. Lerner, die eher verbal sind, sind besser bei der Verarbeitung sprachlicher Informationen und visuelle Lerner sind besser bei der Verarbeitung visueller Informationen.

Menschen liegen meist irgendwo in der Mitte dieses Kontinuums und machen von Vorteilen beider Extreme Gebrauch. Die analytisch-globale Dimension ist ein Unterglied einer höheren Kategorie: Wenn feldunabhängige Lerner sich auf die zusammensetzenden Glieder des Ganzen konzentrieren, können sie Details sehen, die die feldabhängigen nicht sehen. Beim Fremdsprachenlernen, sind feldabhängige nicht immer im Nachteil, weil sie auf die Gesellschaft sensiblisiert sind.

Die Untersuchungen von Johnson und Mitarbeiter im Jahre haben zu diesem Ergebnis geführt, dass feldabhängige Lerner im Gegensatz zu Feldunabhängigen, bei Aufgaben besser waren, bei denen der Schwerpunkt mehr auf kommunikativen Fähigkeiten lag als bei formalen Aspekten der Sprache vgl.

Jedoch ist es schwer auszumachen, wer genau wo auf der Skala dieses Kontinuums liegt, da es situationsgebunden und auf Personalität basiert ist und einen Zusammenhang mit den Strategien aufweist. Auf Sinne basierte Lernstile: Sinne sind Kanäle, durch die der Lerner Informationen aufnimmt.

Es gibt vier Lernstile dieser Art sensory preferences: Visuell, auditiv, kinetisch und taktil. Die kinetischen und die taktilen Lerner stehen in der Literatur meistens unter der haptischen Gruppe, denn sie sind miteinander verwandt. Nach Oxford sind etwa 50 bis 80 Prozent der Lerner visuell vgl.

Visuelle Lerner können Informationen besser verarbeiten, wenn sie durch den Sinneskanal Auge präsentiert werden, sie bevorzugen Leseaufgaben und benutzen farbige Textmarker um Wörter visuell hervorzuheben, sie mögen Filme und Videos und wenn der Unterricht mehr aus Vorlesung besteht, können Handouts oder Slides die Vorlesung visualisieren.

Auditive Lerner lernen am effektivsten, wenn der Unterrichtsstoff in sprachlicher Form präsentiert wird, sei es nun durch Vorlesung oder Audiokassetten. Wenn sie etwas lernen möchten, lesen sie meist laut vor sich hin, das Lesen mögen sie weniger als das hören. Die kinetischen Lerner lernen meist durch vollen Körpereinsatz. Sie können schwer für Stunden sitzenbleiben und bevorzugen beim Lernen sich zu bewegen.

Die taktilen Lerner mögen mit den Händen etwas bauen, Collagen oder Poster gestalten oder Kunstwerke herstellen und im Labor Experimente durchführen. Wie kann man Lern- und kognitive Stile messen? Obwohl Lernstile psychologische Einheiten darstellen, konnte die Messtheorie noch nicht die richtige Methode entwickeln, um diese zu messen vgl. Die meisten Tests sind für praktische Zwecke geeignet und weniger für wissenschaftliche Zwecke.

Es gibt zwei Verfahren die Lernstile eines Lerners zu messen:. Da der Lerner die Lernstile unbewusst benutzt, kann das erste Verfahren, der Selbstbericht, nicht so genau sein, denn bei Fragebögen antwortet man nicht immer realitätsgetreu, sondern oft so, wie man lieber sein will, und beim Antworten kann der Lerner auch Fehler machen.

Der Lehrer kann auch verschiedene Lernstrategien lehren und dann beobachten, mit welcher Lernstrategie der Lerner am besten zurechtkommt. Um Lernstile zu messen, sind sehr viele Fragebögen konzipiert worden, die meist dazu dienen, im Unterricht gebraucht zu werden, also um Lerner zuerst auf Lernstile insgesamt und dann auf ihre eigenen Lernstile aufmerksam zu machen.

Die folgenden Beispiele für Lernstiltests untersuchen sehr unterschiedliche Lernstile. Zwei Beispiele für Lernstiltests: Hier werden zwei Tests für das Messen von Lernstilen genannt, der erste von Reid bemisst die auf Sinne basierten Lernstile und der zweite von Oxford bemisst auch andere Lernstile. Oxfords Style Anaysis Survey untersucht elf Lernstile: Um eine Sprache zu lernen, müssen zwei Systeme vorhanden sein, die erstens auf Regeln rule-based und zweitens auf Gedächtnis memory-based basiert sind.

So zieht Skehan den Schluss, dass es zwei Lernstile gibt: Diese zwei Orientierungen bilden ein Kontinuum. Lerner, die gedächtnisorientiert sind, bilden zwischen Wortphrasen und bestimmten Situationen Beziehungen. Lerner mit gutem Gedächtnis werden sicher viele Wörter und Wortphrasen auswendig lernen und diese bei passenden Situationen wiedergeben. Die regelorientierten Lerner ziehen es vor, auf formale Struktur und Regeln der Sprache zu achten, während die gedächtnisorientierten es bevorzugen, auf Kommunikation und Wortphrasen zu achten.

Die gedächtnisorientierten Lerner sprechen schneller, geben nicht Acht auf Fehler und korrigieren ihre Fehler nicht. Die regelorientierten Lerner sprechen langsamer, regelbasiert und genau und versuchen ihre Fehler zu korrigieren.

Diese beiden Orientierungen sind deshalb berechtigt mit Lernstilen in Verbindung gesetzt zu werden, weil sie zur Gewohnheit werden können und der Lerner diese beim Lernen bevorzugt.

Vier Punkte zu denen die Lernstile des Lerners passen müssen: Bei den Lenrnstilen mussen die folgenden Punkte beachten werden:. Wenn es einen Konflikt zwischen den Lehr- und Lernstilen gibt, dann könnten Lernschwierigkeiten entstehen und diese werden meist nicht als Lehr- und Lernstilkonflikte erkannt sondern als Fähigkeitsmangel interpretiert vgl.

Man kann in der Klasse einen Fragebogen über Lernstile durchführen und dann über Lernstile diskutieren, damit die Lerner über ihre Lernstile bewusst werden und effektiver lernen können. Der Lehrer kann die Lerner zuerst über ihre eigenen Lernstile bewusst machen und sie dann mit anderen Lernstilen vertraut machen Style stretching , damit sie sich in verschiedenen Situationen flexibler verhalten können.

Der Lehrer könnte mit Lernstrategien bekannt machen, die zu den Lernstilen des Lerners passen. Verschiedene Lerner haben individuelle Lernstile, die von den standardisierten Lernstilen abweichen und so sollte der Lehrer, des Lerners spezifische Lernstil herausfinden.

Um die Lehr- und Lernstile aufeinander zu bewegen, ist es machbar, dass der Lehrer den Lerner motiviert und Gelegenheit gibt den Lehrplan mitzugestalten vgl. Der Lehrer könnte auch den Lerner offen sagen lassen, was er am Unterricht gut und was er schlecht gefunden hat. Die Beziehung zwischen Lernstilen und Lernstrategien: Snow und Mitarbeiter schreiben vgl. Lernstile sind Lernstrategien, die stetig benutzt werden. Lernstile sind auf physiologischem Grund verankert, während Lernstrategien gelernt und ausgebaut werden können.

Grigorenko schreibt vgl. Solchen Lernern kann im Einzelunterricht geholfen werden. Wenn dies bei einem Lerner beobachtet wird, dann sollte schnellstens der Lernstil identifiziert und der Unterricht diesem angepasst werden. Die Beziehung zwischen Lernstilen und Persönlichkeit: Manche Dimensionen der Persönlichkeit sind Lernstile genannt worden, z.

Sie scheinen situationsunabhängig zu sein, aber sie sind nicht ganz frei von Situationseinflüssen und manche Lernstile sind unter Persönlichkeitsdimensionen zu sehen. Fragebogen für Lernstile beinhalten Fragen wie z. In naher Zukunft, werden die Module auch online verfügbar sein. Ansprechpartner ist Stephan Stegt. Die Flüchtlingskrise birgt Chancen und Risiken für uns. Vielleicht sind die Flüchtlinge von heute unsere Fachkräfte von morgen und helfen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Es können aber auch hohe Kosten und soziale Spannungen entstehen, wenn die Integration der Flüchtlinge nicht gelingt: Die Schockwelle, die nach den Ereignissen in Köln durch unser Land lief, hat viele Sorgen geweckt oder verstärkt. Und wir haben viele Fragen, die noch keiner wirklich beantworten kann: Wie gut lassen sich die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren? Sind es junge, hochintelligente und motivierte Menschen, die lernfähig, lernwillig und integrationsbereit sind?

Die morgen an unseren Top-Universitäten Maschinenbau studieren und übermorgen Elektromotoren für die deutsche Automobilindustrie entwickeln? Das wünschen wir uns natürlich alle. In jedem Fall sind das Erkennen der Potenziale und die Qualifizierung der Flüchtlinge entscheidende Erfolgsfaktoren für die Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft.

Wir müssen alles dafür tun, dass jeder Flüchtling seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechend die optimale Qualifizierung erhält, ob dies nun ein Gabelstaplerkurs, eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium ist.

Können Fähigkeiten und Kompetenzen bei Menschen, die keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben und die aus ganz anderen Kulturkreisen kommen, mit unseren herkömmlichen eignungsdiagnostischen Methoden wie Leistungstests, Persönlichkeitstests und Fragebogen gemessen werden, die für und mit Einheimischen entwickelt wurden? Leider muss man bei den meisten diagnostischen Methoden davon ausgehen, dass sie bei Nicht-Muttersprachlern mit einem anderen kulturellen Hintergrund nicht oder nur eingeschränkt funktionieren.

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