Prof. Udo Broll-Volkswirtschaftslehre SS 2001-Skriptum


Die Leistungsbilanzdefizite sind abgebaut und es stellen sich erste Überschüsse ein. Leidtragende sind geringqualifizierte Arbeitnehmer, unter ihnen viele Jugendliche, denen Langzeitarbeitslosigkeit droht.

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Die Rentenfrage Beginnen wir mit dem am meisten diskutierten wirtschaftspolitischen Problem in Deutschland derzeit, der Sicherheit der Renten im Lichte der voraussichtlichen demographischen Entwicklung. Man berechnet, wie hoch die Beiträge im Jahre oder sein werden, falls das heutige Rentenniveau beibehalten wird. Behauptet wird, inzwischen sicher von der Mehrheit der Ökonomen unter Führung des Sachverständigenrates und des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundeswirtschaftsminister2, ein Kapitaldeckungsverfahren, also privates Vorsorgesparen sei dem heute angewendeten Umlageverfahren bei der Lösung des demographischen Problems weit überlegen.

Auch in der Politik greift dieser Gedanke Platz. Die junge Generation ist extrem verunsichert, versucht aber selbstverständlich den 2 Vgl.

Oder anders, ein Einzelner kann nur dann mehr ausgeben als einnehmen, sich also verschulden, wenn es einen anderen gibt, der weniger ausgibt als er einnimmt, der also spart, weil das Einkommen der Volkswirtschaft nur einmal konsumiert werden kann. Doch diesmal verfing diese Einsicht nicht. Das ist, für ein Fach, das Wissenschaftlichkeit beansprucht, ein bemerkenswerter Vorgang. Man spürt die Absicht und ist verstimmt.

Ein Satz, der nicht mehr und nicht weniger beinhaltet als eine der logischen Grundlagen der gesamten Ökonomie, wird zur ohne weiteres widerlegbaren These erklärt, um die eigene — aus welchen Gründen auch immer eingenommene — Position halten zu können.

Ein solches Vorgehen ist zutiefst unwissenschaftlich, weil die Vertreter der Kapitaldeckungsthese sich ihrer Verantwortung, ein konsistenten Aussagensystem — unter expliziter Berücksichtigung der Geldvermögens—Identität als logisch notwendige Nebenbedingung — aufzubauen, durch einen semantischen Trick entziehen. Das ist natürlich richtig, aber im Zusammenhang der Rentendebatte völlig belanglos. Ein positiver 3 Vgl. Kapitaldeckung als praktikable Leitidee, in: Und wie wir sie meistern können.

Dort stehen die folgenden bemerkenswerten Sätze: Im Unterschied zum Umlageverfahren hängt das Schicksal einer Generation nicht vom Wohlwollen der Nachfahren ab; sie ist vielmehr auf sich selbst gestellt. Einwand gegen das Kapitaldeckungsverfahren formuliert, der sich auf die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen Im deutschen Sprachraum gipfelte diese Kritik in der These des Ökonomen Gerhard Mackenroth, eine gesamtwirtschaftliche Ersparnis für Zwecke der Alterssicherung sei unmöglich.

Zudem ist völlig unklar, auf welchem Wege, d. Die Mehrheit der Ökonomen hat sich auf die Seite des einzelwirtschaftlichen Denkens geschlagen und von vorneherein nicht versucht, zur Klärung der Sachfragen der Einbeziehung des unbestreitbaren gesamtwirtschaftlichen — saldenmechanischen — Paradoxons einen angemessenen Raum zu geben6. Die Ökonomie als Wissenschaft hat versagt, weil sie die Korrekturfunktion, auf die die Wirtschaftspolitik in dieser Frage dringend angewiesen ist, nicht wahrgenommen hat.

Steuersenkung und die Gewinne der Unternehmen Das zweite Beispiel ist eng mit der Logik des ersten verbunden und betrifft die Diskussion um eine Steuerentlastung der Unternehmen bei gleichzeitiger Konsolidierung des Staatshaushalts.

Der Gewinn der Unternehmen, auf den es nach allgemein herrschender Auffassung ankommt, ist nämlich wegen der beschriebenen Identität nur in einem engen logischen Korsett angemessen ökonomisch analysierbar. Diese Erkenntnis haben im Gefolge der Weltwirtschaftskrise mehrere Ökonomen nahezu gleichzeitig entwickelt. Alle diese Bedingungen als gegeben anzunehmen ist offensichtlich absurd. Ich bin an dieser Stelle aber dezidiert anderer Meinung. Wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftsrechtliche Untersuchungen des Walter Eucken Instituts 23 , J.

Mohr Paul Siebeck Tübingen , S. Gleichzeitig kann das gesamte Volkseinkommen auf der Nachfrageseite nur aus Konsum und Investition bestehen. Die Angebotsseite kann nur prosperieren, wenn auch die Nachfrageseite mithält. Nur wenn die Nichtunternehmen oder die Unternehmen selbst Geld ausgeben, nicht sparen, können die Gewinne steigen. Betrachten wir ein einfaches Beispiel: Der Staat vergibt weniger Aufträge an Baufirmen, um zu sparen.

Das vermindert unmittelbar die Erträge der Baufirmen und damit deren Bereitschaft, mehr Arbeitskräfte einzustellen. Spart der Staat bei den Sozialausgaben, schränken die davon abhängigen Haushalte ihre Ausgaben für Produkte ein, die von Unternehmen hergestellt werden. Wiederum sinken die Erträge der Unternehmen in der Gesamtwirtschaft. Nun baut der Staat aber gleichzeitig die Steuerlast für die Unternehmen ab, wird man einwenden. Das wirkt in der Tat dem ertragsmindernden Sparen entgegen.

Über den Gesamteffekt für die Gewinne entscheidet aber immer der Saldo der staatlichen Einnahmen und Ausgaben, das öffentliche Defizit. Wie Lautenbach festgestellt hat, erhalten 7 Stützel hat im Jahr die gesammelten Werke von Lautenbach in einem Band herausgegeben. Mohr Paul Siebeck Tübingen Jede Ausgabenkürzung schlägt daher auf sie durch.

Dieser Zusammenhang beschreibt das oben dargestellte eherne Gesetz der Ökonomie: Obwohl auch dort im Gefolge der Asienkrise die Exportwirtschaft lahmte, also das Ausland sich weniger verschuldete, stiegen die Gewinne der Unternehmen und deren Investitionen weiter, weil zur gleichen Zeit die privaten Haushalte die gesamten Ersparnisse plünderten und noch mehr als vorher konsumierten.

Nur wenn es also gelänge, so könnte man folgern, auch die deutschen Privathaushalte zu einem Abbau ihrer Ersparnisse zu bewegen, kann man mit Erfolg -am Arbeitsmarkt und bei den Investitioneneinen Sparhaushalt in die Tat umsetzen.

Die Steuersenkung für die Unternehmen kann nicht den gewünschten Erfolg am Arbeitsmarkt bringen, wenn sie verbunden ist mit einem Abbau öffentlicher Defizite. Man kann, wie Reagan in den 80er Jahren, massive Steuersenkungen über höhere staatliche Defizite finanzieren und enorme positive Effekte für die Gewinne der Unternehmen und den Arbeitsmarkt produzieren.

Man kann aber nicht beides haben, Solidität im Sinne von Sparen und eine Anregung für die Investitionen. Gerade die Kohlschen Versuche in den vergangenen 16 Jahren, Reagan zu imitieren, belegen das. Die Steuern für die Unternehmen wurden seit Anfang der 80er Jahre massiv gesenkt. Das zeigt wiederum den einfachen, aber zentralen Zusammenhang: Die Unternehmen entscheiden über Investitionen mit Blick auf das Gesamtergebnis ihrer Geschäfte, nicht aber mit Blick auf Einzelaspekte wie die derzeitige oder gar die erwartete Steuerbelastung.

Folglich war das Sparpaket, das die Bundesregierung im Sommer vorlegt hatte, nicht dazu geeignet, positive Wachstums- und Arbeitsplatzeffekte zu generieren. Das Sparpaket war allein auf die für ein marktwirtschaftliches System illusorische Vorstellung gebaut, die für die Zukunft versprochene Steuersenkung werde trotz negativer akuter Gewinneffekte die Investitionstätigkeit anregen, die Unternehmen also veranlassen, ihre eigene Verschuldung auszuweiten.

Hier hat sich im konkreten Fall des Jahres tatsächlich einiges getan. Folglich wurde der restriktive staatliche Impuls überdeckt von einem positiven des Auslandes, also einer zusätzlichen Verschuldung des Auslandes, die sich in einer Erhöhung des deutschen und des europäischen Leistungsbilanzüberschusses zeigen wird.

Ohne solche Hilfe des Auslandes wäre nur die Geldpolitik geblieben. Allerdings hat die EZB sehr schnell eine Zinswende herbeigeführt und die kurzfristigen Zinsen in mehreren Schritten schon seit dem Herbst erhöht. Folglich steigen, natürlich auch im Gefolge der nach langem Aufschwung und bei Vollbeschäftigung gerechtfertigten restriktiveren amerikanischen Geldpolitik die langfristigen Zinsen weltweit und läuten das Ende der Aufschwungphase ein.

Europa aber unternimmt keinen Versuch einer monetären Abkopplung. Die simple, aber zwingende Logik der Lautenbachschen Unternehmergewinngleichung ist aus der heutigen wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland fast völlig verschwunden. Heute dürfte kaum ein Abgänger einer wissenschaftlichen Hochschule in Deutschland die Namen Lautenbach und Stützel gehört haben oder gar in deren Kenntnis des zentralen Zusammenhangs der gesamten Makroökonomie, des Zusammenhangs von Sparen und Investieren, eingeweiht worden sein.

Den Begriff Sparen anzuwenden auf Nichtunternehmer hat Sinn und zwar deswegen: Verbrauchen sie ingesamt weniger, so ist in der geschlossenen Wirtschaft nicht eo ipso insgesamt ihre Ersparnis höher, sondern ihr Einkommen um den Betrag geringer, den sie insgesamt weniger ausgegeben haben. Die Ersparnis ist ein reiner Verteilungsbegriff. Wolfgang Stützel wollte mit der Herausgabe des Werkes von Wilhelm Lautenbach zur dauernden Aufklärung über die verhängnisvollen Fehler der Ökonomen in der Weltwirtschaftskrise beitragen und neue Fehler der gleichen Art in der Wirtschaftspolitik vermeiden zu helfen.

Es ist nicht gelungen. Ignoranz und Ideologie waren stärker, die Wissenschaft hat versagt. Immer wurde die Aufrechterhaltung und die Weiterentwicklung der Regeln, unter denen die Marktteilnehmer operieren, als eine genuine Aufgabe des Staates angesehen. Die Vereinigten Staaten beispielsweise entwickelten schon Ende des Jahrhunderts eine sehr differenzierte Anti-Trust-Gesetzgebung.

Mit der fortschreitenden Globalisierung ist nun die Idee entstanden, nicht nur Unternehmen, sondern auch Staaten stünden im Wettbewerb miteinander, nämlich um den besten Standort für die international agierenden Investoren und um die Verbesserung für die Bedingungen der heimischen exportierenden Unternehmen.

Wenn aber schon der Wettbewerb der Unternehmen regelungsbedürftig ist, können und sollten dann Staaten ohne supranationale Regeln Wettbewerb miteinander betreiben? Ein Unternehmen, das seine Preise für ein bestimmtes Produkt drastisch senkt, um seine Mitkonkurrenten aus dem Markt zu verdrängen, setzt sich selbst gewissen Risiken aus. Bei Staaten gibt es diesen Fall auch. Verzichtet etwa eine Regierung auf den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, um die Steuern für Unternehmen international attraktiv zu machen, mag sie kurzfristig erfolgreich sein, auf lange Sicht kann dadurch aber der Standort nachhaltig geschwächt werden.

Staaten verfügen aber über noch weitergehende Mittel als Unternehmen, wenn es darum geht, Arbeitsplätze im Inland zu fördern. Gelingt das, stehen diese Regierungen in der Regel nicht unter einem raschen Erfolgszwang wie Unternehmen, weil die internationale Mobilität der Bevölkerung aus vielerlei Gründen sehr gering ist.

Gelingt es folglich einem Land, seinen Gürtel enger zu schnallen, also weit unter seinen Verhältnissen zu leben, kann es sehr nachhaltig in die internationalen Märkte eingreifen und die Marktergebnisse zu seinen Gunsten manipulieren. Erstaunlicherweise ist das im Falle staatlicher Subventionen vollkommen unbestritten.

Betritten wird es aber schon im Falle von Steuersenkungen, dem sog. Noch weniger gesehen wird die Gefahr einer solchen Politik im Falle von Lohndumping, etwa über ein systematisches Zurückbleiben der Lohnzuwächse hinter dem Produktivitätszuwachs.

Der lachende Dritte, in: Wo ist der lachende Dritte? Infolgedessen sind viele Volkswirte — aber nicht alle — der Ansicht, dass der Staat das Einkommen umverteilen sollte, um mehr Gleichgewicht zu schaffen.

Würde er dies tun, käme er jedoch mit anderen volkswirtschaftlichen Regeln in Konflikt. Er verzerrt Anreize, verändert Verhaltensweisen und bewirkt eine weniger effiziente Ressourcenallokation. Zur Untersuchung der Einkommensverteilung befassen wir uns mit folgenden vier Fragen.

Wie gross ist das Ausmass der Ungleichheit in unserer Gesellschaft? Wie viele Menschen leben in Armut? Welche Probleme entstehen bei der Messung des Ausmasses der Ungleichheit? In welchem Ausmass flukturieren die Menschen zwischen Einkommensklassen? Hier einige Gründe für den Anstieg der Einkommensungleichheit: Zunahme des internationalen Handels mit Niedriglohnländern und der technologische Wandel haben tendenziell die Nachfrage nach unqualifizierter Arbeit verringert und die Nachfrage nach qualifizierter Arbeit erhöht.

Infolgedessen sind die Löhne der unqualifizierten Arbeitskräfte relativ zu den Löhnen der qualifizierten Arbeitskräfte gefallen, was einen Anstieg der Ungleichheit bei den Haushalten zur Folge hatte. Die Frauenbewegung und die Einkommensverteilung Die Frauenbewegung führte zu einem grösseren Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen im Hinblick auf Ausbildung und Beruf, jedoch zu einer Abnahme bei der Gleichheit des Haushaltseinkommens. Ein Grund dafür ist, dass Männer mit gutem Erwerbseinkommen Ärzte, leitende Angestellte , heute oftmals auch eine Frau mit sehr gutem Einkommen heiraten.

Dies hat zur Folge, dass reiche Haushalt noch reicher und arme noch ärmer werden. Vergleichen wir die Einkommensverteilung einiger Länder miteinander, sehen wir das Japan an erster Stelle siehe Buch S. Das Schlusslicht bildet Brasilien, wo das Einkommen des obersten Fünftels mehr als das Dreissigfache des Einkommens des untersten Fünftels ausmacht.

Armutsgrenze Einkommensgrenze, bei deren Unterschreiten Armut besteht; i. Das Nettoäquivalenzeinkommen ist ein aus dem Haushaltsnettoeinkommen ermitteltes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, das jeder Person im Haushalt zugewiesen wird.

Armut besteht dann, wenn das individuelle Nettoäquivalenzeinkommen unter der Armutsgrenze liegt. Grundsätzlich interessiert die Leute weniger ihr Einkommen als vielmehr ihre Fähigkeit, einen guten Lebensstandard zu erreichen. Die Angaben zur Einkommensverteilung und zur Armutsquote zeichnen aus verschiedenen Gründen ein unvollständiges Bild der Ungleichheit im Hinblick auf den Lebensstandard.

Dafür gibt es folgende Gründe:. Es steigt zunächst, erreicht seinen Höhepunkt zwischen dem Lebensjahr, um danach rapide abzusinken. Diese Entwicklung wird Lebenszyklus genannt. Die Einkommensänderungen im Laufe des Lebens führen zu einer ungleichen Verteilung des Jahreseinkommens, stellen aber keine wirkliche Ungleichheit im Hinblick auf des Lebensstandard dar. Für eine Beurteilung der Ungleichheit des Lebensstandards in unserer Gesellschaft ist eher die Verteilung der Lebenszeiteinkommen bedeutsam als die Verteilung der Jahreseinkommen.

Für eine Beurteilung der Ungleichheit im Hinblick auf den Lebensstandard ist die Verteilung des permanenten Einkommens bedeutsamer als die Verteilung des Jahreseinkommens.

Obwohl es Schwierigkeiten bereitet, das permanente Einkommen zu messen, stellt dieses ein wichtiges Konzept dar. Tatsächlich ist das ganz und gar nicht der Fall. Diese Mobilität spiegelt teils transitorische Einkommensänderungen teils dauerhafte Einkommensänderungen wider.

Armut ist eines der schwerwiegendsten Problemen, denen Politiker gegenüberstehen. Bei armen Haushalten ist die Zahl der gesundheitlichen Problemen, Schwangerschaften, Drogenabhängigkeit etc. Obwohl es Schwierigkeiten bereitet, die Ursachen der Armut von den Auswirkungen zu trennen, besteht kein Zweifel daran, dass Armut mit zahlreichen wirtschaftlichen und sozialen Misständen in Verbindung steht. Utilitarismus Politische Philosophie, wonach der Staat Massnahmen ergreifen sollte, die den gesamten Nutzen aller Gesellschaftsmitglieder maximieren.

Das Argument der Utilitaristen für Einkommensumverteilung basiert auf der Annahme des abnehmenden Grenznutzens. Es scheint realistisch, dass zusätzliches Einkommen für eine arme Person einen grösseren zusätzlichen Nutzen stiftet als für eine reiche Person.

Anders ausgedrückt, mit steigendem Einkommen einer Person nimmt der Nutzen von zusätzlichem Einkommen ab. Since we are all similarly situated and no one is able to design principles to favour his particular conditions, the principles of justice are the result of fair agreement or bargain. Maximum-Kriterium Die Forderung, dass der Staat darauf abzielen sollte, die Wohlfahrt des am schlechtesten gestellten Gesellschaftsmitglied zu maximieren.

Libertarismus Politische Philosophie, wonach der Staat Verbrecher bestrafen und für die Einhaltung freiwilliger Verträge sorgen, nicht aber Einkommen umverteilen sollte.

Nicht die Gesellschaft erzielt Einkommen, lediglich die einzelnen Mitglieder! Zur Beurteilung wirtschaftlicher Ergebnisse wird der Prozess beurteilt, durch den diese Ergebnisse entsehen. Wie können Politiker die Zahl der in Armut lebenden Menschen verringern bzw. Mikroökonomik Die Analyse, wie Haushalte und Unternehmungen treffen und wie diese auf den Märkten zusammenwirken.

Das BIP misst zwei Dinge gleichzeitig: Es beinhaltet alles, was in einer Volkswirtschaft hergestellt und legal auf den Märkten verkauft wird. Bruttosozialprodukt BSP Der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistung, die von den dauerhaft in einem Land lebenden Personen in einem bestimmten Zeitabschnitt hergestellt werden. Also wird dasjenige Einkommen im BSP eines Landes zusammengefasst, das von den dauerhaft in diesem Land lebenden Personen Inländer genannt verdient wird, unabhängig davon, wo diese es erwirtschaften.

Das BSP ist ein Inländerprodukt. Nettosozialprodukt Gesamtes Einkommen der dauerhaften Bewohner eines Landes, von dem die Verluste durch Abschreibungen abgezogen werden. Einkommen der privaten Haushalte Einkommen, welches Haushalte und Selbständige erhalten. Geltendmachung ihrer Rechte verbleibt. Ein Jahr muss als Basisjahr gewählt werden.

Ein hohes BIP trägt zu einem besseren Gesundheits- und Bildungssystem bei es bleiben jedoch einige Dinge ausgeklammert welche zu einem guten Leben beitragen z. Freizeit und Qualität der Umwelt. Der Preisindex für die Lebenshaltung wird vom Statistischen Bundesamt allmonatlich ermittelt und bekanntgegeben. Folgenden fünf Schritten hat das Bundesamt bei seinen Berechnungen zu folgen:. Berechnung des Preises des Warenkorbs. Indem die Verbrauchsstruktur konstant gehalten wird, trennen wir die Auswirkungen von Preisänderungen von den Auswirkungen irgendwelcher Mengenänderungen, die gleichzeitig stattfinden können.

Auswahl eines Basisjahres und Berechnung des Index. Zur Berechnung des Index wird der Preis des Warenkorbs in jedem Jahr durch den Preis des Warenkorbs im Basisjahr dividiert, dieses Verhältnis wird sodann mit multipliziert.

Als letzter Schritt wird mit Hilfe des Preisindex für die Lebenshaltung die Inflationsrate berechnet, die der prozentualen Veränderung des Preisindex gegenüber der Vorperiode entspricht. Inflationsrate Eine prozentuale Veränderung des Preisindex gegenüber Vorperiode.

Was ist im Warenkorb enthalten? Die grösste Ausgabeposition bilden Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. An zweiter Stelle stehen meistens die Ausgaben für Wohnungsmieten und an dritter Stelle die Verkehr- und Nachrichtenübermittlungsausgaben. Diese Ausgaben sind für alle Länder variabel. In einigen anderen wird mehr Geld ausgegeben für Verkehr- und Nachrichtenübermittlung und danach folgen Ausgaben für Möbel, Haushaltsgeräte u. Eine weitere bedeutsame Ausgabenposition stellen die Ausgaben für Bildung, Unterhaltung und Freizeit dar.

Zusätzlich zum Preisindex aller Haushalte berechnet das Bundesamt Preisindizes für die Lebenshaltung verschiedener Haushaltstypen. Alle Indizes werden für eine grosse Zahl von Gütergruppen verschiedener Aggregationsstufen ermittelt.

Das Bundesamt berechnet ferner Erzeugerpreisindizes, die die Entwicklung der Preise für bestimmte landwirtsch. Da Unternehmungen schliesslich steigende Kosten in Form von höheren Verbraucherpreisen an die Konsumenten weitergeben, werden Veränderungen der Erzeugerpreisindizes oftmals als hilfreich für die Voraussage von Veränderungen des Preisindex für die Lebenshaltung angesehen.

Probleme bei der Messung der Lebenshaltungskosten Ziel des Preisindex für die Lebenshaltung besteht darin, Veränderungen der Lebenshaltungskosten zu messen. Folgende drei schwer zu lösende Probleme sind mit dem Index verbunden.: Das erste Problem ist die Substitutionsverzerrung.

Manche Preise steigen mehr als andere. Die Konsumenten ersetzen also relativ teurer gewordene Güter durch relativ billiger gewordene. Der Preisindex für dir Lebenshaltung wird jedoch auf der Basis eines konstanten Warenkorbs berechnet. Wird ein neues Gut auf den Markt gebracht, dann können die Konsumenten ihre Auswahl aus einem erhöhten Warenangebot treffen.

Ein grösseres Angebot erhöht seinerseits den Wert der Währung, so dass die Konsumenten weniger Geld benötigen, um einen gegebenen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Das dritte Problem besteht in nicht erfassten Qualitätsänderungen. Verschlechtert sich die Qualität eines Gutes von einem Jahr zum nächsten, dann sinkt der Wert der Währung, selbst wenn der Preis des Gutes unverändert bleibt. Entsprechend erhöht sich der Wert einer Währung, wenn die Qualität von einem Jahr zum nächsten ansteigt. Das Statistische Bundesamt versucht, Qualitätsänderungen so gut wie möglich zu berücksichtigen.

Der erste Unterschied besteht darin, dass der BIP-Deflator die Preise derjenigen Waren und Dienstleistungen erfasst, die im Inland erzeugt worden sind, während der Preisindex für die Lebenshaltung die Preise derjenigen Güter enthält, die von den privaten Haushalten gekauft worden sind. Der zweite Unterschied betrifft die Frage, wie die vielen verschiedenen Preise durch Gewichtung zu einer einzigen Zahl für das allgemeine Preisniveau aggregiert werden.

Die Zusammensetzung des Warenkorbs wird aber lediglich in Zeitabständen von fünf Jahren gemacht. Bei gleichmässiger Preisveränderung spielt dies keine Rolle. Ändern sich jedoch die Preise verschiedener Waren und Dienstleistungen in unterschiedlichem Mass, wirkt sich die Art und Weise der Gewichtung der verschiedenen Preise auf die ermittelte Inflationsrate aus.

Variabeln Ein Preisindex bestimmt den Umfang einer Inflationskorrektur. Das heisst, wir müssen einen aus früheren Jahren stammenden Betrag inflationieren, um den Betrag in den heutigen Wert umzurechnen. Preisindizes werden dazu verwendet, die Wirkung der Inflation bei einem Vergleich von Geldbeträgen von unterschiedlichen Zeitpunkten auszuschalten. Eine Bindung nominaler Kontrakte an die Entwicklung eines bestimmten Preisindex, um inflationsbedingte Umverteilungseffekte auszuschalten, wird als Indexierung bezeichnet.

Unterschieden werden kann zwischen Lohn-, Zins- und Steuerindexierung. Indexierung Bindung nominaler Kontrakte an die Entwicklung eines bestimmten Preisindex, um inflationsbedingte Umverteilungseffekte auszuschalten.

Der Zinssatz, den die Bank bezahlt, wird als Nominalzinssatz, der um die Inflationsrate bereinigte Zinssatz als Realzinssatz bezeichnet. Wir können die Beziehung zwischen Nominalzinssatz, Realzinssatz und Inflationsrate durch folgende Gleichung ausdrücken. Der Realzinssatz entspricht der Differenz zwischen Nominalzinssatz und Inflationsrate. Der Nominalzinssatz gibt an, wie schnell das Guthaben auf dem Bankkonto im Zeitablauf zunimmt.

Der Realzinssatz drückt aus, wie schnell die Kaufkraft des Sparguthabens im Zeitablauf ansteigt. Dieser Unterschied spiegelt sich vorallem in Bezug auf die Lebensqualität eines Landes Autos, mehr Nahrungsmittel, bessere Versicherungen. Bruttoinlandprodukt BIP misst sowohl die gesamten Einkommen, die in einer Volkswirtschaft entstehen als auch die gesamten Ausgaben für den Erwerb der produzierten Waren und Dienstleistungen.

Einfach ausgedrückt, das Einkommen einer Volkswirtschaft entspricht den Ausgaben für ihren Output.. Realkapital, Humankapital, natürliche Ressourcen und technologisches Wissen sind Bestimmungsfaktoren der Produktivität. Realkapital Der Bestand an produzierten Produktionsmitteln, die für die Produktion von Waren und Dienstleistungen verwendet werden.

Natürliche Ressourcen Bei der Produktion von Waren und Dienstleistungen eingesetzte Inputs, die von der Natur bereitgestellt werden, z. Land, Flüsse und Bodenschätze. Es ist sinnvoll, zwischen technologischem Wissen und Humankapital zu unterscheiden. Es gibt einen wichtigen Unterschied: Das technologische Wissen betrifft das Verständnis der Gesellschaft, wie die Welt funktioniert.

Das Humankapital betrifft die Ressourcen, die dazu Aufgewendet werden, den Arbeitskräften diese Verständnis zu vermitteln.

Insbesondere ist anzumerken, dass eine Förderung des Spar- und Investitionsanreizes einen Weg für den Staat darstellt, das Wachstum zu fördern und, auf lange Sicht, den Lebensstandard der Volkswirtschaft zu erhöhen.

Zwischen Wachstum und Investitionen besteht ein positiver Zusammenhang. Die traditionelle Sichtweise des Produktionsprozesses besteht darin, dass Kapital durch abnehmende Skalenerträge gekennzeichnet ist. Bei abnehmenden Skalenerträgen nimmt der Nutzen einer zusätzlichen Einheit eines Produktionsfaktors mit zunehmender vorhandener Menge dieses Produktionsfaktors ab. Langfristig hat die höhere Sparquote ein höheres Niveau bei Produktivität und Einkommen zur Folge, nicht aber ein schnelleres Wachstum dieser Variablen.

Die abnehmenden Skalenerträge des Kapitals weisen eine andere wichtige Implikation auf: Unter sonst gleichen Bedingungen, ist es für ein Land einfacher, ein schnelles Wachstum zu erreichen, wenn es zunächst relativ arm ist. Es gibt unterschiedliche Formen von Auslandinvestitionen: Wirtschaftssubjekt finanziert und durchgeführt. Die Weltbank versucht, den Investitionsstrom zu den armen Ländern zu fördern.

Diese internationale Organisation erhält Mittel von den am höchsten entwickelten Ländern der Welt, wie z. Die Weltbank wurde nach dem 2. Weltkrieg zusammen mit dem internationale Währungsfonds gegründet. Das Ziel von Beiden ist es, den wirtschaftlichen Wohlstand der Welt zu fördern.

Ausbildung ist mindestens genauso wichtig für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Landes wie die Investitionen in Realkapital. Deshalb ist es für jedes Land wichtig, gute Schulen zu Verfügung zu stellen. Ein anderer Weg für Politiker, das Wirtschaftswachstum zu fördern, besteht darin, Eigentumsrechte zu schützen und für politische Stabilität zu sorgen Korruption, Diebstähle, Revolutionen verhindern.

Die meisten Ökonomen glauben heute, dass arme Länder besser gestellt sind, wenn sie nach aussen gerichtete politische Massnahmen verfolgen, die diese Länder in die Weltwirtschaft integrieren: Bei einem höheren Bevölkerungswachstum verringert sich das BIP pro Kopf, da bei einem schnellen Wachstum der Zahl der Arbeitskräfte die anderen Produktionsfaktoren auf eine grössere Zahl von Arbeitskräften verteilt werden müssen.

Der primäre Grund, weshalb der Lebensstandard heutzutage höher ist als vor hundert Jahren, besteht darin, dass sich das technologische Wissen weiterentwickelt hat: Die Volkswirte unterscheiden sich in ihrer Ansicht über die Rolle des Staates bei der Förderung des Wirtschaftswachstums.

Einigkeit herrscht zumindest darüber, dass der Staat die unsichtbare Hand unterstützen kann, indem er die Eigentumsrechte garantiert und für politische Stabilität sorgt. Umstritten ist dagegen, ob der Staat bestimmte Branchen subventionieren sollte, die besonders wichtig für den technologischen Fortschritt sein könnten.

Es besteht kein Zweifel, dass diese Frage zu den wichtigsten in den Wirtschaftswissenschaften gehören. Der Erfolg der Politiker einer Generation beim Lernen und Beachten der grundlegenden Zusammenhänge im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum bestimmt, wie die Welt aussieht, die die nächste Generation erbt. Eine Gruppe von Institutionen in einer Volkswirtschaft, die helfen, die Ersparnisse einer Person mit den Investitionswünschen einer anderen Person zusammenzubringen. Das Finanzsystem besteht aus denjenigen Institutionen in einer Volkswirtschaft, die dazu beitragen, die Ersparnisse einer Person mit Investitionswünschen einer anderen Person in Übereinstimmung zu bringe.

Ersparnis und Investitionen stellen die Hauptbestandteile des Ökonomischen Wachstumsprozesses dar, wie wir im vorangegangenen Kapital gelernt haben. Im weitesten Sinne definiert kanalisiert das Finanzsystem die knappen Ressourcen einer Volkswirtschaft von den Sparern hin zu den Schuldnern.

Sparer stellen ihr Geld dem Finanzsystem zur Verfügung in der Erwartung, es später verzinst zurückzubekommen. Schuldner fragen Geld im Finanzsystem nach in dem Wissen, dass sie dieses später mit Zinsen zurückzahlen müssen. Das Finanzsystem besteht aus versch. Institutionen, die zu einer Koordination von Sparern und Schuldnern beitragen. Finanzinstitutionen können in zwei Kategorien eingeteilt werden: Finanzmärkte Finanzinstitutionen, durch die Sparer Mittel direkt an Schuldner weitergeben können.

Finanzmärkte sind diejenigen Institutionen, über die eine Person, die sparen möchte, Mittel direkt an eine Person weitergeben kann, die Geld aufnehmen möchte. Dabei sind die zwei wichtigsten Finanzmärkte in unserer Volkswirtschaft der Anleihe- oder Rentenmarkt und der Aktienmarkt. Eine Unternehmung braucht Geld und gibt dafür eine Anleihe einfach ausgedrückt Schuldschein aus. Die erste Eigenschaft der Anleihe ist die Laufzeit.

Die Zinszahlung hängt oftmals von dieser Laufzeit ab. Langfristige Anleihen werfen einen höheren Zins ab als kurzfristige. Die zweite wichtige Eigenschaft ist das Kreditrisiko, also die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner nicht in der Lage sein wird, einen Teil der Zinsen oder der Tilgungssumme zu zahlen Konkurs.

Die dritte wichtige Eigenschaft einer Anleihe ist ihre steuerliche Behandlung. Die Unternehmung kann statt einer Anleihe auch Aktien ausgeben. Die Ausgabe von Aktien zur Aufnahme von finanziellen Mitteln wird Eigenkapital- finanzierung genannt, wohingegen die Ausgabe von Anleihen zur Fremdkapitalfinanzierung zählt. Kommt jedoch die Unternehmung in finanzielle Schwierigkeiten, werden zuerst die Ansprüche des Anleihensbesitzers befriedigt.

Der Besitz von Aktien bietet also ein höheres Risiko, aber auch einen möglicherweise höheren Ertrag. Historisch gesehen liegt das typische KGV bei etwa Finanzintermediäre Finanzinstitutionen, durch die Sparer indirekt Mittel für Schuldner bereitstellen können. Über Finanzintermediäre können Sparer finanzielle Mittel auf indirektem Weg an Schuldner weiterleiten lassen. Zwei der wichtigsten Finanzintermediäre — Banken und Kapitalanlage- bzw.

Banken sind die geläufigsten Finanzintermediäre. Sie nehmen Einlagen an von denjenigen die sparen möchten und vergeben Kredite an solche, die Geld aufnehmen möchten. Die zweite wichtige Aufgabe der Bank ist das Erleichtern von Erwerb von Gütern und Dienstleistungen, indem sie den Kunden ermöglicht, Checks auf ihre Guthaben auszustellen. Anders ausgedrückt schaffen Banken damit spezielle Aktiva, die von den Kunden als Tauschmittel genutzt werden können.

Der Aktionär der Investmentgesellschaft akzeptiert damit alle Risiken und Erträge die mit besagtem Portfolio verbunden sind. Der wichtigste Vorteil von Investmentfonds liegt darin, dass sie es auch Menschen mit nur geringen Summen an Geld ermöglichen zu diversifizieren.

In der Tat weisen sogenannte Indexfonds, d. Investmentfonds, die alle Aktien eines bestimmten Aktienindex kaufen, durchschnittlich eine etwas bessere Entwicklung Performance genannt auf als Investmentfonds, die aktiv durch professionelle Anlagemanager geführt werden. Die Erklärung für die überlegene Performance der Indexfonds liegt darin, dass die Kosten niedrig gehalten werden, da sehr selten Posten gekauft oder verkauft werden und da keine Gehälter für professionelle Anlagemanager gezahlt werden müssen.

Genau wie ein Buchhalter Einzelpersonen hilft, das Einkommen und die Ausgaben aufzurechnen, so verrichtet ein Buchhalter auf nat. Ebene dieselbe Aufgabe für die Gesamtwirtschaft. Die nationale Einkommensstatistik umfasst insbesondere das Bruttoinlandprodukt BIP und die vielen damit verbundenen Aufstellungen.

Wir nehmen für die Analysen an, dass die zu untersuchende Volkswirtschaft geschlossen sei. Eine geschlossene Volkswirtschaft ist eine Volkswirtschaft, die nicht mit anderen Volkswirtschaften in Interaktion steht.

Insbesondere beteiligt sie sich nicht am internat. Warren- und Dienstleistungsaustausch, ebensowenig wie am internat. Da eine geschlossene Volkswirtschaft sich nicht am internat. Handel beteiligt, betragen die Importe und Exporte genau null.

In diesem Fall können wir schreiben:. Um zu sehen, was uns die Identität über die Finanzmärkte sagen kann, subtrahieren wir C und G von beiden Seiten der Gleichung. Diese Grösse wird nationale bzw. Gesamtwirtschaftliche Ersparnis, oder einfach Ersparnis, genannt und wird mit S bezeichnet.

Diese Gleichung sagt uns, dass die Ersparnis den Investitionen entspricht. Das Ganze kann nochmals vereinfacht werden wenn T für den Betrag steht, den der Staat von den Haushalten über Steuern einsammelt, abzüglich desjenigen Betrags, den der Staat an die Haushalte in Form von Transferleistungen zurückzahlt.

Die Ersparnis können dann in einer der beiden folgenden Formen ausdrücken:. Insbesondere die zweite Gleichung teilt die Ersparnis in zwei Teile auf: Budgetüberschuss Die Steuereinnahmen übersteigen die Staatsausgaben.

T ist grösser als G. Für die Volkswirtschaft als Ganze muss die Ersparnis den Investitionen entsprechen. Das Finanzsystem ist verantwortlich dafür, wieviel jemand sparen oder investieren möchte: Sie erhalten die Ersparnis des entsprechenden Landes und lenken diese in Investitionen um.

Investitionen beziehen sich auf den Kauf von neuem Kapital. Ersparnis bedeutet, dass das Einkommen die Konsumausgaben übersteigt. Der Kreditmarkt wird, ebenso wie andere Märkte der Volkswirtschaft, durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Das Angebot an Mitteln stammt von denjenigen Menschen, die einen derzeit überzähligen Teil ihres Einkommens sparen und verleihen wollen. Der Zinssatz ist der Preis für einen Kredit.

Er gibt an, was Schuldner für den Kredit zahlen müssen und was Gläubiger für ihre Ersparnis erhalten. Wäre der Zinssatz niedriger als sein Gleichgewichtswert, wäre die Menge der angebotenen Kreditmittel geringer als die nachgefragte Menge. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage pendelt sich ein aufgrund der Konkurrenz auf dem Markt.

R ealer Zinssatz Nominalzins korrigiert um die Inflation genauere Angabe, daher im weiteren benutzt. In vielen Volkswirtschaften wird zu wenig gespart. Als Antwort auf dieses Problem fordern Ökonomen, dass höhere Ersparnisse gefördert werden sollen. So gibt es Modelle, die Einkommensbesteuerung oder zumindest Teile davon durch eine stärkere Konsumbesteuerung ersetzen möchten.

Bei Vorliegen einer Konsumsteuerung wird das Einkommen, das gespart wird, erst dann besteuert, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt ausgegeben wird. Die bekannteste Konsumsteuer ist die Mehrwertsteuer. Steueranreize, die die Ersparnis betreffen, erhöhen das Kreditangebot, dadurch vermindert sich der gleichgewichtige Zinssatz und das gleichgewichtige Kreditvolumen erhöht sich.

Politik 2, Steuern und Investitionen Eine Unternehmung, die eine neue Fabrikanlage errichtet, erhält Steuerminderungen. Diese nennt man Investitionssteuerbefreiung bzw.

Dieses Gesetz beeinflusst die Nachfrage nach Kreditmitteln, da mehr Investitionen getätigt werden. Die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts, da bei jeder Zinshöhe die Nachfrage nach Krediten steigt. Das Angebot verändert sich jedoch nicht, da der Betrag, den die Haushalte bei jedem gegebenen Zinssatz sparen wollen, nicht beeinflusst wird. Die erhöhte Nachfrage nach Krediten erhöht aber den Zinssatz und die Haushalte reagieren mit einem Anstieg der Ersparnis darauf.

Staatliche Budgetdefizite Eines der drängendsten Themen auf der politischen Agenda des zu Ende gehenden Jahrzehnts sind staatliche Budgetdefizite, insbesondere auch im Zusammenhang mit den Konvergenzkriterien der Europäischen Währungsunion. Gibt eine Regierung mehr aus als sie an Steuereinnahmen in die Kasse bekommt, so wird die Differenz Budgetdefizite genannt.

Die Anhäufung von Budgetdefiziten aus früheren Perioden wird Staatsverschuldung genannt. Ein Grossteil der öffentlichen Debatte konzentriert sich daher auf die Auswirkungen von Defiziten sowohl was die Allokation knapper Ressourcen einer Volkswirtschaft angeht als auch was das langfristige Wachstum anbetrifft. Eine Änderung des staatlichen Budgetdefizits stellt damit eine Veränderung der öffentlichen Ersparnis und damit des Angebots an Kreditmitteln dar.

Die Nachfragekurve nach Kreditmitteln bleibt unverändert. Erzielt die Regierung ein Budgetdefizit, so fällt die öffentliche Ersparnis negativ aus, und damit wird die nationale Ersparnis vermindert. Anders ausgedrückt bedeutet dies, wenn die Regierung Mittel aufnimmt, um das Budgetdefizit zu finanzieren, so reduziert sie damit das Angebot an Kreditmitteln, die den Haushalten und Unternehmungen zur Finanzierung ihrer Investitionsvorhaben zur Verfügung stehen.

Also verschiebt ein Budgetdefizit die Angebotskurve für Kreditmittel nach links. Als weiteren Punkt vergleichen wir das alte und neue Gleichgewicht. Dieser höhere Zinssatz wirkt nun auf das Verhalten der Haushalte und Unternehmungen, die am Kreditmarkt auftreten. Viele Nachfrager nach Kreditmitteln werden entmutigt durch den höheren Zinssatz.

Weniger Familien kaufen neue Häuser, und weniger Unternehmungen entscheiden sich für den Bau neuer Fabrikanlagen. Der Rückgang der Investitionen aufgrund staatlicher Kreditaufnahmen wird crowding out genannt und lässt sich in unserer Abbildung an der Bewegung entlang der Nachfragekurve von einer ursprünglichen gleichgewichtigen Kreditsumme in Höhe von 1. Wenn also der Staat Mittel benötigt, um sein Budgetdefizit zu finanzieren, so werden damit private Schuldner verdrängt, die versuchen, Investitionen zu finanzieren.

Reduziert der Staat die nationale Ersparnis durch die Anhäufung eines Budgetdefizits, so steigt der Zinssatz und die Investitionen gehen zurück. Eine alternative Sichtweise staatlicher Budgetdefizite Eine kleine Gruppe von Ökonomen stellen die Schlussfolgerung in Frage, dass Budgetdefizite die nationale Ersparnis verringern und private Investitionen verdrängen.

Dabei geht es um folgendes: Der Staat reduziert die Steuern ohne dabei die Staatsausgaben zurückzufahren. Als Ergebnis des Budgetdefizits fällt die öffentliche Ersparnis. Aber wenn die Haushalte all das sparen, was die Steuerreduzierung mehr in ihren Taschen lässt, statt einen Teil davon zu verausgaben, so wird die private Ersparnis genau um den Betrag steigen, um den die öffentliche Ersparnis fällt. Die nationale Ersparnis, die ja die Summe aus öffentlicher und privater Ersparnis ist, wird unverändert bleiben.

Damit werden sich weder das Angebot an Kreditmitteln, noch der Zinssatz im Gleichgewicht ändern. Die Situation mit Budgetdefizit entspricht genau derjenigen ohne Budgetdefizit. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies eher weniger der Fall ist. Die Leute geben mehr für den Konsum aus statt zu sparen. Grund dafür ist, dass die Haushalte zu kurzsichtig agieren und in ihren Entscheidungen nicht vorausschauen, um Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftspolitik einzukalkulieren.

Eine andere mögliche Erklärung liegt darin, dass sie nicht erwarten, dass diese Steuererhöhung sie selbst treffen, sondern spätere Generationen von Steuerzahlern. Immer wenn Politiker sich mit dem staatlichen Budgetdefizit und dessen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft beschäftigen, sind Sparen, Investieren und Zinssätze die hauptsächlichen Punkte, um die sich ihre Gedanken drehen.

Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahme sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt. Dieser Artikel besagt grundsätzlich, dass die Nettoneuverschuldung des Staates die Höhe der geplanten staatlichen Investitionsausgaben nicht überschreiten darf.

Ausnahmeregelungen wurden im Zuge der deutschen Vereinigung sowie der anhaltenden Arbeitslosigkeit nötig. Arbeitswillige Menschen, die keinen Arbeitsplatz finden, tragen nichts zur Produktion von Waren und Dienstleistungen bei. Ein Land, das sein Arbeitskräftepotential möglichst voll beschäftigt hält, erreicht ein höheres Bruttoinlandprodukt als ein Land, in dem grosse Teile der Arbeiterschaft untätig bleiben.

Mit der natürlichen Arbeitslosenquote einer Volkswirtschaft ist das normale Niveau an langfristiger Arbeitslosigkeit in einer Volkswirtschaft angesprochen. Schwankungen von Jahr zu Jahr werden als zyklische Arbeitslosigkeit bezeichnet. Statistiken der beruflichen Förderung??

Statistiken der Leistungen zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie bei Arbeitslosigkeit?? Arbeitsmarktstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit??

Statistiken der Streiks und Aussperrungen?? Die Differenz zwischen Erwerbspersonen Erwerbstätige, registrierte und nicht registrierte Arbeitslose und Erwerbstätigen alle Personen, die eine bezahlte Tätigkeit ausüben ergibt die Arbeitslosenzahl.

Veränderungen der Arbeitslosenzahl resultieren somit aus den demographischen Veränderungen der Erwerbspersonenzahl und den arbeitsmarktbestimmten Veränderungen der Erwerbstätigenzahl.

Arbeitskräftepotential Gesamtzahl der Arbeitskräfte eines Landes zu einem bestimmten Zeitpunkt , und zwar der beschäftigten wie der arbeitslosen Menschen. Arbeitslosenquote Arbeitslose in Prozent des Arbeitskräftepotentials Erwerbsquote Arbeitskräftepotential in Prozent der Bevölkerung Wohnbevölkerung eines Landes zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Die Abweichungen der Arbeitslosenquote von der natürlichen Arbeitslosenquote. Ein beschreibender Trend erklärt nichts Wir brauchen eine wirtschaftstheoretische Hypothese als Vorgabe, die anhand empirischer Befunde auf ihre — vorläufige — Haltbarkeit oder empirische Gültigkeit hin überprüft werden kann. Bestimmung der natürlichen Arbeitslosenquote Es gibt verschiedene Denkansätze zur Ermittlung der natürlichen Arbeitslosigkeit: Empirisch gültiges makroökonomisches Modell??

Weiter gibt es noch Arbeitskräfte, die sich nicht registrieren lassen können oder nicht mehr als Arbeitssuchende melden wollen. Freiberufler arbeitslose Rechtsanwälte oder Architekten , die keine abhängige Beschäftigung suchen, werden bei den Arbeitsämtern nicht als arbeitslos und arbeitssuchend registriert. Lange und erfolglose Suchende — entmutigen Arbeitskräfte — geben oft auf. Ökonomische Arbeitslosigkeit — die theoretische Leitvorstellung für die statistische Messung von Arbeitslosigkeit — ist die Diskrepanz zwischen Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage zum herrschenden Lohnsatz.

Dabei ist zugleich klargestellt, dass es sich bei Arbeitslosigkeit im ökonomischen Sinne stets um unfreiwillige Arbeitslosigkeit handelt. Wie lange dauert die Arbeitslosigkeit im einzelnen?

Als ein ernstes Problem begreift man die Arbeitslosigkeit, wenn die einzelnen Menschen jeweils lange davon betroffen bleiben. Wer einige Monate oder gar Jahre arbeitslos ist, erleidet wirtschaftliche und psychische Schäden. Nehmen wir an, jede Woche trifft man beim Arbeitsamt fünf Arbeitslose an.

Zwei davon wechseln wöchentlich, die restlichen drei bleiben das ganze Jahr über im Bestand. Die meisten der Arbeitslosen finden rasch wieder eine Stelle. Doch der grösste Teil des gesellschaftlichen Phänomens der Arbeitslosigkeit ist den vergleichsweise wenigen Leuten zuzurechnen, die zu den sogenannten Langzeitarbeitslosen gehören.

Warum gibt es überhaupt Arbeitslosigkeit? Zumindest zwei Kriterien des vollkommenen Arbeitsmarktes lassen sich nicht verwirklichen: Homogenität des Gutes und Irrelevanz räumlicher Unterschiede.

Die berufliche Arbeit ist nach Qualifikation und Leistung höchst unterschiedlich. Weder die Nachfrager noch die Anbieter sind regional mobil. Sogar bei einer insgesamt guten Wirtschaftslage wird es stets eine gewisse Anzahl von Arbeitslosen geben. Die Arbeitslosenquote kann nie auf null fallen; sie schwankt zyklisch um das landes- und zeitspezifische Niveau der natürlichen oder gleichgewichtigen Arbeitslosenquote auf und ab.

Zum Verständnis dieser natürlichen Arbeitslosenquote, die irgendwo von null liegt, betrachten wir vier Gründe näher: Vorschriften für Mindestlöhne Mindestlöhne eignen sich nicht zur generellen Erklärung hoher Arbeitslosigkeit; sie spielen aber bei einigen Gruppen mit besonders hohen Arbeitslosenquoten eine wichtige Rolle. Wenn der Lohnsatz wegen gesetzlicher oder tarifvertraglicher Vorschriften über dem Gleichgewichtsniveau des Lohnsatzes verharren muss, wird durch diesen Lohnsatz — verglichen mit dem Gleichgewicht — die Angebotsmenge an Arbeit erhöht und die Nachfragemenge vermindert.

Es bleibt ein Angebotsüberschuss an Arbeit. Da mehr Arbeitskräfte arbeiten wollen als Arbeitsplätze angeboten werden, bleiben einige Arbeitskräfte zwangsläufig arbeitslos. Leute ohne Berufsausbildung und ohne berufliche Erfahrung, manchmal auch jugendliche Schulabbrecher werden von den Mindestlohn-Effekten betroffen. Nur für diesen Personenkreis liefern Mindestlohnvorschriften die wissenschaftliche Erklärung von Arbeitslosigkeit.

Eine Arbeitnehmervereinigung, die mit den Arbeitgebern über Entlohnung und Arbeitsbedingungen verhandelt. Seit etwas sieht man denn auch in der Wirtschaftstheorie die Verantwortlichkeit für das Beschäftigungsniveau bei den Tarifvertragsparteien und nicht etwas beim Staat.

Dennoch ist es lehrreich, bei dem Gedankeneiner bestimmten Gewerkschaftsmacht zu beginnen, die sich vielleicht in den Tarifverhandlungen in zu hohen Abschlüssen durchsetzt. Zugleich muss man makroökonomisch eine gewisse Lohndrift zur Kenntnis nehmen, die aus der freiwilligen übertariflichen Lohn- und Gehaltszahlung durch die Arbeitgeber entsteht.

Zahlreiche Beschäftigte verhandeln mit ihren Arbeitgebern individuell über Entlohnung und Arbeitsbedingungen. Gewerkschaftsmitglieder tun dies jedoch kollektiv als Gruppe. Gewerkschaften verlangen von den Arbeitgeberverbänden höhere Löhne oder Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Einigen sie sich nicht, kann die Gewerkschaft als Kampfmassnahme einen Streik androhen. Dies ist für die Unternehmung sehr teuer und führt dazu, dass sie meist einwilligen in die Forderungen.

Sind Gewerkschaften gut oder schlecht für die Volkswirtschaft? Gegner der Gewerkschaften bezeichnen sie als Kartelle, die durch ihre geforderten Mindestlöhne ineffizient sind und einige Arbeitskräfte zulasten anderer begünstigen. Befürworter sehen die Gewerkschaften als notwendige Gegenkraft zur Marktmacht der Unternehmung bei der Beschäftigung von Arbeitskräften. Ausserdem seien sie wichtig für die Unternehmungen, um effizient auf Belange der Arbeitnehmer reagieren zu können.

Die Theorie der Effizienzlöhne Eine weitere Begründung dafür, dass es in einer Volkswirtschaft stets ein gewisses Ausmass an Arbeitslosigkeit geben wird, liefert die Theorie der Effizienzlöhne. Effizienzlöhne Löhne über dem Gleichgewichtsniveau, die Unternehmungen Freiwillig zur Steigerung der Arbeitsproduktivität bezahlen. Nach dieser Theorie arbeitet eine Unternehmung effizienter, wenn sie höhere Löhne als die Gleichgewichtslöhne bezahlt.

Sogar bei einem Überangebot an Arbeitskräften wird sich dieses höhere Entlohnungsniveau auszahlen. Im Gegensatz zu Mindestlöhnen und Gewerkschaftsmacht erfolgt bei Effizienzlöhnen die höhere Entlöhnung aus eigenem Kalkül heraus. Je mehr eine Unternehmung an ihre Beschäftigte an Lohn oder Gehalt bezahlt, um so weniger werden sich ihre Arbeitskräfte zur Kündigung entschliessen. Höhere Löhne und Gehälter steigern die Motivation der Beschäftigten am Arbeitsplatz und entfalten dadurch Anreize für die Menschen, ihr Bestes zu geben.

Durch ein hohes Lohnniveau übt eine Unternehmung eine Anziehungskraft aus auf besser qualifizierte Bewerber. Asymmetrische Informationen Informationen sind ungleichmässig verteilt.

Wenn es um die Qualifikation der Arbeitskraft geht, so ist die Arbeitskraft über ihre Fähigkeiten besser unterrichtet als der potentielle Arbeitgeber. Suchverhalten Der vierte Grund für die anhaltende Arbeitslosigkeit besteht neben Mindestlöhnen, Gewerkschaftsmacht und Effizienzlöhnen im Suchverhalten. Suchverhalten ist der Prozess, in dem Arbeitskräfte die zu ihren Fähigkeiten und Neigungen passenden Arbeitsplätze finden.

Der Suchprozess entfiele, wenn alle Arbeitsplätze und alle Arbeitskräfte identisch wären. Die Arbeitsplatzsuche hat nichts damit zu tun, dass der Lohnsatz das Gleichgewicht für Angebots- und Nachfragemenge verfehlen würde. Soweit das Suchverhalten Arbeitslosigkeit erklärt, geht es darum, dass die Arbeitskräfte nach dne für sie am besten passenden Arbeitsplätzen suchen. Die Unvermeidlichkeit der Sucharbeitslosigkeit Die Veränderung der Nachfrage nach Industriezweigen und Regionen bezeichnet man als sektorale Nachfrageverschiebung.

Diese verursacht temporäre Arbeitslosigkeit, weil es einige Zeit dauert, bis die Arbeitskräfte nach Suchprozessen ihre Arbeitsplätze in den neuen Sektoren finden. Sucharbeitslosigkeit ist einfach deshalb gänzlich unvermeidlich, weil eine Volkswirtschaft ständig sektoralen Strukturwandel erlebt.

Wirtschaftspolitik und Suchverhalten Auch wenn Sucharbeitslosigkeit unvermeidlich ist, vermag die Wirtschaftspolitik ihren Umfang und ihre Verbreitung zu beeinflussen.

In dem Masse, wie die Politik die Suchzeit verkürzen kann, trägt sie zur Reduktion der Sucharbeitslosigkeit bei. Dabei kommt es meistens auf die Leistungsfähigkeit der staatlichen Arbeitsvermittlung an. Doch tatsächlich findet ja der Grossteil der Arbeitsplatzsuche abseits von Arbeitsämtern und staatlichen Stellen statt: Arbeitslosenversicherung Arbeitslosenversicherung Teil der Sozialversicherung, der die Einkommen bei Arbeitslosigkeit teilweise durch Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe sichert.

Beitragspflichtig sind in der Regel alle Personen, die als Arbeiter oder Angestellte gegen Entgelt oder zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind Arbeitnehmer sowie alle Arbeitgeber, die mindestens einen beitragspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

Obwohl die Arbeitslosenversicherung die Suchanstrengungen teilweise vermindert, dient sie doch primär dazu, die Einkommensunsicherheit zu verringern, die Arbeitslose und ihre Familie erfahren.

Und wenn Versicherte unattraktive Stellenangebote ablehnen, so suchen sie nach besser passenden Stellen. Man kann auch sagen, die Arbeitslosenversicherung verbessert in einer Volkswirtschaft die Voraussetzungen dafür, dass jede Arbeitskraft auf den am beten passenden Arbeitsplatz gelangt. Eine Wirtschaft, die auf Tauschhandel beruht, wird Schwierigkeiten haben, eine effiziente Allokation ihrer knappen Ressourcen zu bewerkstelligen.

In einer solchen Wirtschaft spricht man davon, dass Handel die doppelte Zufälligkeit der Wünsche erfüllen muss — d. Das Vorhandensein von Geld vereinfacht den Handel. Einem Restaurantbesitzer zum Beispiel kann es gleichgültig sein, ob sie für ihn ein Gut produzieren oder eine von ihm gewünschte Dienstleistung anbieten.

Er akzeptiert ihr Geld und benützt dieses weiter um seine Angestellte zu bezahlen. Die Angestellten brauchen diese Geld um Mieten zu bezahlen, ihre Kinder in die Tagesschule zu schicken etc.

Dieser Geldfluss von einer Person zur nächsten in einer Volkswirtschaft erleichtert Produktion und Handel und ermöglicht es so jeder Wirtschaftseinheit, sich auf das zu spezialisieren, was sie am besten beherrscht, und erhöht damit den Lebensstandard eines jeden. Die Bedeutung des Geldes Geld: Ein Bündel von Aktiva, die die Menschen in einer Volkswirtschaft regelmässig dazu verwenden, Waren und Dienstleistungen von anderen Menschen zu erwerben.

Wenn wir lesen, dass jemand sehr reich ist und sich fast alles kaufen kann, dann steht Geld für Reichtum. Ökonomen hingegen verwenden das Wort in einem spezielleren Sinn: Geld ist ein Bündel von Aktiva.

Besitzt jemand eine Firma, wird dies nicht als Form des Geldes gezählt, denn damit kann man sich keine Waren und Dienstleistungen kaufen. Die Geldfunktion Geld hat drei Funktionen in einer Volkswirtschaft: Tauschmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. Tausch- oder Etwas, das Käufer an Verkäufer geben, wenn sie Waren und Zahlungsmittel Dienstleistungen erwerben wollen.

Die Leichtigkeit, mit der ein Aktivum in das Tauschmittel der entsprechenden Volkswirtschaft umgewandelt werden kann. Bei der Entscheidung, in welcher Form die Wirtschaftssubjekte ihr Vermögen halten möchten, müssen sie Liquiditätsüberlegungen gegen die Nützlichkeit eines Aktivums als Wertaufbewahrungsmittel abwägen.

Geld ist die liquideste Form aller Aktiva, aber als Wertaufbewahrungsmittel ist es weniger günstig. Denn wenn die Preise steigen, sinkt der Wert des Geldes. Anders ausgedrückt bedeutet dies, wenn Waren und Dienstleistungen teurer werden, so können Sie sich mit dem Geld in Ihrem Portemonnaie weniger kaufen.

Dieser Zusammenhang zwischen dem Preisniveau und dem Geldwert wird sich als wichtig für das Verständnis dafür erweisen, wie Geld die Volkswirtschaft beeinflusst. Der Ausdruck intrinsischer Wert bedeutet, dass der entsprechende Gegenstand auch von Wert wäre, wenn er nicht als Geld verwendet würde. Verwendet eine Volkswirtschaft Gold als Geld oder Papiergeld, das auf Verlangen in Gold umtauschbar ist , so spricht man von einem Goldstandard.

Ein weiteres Beispiel für Warengeld sind Zigaretten. Im zweiten Weltkrieg tauschten Gefangene untereinander Waren und Dienstleistungen gegen Zigaretten als Wertaufbewahrungsmittel, Recheneinheit oder Tauschmittel. Geld ohne intrinsischen Wert wird Befehlsgeld, Papiergeld ohne Deckung oder Rechengeld fiduziarisch oder ungedecktes Geld genannt.

Geld in der Volkswirtschaft Wenn den Geldbestand eines Landes oder in Europa zählen würde, müsste man als wichigstes Aktivum das Bargeld — die Scheine und Münzen in den Händen der Öffentlichkeit berücksichtigen.

Dies ist das am weitesten akzeptierte Tausch- und Zahlungsmittel. Bargeld ist jedoch nicht das einzige Aktivum mit dem man Güter erwerben kann. Das Geld auf ihrem Girokonto ist ein fast ebenso geläufiges Zahlungsmittel wie das Bargeld in ihrem Portemonnaie. Um den Geldbestand zu messen, möchten Sie daher vielleicht auch die Giroeinlagen Buchgeld — also Einlagen auf Bankkonten, die die Kunden sofort abrufen könne — einbeziehen. Da es auch möglich ist, Mittel von den Spareinlagen in die Giroeinlagen umzuschichten, sollten auch diese Einlagen plausiblerweise zum Geldbestand gerechnet werden.

Giroeinlagen Einlagen auf Bankkonten, die sofort liquidierbar sind z. Die wichtigste Erkenntnis für uns ist, dass nicht nur Bargeld sondern auch Bankeinlagen, die schnell liquidierbar und zum Erwerb von Waren und Dienstleistungen verwendbar sind, zur Geldmenge zu zählen sind.

Kreditkarten und Geld Kreditkarten sind in keinem Geldmass enthalten. Der Grund liegt darin, dass Kreditkarten nicht wirklich eine Zahlungsweise darstellen, sondern vielmehr eine Aufschiebung der Zahlung beinhaltet.

Die international bedeutensten Stellen sind unter anderem das Federal Reserve System kurz: Zentralbank Eine Institution, die errichtet wird, um das Bankensystem zu überwachen und die Geldmenge in einer Volkswirtschaft zu regulieren. Zudem soll die allg. Wirtschaftspolitik der Europäischen Union unterstützt werden, soweit diese im Einklang mit dem Ziel der Preisstabilität steht.

Die Grundsätze einer offenen Marktwirtschaft dienen dabei als Leitbild. Die EZB ist in ihrer Konzeption unabhängig von politischen Weisungen, um eine Einflussnahme von Interessengruppen jeglicher Art soweit als möglich zu vermeiden.

Ihre Unabhängigkeit wird auf dreifache Weise gesichert: Die EZB ist institutionell, personell und operativ unabhängig. Institutionell bedeutet, dass nur unabhängige nationale Zentralbanken beteiligt sein dürfen, personell meint, dass es keine längeren Amtszeiten als Jahr gibt.

Das wichtigste geldpolitische Instrument ist die Offenmarktpolitik. Einlagen, die Banken erhalten, aber nicht weiterverleihen, werden Reserven genannt.

Jede Bankeinlage reduziert die Bargeldmenge und erhöht die Einlagesumme um genau denselben Betrag, wobei das Geldangebot unverändert bleibt. Halten also die Banken die gesamten Einlagen als Reserven, so haben sie keinen Einfluss auf das Geldangebot. Dieses Sysem nennt man das System partieller Reservehaltung. Die Bank hat nun Aktiven und Passiven. Aktiva sind aus Seite der Bank die Kredite, die sie vergeben hat. Als Passiven wird die Reserveeinlage bezeichnet, da dies eine Schuld gegenüber den Kunden darstellt.

Partielles Reservesystem Bankensystem,in dem die Banken nur einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserven halten. Wenn die Bank Kredite vergibt, so steigt das Geldangebot. Halten die Banken also nur einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserven, so können sie Geld schafften bzw. In diesem Sinne kann man sagen, dass eine höhere Summe des Tauschmittels vorhanden ist; die Volkswirtschaft ist aber nicht reicher als zuvor. Der Geldschöpfungsmultiplikator Der Schuldner der ersten Bank kann sein Geld weiterverwenden um etwas von jemandem zu kaufen oder es wieder bei einer Bank anzulegen.

Dieser Prozess setzt sich immer weiter fort. Jedesmal, wenn Geld bei einer Bank eingelegt wird und daraufhin Kredite vergeben werden, wird Geld geschöpft. Man nennt dies den multiplen Geldschöpfungsprozess. Hier ein Beispiel, wie in unserer Modellvolkswirtschaft Geld geschaffen werden kann:.

Obwohl dieser Prozess sich bis ins Unendliche fortsetzen lässt, stellt sich heraus, dass kein unendlich hoher Geldbetrag geschaffen werden kann. Reserven schafft, wird Geldschöpfungsmultiplikator genannt. In unserem Beispiel beträgt dieser Je höher der Reservesatz, desto geringer die verliehene Kreditsumme, desto geringer der Geldschöpfungsmultiplikator. Besonders wichtig sind dabei die Durchführung der Offenmarktgeschäften, das Angebot an ständiger Fazilitäten sowie die Einrichtung eines Mindestreservesystems.

Fünf Arten von Offenmarktgeschäften sind vorgesehen. Wichtigste Instrumente werden die befristeten Transaktionen sein, die hauptsächlich in Form von Pensionsgeschäften realisiert werden Pensionsgeschäfte beinhalten den An- bzw. Verkauf von Wertpapieren bei gleichzeitiger Vereinbarung des entsprechenden Gegengeschäfts zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt ; weitere Möglichkeiten bieten sich über definitive An- bzw. Verkäufe von Offenmarktpapieren, die Emission von Schuldverschreibungen, Devisenswapgeschäften und die Hereinnahme von Termineinlagen.

Offenmarktoperationen sind sehr einfach in grösserem oder kleinerem Ausmass börsentäglich durchzuführen. Jeder neue Euro, der als Bargeld gehalten wird, erhöht die Geldmenge genau um einen Euro.

Um das Geldangebot zu reduzieren, wird die EZB genau gegenteilig handeln: Sie wird Offenmarktpapiere anbieten. Damit wird dem Markt Geld entzogen; die Argumentation verläuft umgekehrt. Die Spitzenrefinanzierungsfazilität erlaubt den Banken die Aufnahme von Übernachtliquidität zu einem vorgegebenen Zinssatz gegen refinanzierungsfähige Sicherheiten. Der von der EZB geforderte Zinssatz stellt i. Die Einlagenfazilität dient zur Anlage von Übernachtliquidität zu einem vorgegebenem Zinssatz.

Der von der EZB gezahlte Zinssatz stellt i. Ständige Fazilität Sehr kurzfristige Bereitstellung bzw. Aufnahme von Liquidität von einem Tag zum anderen. Ob die Mindestreservenpflicht eingeführt wird oder nicht, ist noch nicht klar. Unterliegen die europäischen Kreditinstitute der Mindestreservenpflicht, so bedeutet dies, dass sie einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einlagen — möglicherweise gestaffelt nach verschiedenen Einlagearten bzw. Eine Erhöhung der Reserven verringert die umlaufende Geldmenge, da damit der Kreditvergabespielraum der Banken eingeschränkt wird und der Geldschöpfungsmultiplikator sink.

Mindestreserven- Festsetzung und Variation der Prozentsätze minimaler Pflichteinlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Probleme bei der Kontrolle des Geldangebots Das Geldangebot kann mit obigen Instrumenten nicht vollständig kontrolliert werden. Die Zentralbank hat mit zwei Problemen zu kämpfen, die sich aufgrund des zweistufigen Finanzsystems Zentralbank und Geschäftsbanken und der partiellen Reservehaltung ergeben.

Das erste Problem liegt darin, dass die Zentralbank nicht diejenigen Mengen an Geld kontrollieren kann, die private Haushalte als Einlagen im Bankensystem halten. Denn je höher die Einlagen ausfallen, desto mehr Geld können die Geschäftsbanken schöpfen und umgekehrt. Das zweite Problem bei der Kontrolle der Geldmenge besteht darin, dass die Zentralbank keine Kontrolle darüber hat, wieviel die Banken an Krediten ausleihen.

Wird Geld bei der Bank eingelegt, so kann der multiple Geldschöpfungsprozess nur stattfinden, wenn die Bank Geld weiterverleiht. Banken können jedoch auch Reserven über die von der Zentralbank geforderte Mindesreserven hinaus halten.

Diese zusätzliche Reservehaltung wird Überschussreserve genannt. Die Geldmenge hängt also in einem partiellen Reservesystem zum Teil vom Verhalten der Einleger und der Geschäftsbanken ab. Dies liegt daran, dass sie nur einiges der Einlagen als Reserven halten und den Rest als Kredite vergeben haben. In unserer Volkswirtschaft steigen die meisten Preise tendenziell im Zeitablauf. Dieser Anstieg des allgemeinen Preisniveaus wird als Inflation bezeichnet.

Das Auftreten aussergewöhnlich hoher Inflationsraten wird als Hyperinflation bezeichnet. Preisniveau und Geldwert Eine erste Erkenntnis hinsichtlich der Inflation besteht darin, dass sie mehr mit dem Wert des Geldes zu tun hat als mit dem Wert der Güter. Das Preisniveau de Volkswirtschaft kann aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden. Bisher haben wir das Preisniveau als Preis eines Warenkorbes angesehen. Wenn das Preisniveau steigt, müssen die Leute mehr für die Waren und Dienstleistungen bezahlen, die sie kaufen.

Alternativ können wir das Preisniveau als Mass für Geldwert betrachten. Mathematisch ausgedrückt bedeutet dies:

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