Inflationsschutz durch Aktien


In Reichsmark kannten deutsche Aktien praktisch nur eine Richtung:

Sind offene Immobilienfonds noch vertrauenswürdig?


Vom deutschen Aktienmarkt blieb immerhin noch ein klein wenig übrig, nachdem die Hyperinflation überstanden war. Das war jedoch mehr die Ausnahme als die Regel. Aktuell kann man live beobachten, was Hyperinflation mit Aktien anstellt. Venezuela befindet sich am Rande des Kollapses, doch dem Aktienmarkt geht es überraschend gut. Grafik 1 zeigt den Leitzindex und den Verbraucherpreisindex.

Aktien steigen schneller als die Inflation. Der Anstieg sieht eigentlich nicht schlecht aus. Bereinigt man den Aktienindex um die Inflationsrate, dann kommt ein Verlauf heraus wie er in Grafik 2 dargestellt ist blaue Linie. Hier sieht man, dass es auch real eine durchaus beachtliche Rendite gab — bis Herbst Danach ging es steil bergab.

Trotz dieser Unsicherheit ist der Markt zumindest zeitweise real gestiegen. In diesem Fall ergibt sich ein Verlauf wie von der gelben Linie dargestellt. Der Abwärtstrend wird deutlich erkennbar.

Venezuela ist kein Ausnahmeland. In den 70er Jahren war die Inflation zweistellig. Das macht sie doch interessanter als alles andere! Zu hoch eingestiegen, kann dauerhaft Minus bringen, siehe Telekom, von auf 9 Euro!! Nur naive Menschen haben jetzt noch Staatsanliehen, Sparbücher oder Aktienfonds.

Wie verhalten sich Aktien bei Inflation? Euro-KriseWie verhalten sich Aktien bei Inflation? Vorherige Seite Nächste Seite Seite Ihr Kommentar wurde abgeschickt. Bericht schreiben Im Interesse unserer User behalten wir uns vor, jeden Beitrag vor der Veröffentlichung zu prüfen.

Bitte loggen Sie sich vor dem Kommentieren ein Login Login. Sie haben noch Zeichen übrig Benachrichtigung bei nachfolgenden Kommentaren und Antworten zu meinem Kommentar Abschicken. Sie waren einige Zeit inaktiv. Die ideale Kreditkarte finden. Vor allem Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle sind dann beliebte Anlageobjekte. Zudem nimmt das Kapitalangebot an den Kapitalmärkten ab und der Kapitalzins steigt.

Langfristige Kredite mit Zinsbindung werden nicht mehr vergeben und Kreditnehmer können die Rückzahlung nicht ausreichend sicher planen. Viele Investitionen werden durch die Zinssteigerungen zudem unrentabel, was Insolvenzen und Zahlungsunfähigkeit zur Folge haben kann. Verstärkt sich der Prozess weiter und schwindet das Vertrauen in die Währung, können Hyperinflationen entstehen. Hierbei werden monatliche Wertverluste zwischen 30 und 50 Prozent angesetzt, die in der Regel dazu führen, dass die Zentralbanken Geld mit höherem Nominalwert herstellen müssen.

In der Regel folgt auf Hyperinflationen jedoch eine Währungsreform. Vereinzelt kommen Hyperinflationen auch deswegen zum Stillstand, weil der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknote höher ist als ihr Wert. Häufig etablieren sich neben der eigentlichen Währung des Landes andere Währungen, die vor allem auf dem Schwarzmarkt eingesetzt werden. Dabei müssen allerdings nicht zwangsläufig Fremdwährungen zum Einsatz kommen.

Auch Tauschwaren wie Zigaretten können sich unter bestimmten Bedingungen als Alternativwährung etablieren. Um eine Hyperinflation zu bremsen, reicht eine Währungsreform jedoch nicht immer aus.

Ein Beispiel hierfür ist Zimbabwe, das innerhalb von nur einem Jahr vier Währungsreformen durchführen musste. Auch wenn der Begriff weitaus seltener genutzt wird und das Phänomen ungewöhnlicher ist, sind auch Hyperdeflationen in der Vergangenheit bekannt geworden. Das jüngste Beispiel ist das Japan der späten 90er. Aus einer Deflation entwickelt sich häufig eine Rezession.

Die Wirtschaft befindet sich also im Abschwung. Wächst sie in mindestens zwei aufeinanderfolgen Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht oder muss sogar einen Rückgangverzeichnen, sprechen Wirtschaftsexperten von einer Rezession.

Eine Rezession ist allerdings nicht so gefährlich, wie viele denken. Häufig sorgt die Abschwächung dafür, dass übertriebener Optimismus mehr Realismus weicht und die gesamte Wirtschaft sowie die Kreditvergabe wieder vorsichtiger wird. Eine Wirtschaft kann allerdings gefährdet sein, wenn sie von einer Rezession in die schlimmere Depression rutscht. Hierfür muss die Rezession über einen ungewöhnlich langen Zeitraum bestehen bleiben.

Die Konjunktur erholt sich nicht und muss eventuell noch weitere Abschwünge verkraften. Während die Rezession als normal gilt und ein Gleichgewicht herstellen kann, ist die Depression eine wirtschaftliche Notlage, bei der der Staat nach Annahme der meisten Wirtschaftswissenschaftler eingreifen muss um Schlimmeres zu verhindern. Im Rahmen der Depressionen sinkt die wirtschaftliche Tätigkeit weiter, die Beschäftigungszahlen und Börsenkurse fallen.

Es kann langfristig sogar zum Kollaps des Wirtschaftssystems kommen. In der Vergangenheit waren jedoch auch internationale Krisen , Revolutionen und Bürgerkriege die Folge. Bei der Inflation verliert das Geld langsam an realem Kaufwert, bei der Deflation steigt es. Beide Erscheinungen sind kein Grund zur Besorgnis. Vor allem die Inflation kann Nachfrage und Konjunktur antreiben.

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