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Mai um Aber ist das wirklich so? Da ein ethnischer Konflikt auf Grund staatsideologischer Vorgaben jedoch von vornherein ausgeschlossen wurde, war konstruktiven Konfliktlösungen und einem interkulturellen Zusammenwachsen damit oft der Weg verstellt.

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Das war durchaus auch ein Grund, warum drei chinesische Vertragsarbeiter zum Geburtstag von Frau Zuchowski eingeladen waren und dort die Gäste bekochten. Auch bei Besuchen im Wohnheim wurde für die deutschen Gäste gekocht, was diesen gut gefiel.

Materialien einer wissenschaftlichen Konferenz, Rostock , S. Nachkriegsgeschichte als Migrationsgeschichte, Frankfurt a. Priemel, Transit — Transfer Anm. Gegen Rassismus, Apartheit und Kolonialismus. Eingabe aus Burg, Zeitschrift für Sozialgeschichte des Jahrhunderts , Heft 1, S. Rita Röhr, Hoffnung — Hilfe — Heuchelei. Müggenburg, ausländische Vertragsarbeitnehmer Anm.

Eingabe aus Waren, Eingabe aus Radebeul, 5. Eingabe aus Eisenhüttenstadt, 9. Ibraimo Alberto lebte als mosambikanischer Vertragsarbeiter in Ostberlin. Ibraimo Alberto hat die Erlebnisse seiner Lebensgeschichte ausführlich in dem Buch "Ich wollte leben wie die Götter" beschrieben. Sie gehörten zu den Ersten, die im September attackiert wurden.

Damit waren sie jedoch auch dauerhaft von ihren Angehörigen getrennt. Wie die Sozialwissenschaftlerin darlegt, war in Vietnam nur sehr wenig über die Arbeitsbedingungen in der DDR bekannt. Vom Einkommen der VietnamesInnen wurden allerdings 12 Prozent abgezogen, welche an die hoch verschuldete Regierung Vietnams gezahlt wurden.

Knoll berichtet in ihrer Untersuchung, dass die VietnamesInnen dabei körperlich schweren und monotonen Arbeitsbereichen zugeteilt wurden und in der Leicht- und Schwerindustrie sowie im Maschinenbau tätig waren. Angefangen bei Handtüchern je vier Stück, zwei hell und zwei dunkel , über Geschirr 1 Tasse, 1 Untertasse, 1 Becher, 2 Teller — einer flach, einer tief , bis hin zu den Aschenbechern einer pro Raum wurde alles aufgezählt.

Ein längerer Aufenthalt war von Anfang an, auch im Hinblick auf die spartanischen Lebensbedingungen, ausgeschlossen. Über das Thema Schwangerschaft bei ausländischen Arbeiterinnen sprach die Sozialwissenschaftlerin Regina Knoll für eine im Jahr erschiene Studie mit der Vietnamesin Thanh, die seit in Zwickau als Vertragsarbeiterin tätig war:.

Und wie war das in der DDR, durften da Kinder geboren werden? Und deshalb haben viele hier abgetrieben. In der Situation — die meisten wollten unbedingt hier bleiben und nicht nach Hause gehen. Im Vertrag standen fünf Jahre und diese wollten sie auch hier bleiben. Und plötzlich passiert das. Abtreiben war dann ganz normal. Ja gut, in Vietnam ist das anders — erst heiraten und dann Kinder.

Und hier haben sie zusammen gelebt und haben auch zu Hause nichts gesagt und so war das dann — wenn Schwangerschaft dann gleich abtreiben.

Und war auch keine Beratung — gar nichts — wir mussten selber entscheiden ja oder nein. Und hat hier gelebt — lebt auch heute immer noch in Deutschland.

Eine andere, die bei mir in der Wohnung [im Wohnheim, Anm. Autorin] war, sie ist nach der Wende im siebten Monat nach Hause geflogen und dort geblieben. Und ich habe sie auch besucht und ihre Tochter studiert dort. Aber sie hat für sich entschieden, nein ich will das Kind haben und will nicht zurück nach Deutschland.

Darüber hinaus ergänzt Knoll: Zudem wurde die Einnahme der Pille oft vergessen, da viele nicht an sie gewöhnt waren. Die Eltern schämten sich.

Jetzt ist es ganz anders in Vietnam aber damals ohne Mann und schwanger das ging nicht. Wird zwar nicht akzeptiert — aber sie sind immer noch eine Familie.

Heute ist es anders, heute können Leute zusammen leben und dann später heiraten. Dazu führt Knoll aus: Die Teilnahme an den Fachkräfteprogrammen ist an eine Rückkehrverpflichtung nach Abschluss der Ausbildung geknüpft. Jobs gab es für Ausländer faktisch nicht. Das Resultat war, dass sich fast alle selbständig machten, Imbisse, Blumenläden, Einzelhandel. Ein Arbeitstag kann schon einmal 14 Stunden dauern. Es wurde zuerst gebraucht, um vietnamesische und überhaupt asiatische Facharbeiter in der ehemaligen DDR zu diskriminieren.

Aufgekommen ist es, als viele Menschen aus diesen Ländern in den er, er Jahren angeworben wurden und in die DDR kamen. Es ist ja eigentlich gar kein Schimpfwort, sondern bezieht sich auf Menschen aus einer bestimmten geographischen Region, den Fidschi-Inseln. Dennoch wurde und wird es aus Unwissenheit oder Ignoranz generell als Bezeichnung für asiatisch aussehende Menschen gebraucht.

Nach der Wende eskalierten die rassistischen Anfeindungen. So begannen auch die tagelangen Attacken auf MigrantInnen in Hoyerswerda zunächst mit Angriffen von rechten Skinheads auf vietnamesische Händler im Zentrum der Neustadt.

April in Berlin, um einen Freund zu besuchen. Zum Zeitpunkt des Überfalls um Er starb im Alter von 29 Jahren. Unter Berufung auf einen Beitrag in der taz schilderte die Gruppe auch den Verlauf des Gerichtsprozesses gegen den Täter:. Der Richter schenkte den Unschuldsbekundungen des Mörders Glauben und setzte die von der Staatsanwältin geforderte fünfjährige Haftstrafe auf vier Jahre herunter.

Alle drei Wochen ein Toter. Der Spiegel vom Der unsichtbare Nachbar aus Vietnam. Rassistische Morde in Marzahn. Warum ich das nicht mehr hören will: Wurden zunächst vor allem Arbeitskräfte aus Polen und Algerien in die Region entsandt, folgten später überwiegend Menschen aus Vietnam und Mosambik.

Bereits waren VertragsarbeiterInnen in Schwarze Pumpe tätig. Bis steigerte sich die Zahl der Auszubildenden auf insgesamt Die ersten Mosambikaner trafen Anfang der er Jahre in Hoyerswerda ein.

Ihre Arbeitsverträge waren gekündigt und es gab bereits festgelegte Termine zur Rückkehr nach Mosambik, wie das Wochenblatt vom Laut Lausitzer Rundschau vom Was wird wenn die Zeitbombe hochgeht? Vor der Wende war der Kontakt zu den deutschen Kollegen normal.

Auf der Arbeit haben wir nichts von Rassenhass gemerkt. Doch wenn ich die Kollegen in der Stadt traf, kannten sie mich nicht. Es gab niemals eine Einladung zu einem Besuch. In einer Disco war ich zwei Mal. Es gab Probleme und ich ging nicht mehr hin. Im Restaurant war es ebenso. So blieb nur Arbeit — Einkauf — Wohnheim. Ich wäre gern einmal auf den Rummel gegangen, aber aus Angst bin ich niemals dorthin gegangen.

Ich wusste von den Kollegen, dass es dort für mich Schwierigkeiten geben kann. Wenn ich Probleme hatte, bin ich zu niemand gegangen. Ich wusste von den Kollegen, dass mir der Betreuer, der mosambikanische Gruppenleiter und auch die Polizei nicht helfen. Mai kannte ich schon die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Seit den Randalen denke ich, die Menschen in Hoyerswerda sind für Ausländer gefährlich.

Ich freue mich, dass ich nach Hause fliegen kann ohne Verletzungen. Ich freue mich, dass mich meine Familie gesund empfangen kann. Gespräch aufgezeichnet und freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Waltraud Spill vom Projektarbeit Mosambik e. Gudrun Erfurt hat seit in Hoyerswerda gelebt. Die Geschichtslehrerin arbeitete u. Die Einwanderer im Auswanderland Die politische und gesellschaftliche Abgrenzung der frühen DDR gegenüber Westdeutschland und der westlich-kapitalistischen Welt wurde im August mit dem Bau der Berliner Mauer buchstäblich zementiert und erfuhr erst im Laufe der er Jahre eine gewisse Aufweichung.

Viele junge Männer und keine Wahlmöglichkeiten In der Mehrheit handelte es sich bei den ausländischen Arbeitskräften um junge Männer. Vielmehr Ausbeutung Die Forschung ist sich allerdings weitgehend einig, dass der Mangel an einheimischen Arbeitskräften, insbesondere im Bereich unqualifizierter Tätigkeiten, die zentrale Motivation der SED-Regierung war, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben.

Ein mosambikanischer Vertragsarbeiter erzählt Ibraimo Alberto lebte als mosambikanischer Vertragsarbeiter in Ostberlin. Nach einer gewissen Zeit fuhren sie wieder nach Hause.

Immer bevor welche nach Hause fuhren warfen sie ihr letztes Kleingeld aus dem Fenster. Dann kamen die Kubaner. Als sie im Winter zum ersten Mal Schnee sahen, freuten sie sich, wie Kinder. Gelegentlich spielten sie auf unseren Schulsportplatz Baseball. Dann kamen Mocambikaner, teilweise ziemlich arm. Einer hatte nicht einmal Schuhe. Ihnen ist es bei uns wie im Paradies vorgekommen. Zum Schluss kamen Nord -Koreaner. Sie traten ganz adrett auf.

Mit Anzug, Schlips usw. Als sich bei uns die Wende abzeichnete, waren sie ganz schnell weg. Sie sollten wohl nicht auf den Geschmack kommen. Zudem waren die ganze Zeit Vietnamesen da. Einige der Ungarn, Kubaner und Vietnamesen sind dann auch dageblieben. Es trifft zu, das die vietnamesischen Vertrgsarbeiter besonders die weiblichen z.

Beim Arbeitsrecht der DDR aber nicht so einfach wie hier hingeschrieben. Zwischen und warb die DDR rund Weil Mitte der ziger Jahre kaum jemand Interesse hatte in der Gips-und Zementindustrie zu arbeiten hat man begonnen Algerier anzuwerben. Einige haben eine deutsche Frau geheiratet und wohnen noch heute in unserer Region. Da ihr Glaube es ihnen nicht erlaubte, haben sie den Verzehr von Schweinefleisch in unserer Kantine abgelehnt.

Bis eines Tages bei einer Feier im Suff doch mal davon probiert wurde. Schon damals war die "Welt"wirtschaftlich ein Dorf. Der Ruf der Madgermans Doch die Wut konnte er nun nicht mehr herunterschlucken.

EK40, warum verwendest Du den Begriff "geschuftet"?. Die haben ihre Arbeit genauso gemacht wie ihre deutschen Kollegen, egal ob im Bergwerk oder in einer Fabrik.

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