MONATSBERICHT OKTOBER


Real wertete der Dram in den Jahren ab, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft signifikant gesteigert wurde. Der Sektor wird nach wie vor durch Strukturprobleme wie mangelnde Darlehenstätigkeit belastet, die zu einer hohen Liquidität führen:

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Die Rechtsvorschriften wurden geändert, um der Nationalbank von Georgien die Befugnisse zur Aufhebung von Bankzulassungen zu übertragen. Die Mindestkapitalanforderungen wurden erhöht.

Das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Bankensektor ist jedoch weiterhin gering. Wachstumslokomotiven waren Landwirtschaft, Verkehr und Baugewerbe. Unterstützt von Überweisungen aus dem Ausland, blieb der Lari im Jahr nominal weitgehend stabil.

Die Handelsbilanz Georgiens verschlechterte sich im Laufe des Jahres Die staatlichen und staatlich verbürgten Auslandsschulden Georgiens belaufen sich auf rund 1,7 Mrd.

Da ab ein erhöhter Schuldendienst geplant ist, wird erwartet, dass Georgien eine weitere Umschuldung seiner bilateralen Schulden anstreben wird. Die Bruttowährungsreserven der Nationalbank nahmen im Jahr zu und decken derzeit den Einfuhrbedarf von 1,7 Monaten.

Die zweite Überprüfung der Vereinbarung wurde im Juli abgeschlossen. Von den insgesamt Mio. In den letzten Jahren wurden jedoch Ausfuhrverbote für Holz und Metallschrott erlassen, um Diebstahl vorzubeugen. Das Ausfuhrverbot für Metallschrott wurde im Juni , sechs Monate nach seiner Verhängung durch das Parlament, aufgehoben. Nachdem im Jahr mehrere Privatisierungsversuche gescheitert waren, kam es im Laufe des Jahres zu einer gewissen Belebung. Die verbleibenden staatseigenen Stromversorgungsunternehmen wurden fusioniert.

Die Überführung des fusionierten Unternehmens United Distribution Company in ein privates Management wird derzeit vorbereitet. Die Inkassoquoten wurden zwar verbessert, doch ist die Nachhaltigkeit des Sektors noch nicht gesichert.

Auch bei der Überführung des Wasserwerks Tiflis in ein privates Management wurden Fortschritte erzielt. Andererseits ist die Zukunft des Telekommunikationssektors und der Gasversorgung in Tiflis noch nicht geklärt. Die Umsetzung ist jedoch nach wie vor unzureichend. Im Jahr hat die Zentralbank einen Analyserahmen für die Abwicklung von finanziell angeschlagenen Banken angenommen. Ende des Jahres wurde dem Parlament ein Gesetzesentwurf zur Geldwäsche vorgelegt. Im Jahr wurde unter breiter Mitwirkung der Zivilgesellschaft ein Programm zur wirtschaftlichen Entwicklung und Armutsbekämpfung Economic Development and Poverty Reduction Programme - ehemals Strategiepapier zur Armutsbekämpfung erarbeitet.

In diesem Dokument werden unter anderem die generelle Bedeutung der Agrarpolitik und der landwirtschaftlichen Entwicklung für die Armutsbekämpfung sowie die Herausforderungen anerkannt, denen sich die sozialen Sicherungssysteme stellen müssen. Die Stärkung der Staatsführung und der Verwaltungskapazitäten ist für die Umsetzung der vorgeschlagenen Strategie von zentraler Bedeutung.

Im Laufe des Jahres wurden in vielen Bereichen der Strukturreform substanzielle Fortschritte erzielt, obwohl in einer Reihe von Bereichen, insbesondere bei der Steuerpolitik, der Privatisierung und der Reform des Energiesektors, kaum Fortschritte zu verzeichnen waren. Daher schlug im Dezember eine Delegation der Kommission für das Jahr eine verringerte Zuschusstranche von 6,5 Mio.

EUR vor die maximale jährliche Tranche beträgt 11,5 Mio. EUR an Georgien ausbezahlt. Nach zwei vorzeitigen Tilgungszahlungen für das im Jahr ausgezahlte Darlehen in Höhe von Mio. Die Kommissionsdienststellen schlossen ferner eine Vereinbarung mit der Regierung Georgiens über die strukturpolitischen Auflagen für die Auszahlung der Zuschusstranche bis zu einem Hoechstbetrag von 11,5 Mio.

Die spezifischen Auflagen wurden in denselben Bereichen festgelegt wie im Vorjahr z. Steuererhebung, Reform des Energiesektors und Reform des Finanzsektors und stehen im Einklang mit dem politischen Kurs, den die Regierung im Rahmen des derzeit ausgearbeiteten Programms zur wirtschaftlichen Entwicklung und Armutsbekämpfung verfolgt.

Die wirtschaftliche Expansion wurde weiterhin von der durch die allmähliche Zunahme der Ausfuhren sowie die steigende Binnennachfrage bedingte starke Industrieproduktion getragen. Obwohl das Tempo der Strukturreformen in den letzten Jahren beschleunigt wurde, ist die Transformation in eine Marktwirtschaft noch lange nicht abgeschlossen.

Während die Bodenreform vor dem Abschluss steht, hat die Regierung erst vor kurzem mit der Privatisierung der wirtschaftlichen Schlüsselsektoren begonnen, die durch das ungünstige Geschäftsklima im Land erheblich erschwert wird. Die Kombination dieser finanzpolitischen Schwierigkeiten und Zahlungsbilanzprobleme veranlasste die Regierung im Jahr , ihren einzigen Eurobond umzufinanzieren, der mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Nennwert von 75 Mio.

USD begeben worden war. Nach dem vorzeitigen Rückkauf eines Eurobond-Volumens von insgesamt 35,6 Mio. USD wurden 39,4 Mio. Das im Juli bewilligte Darlehen in Höhe von 15 Mio. Konvertibilität des Lei für Leistungsbilanztransaktionen ist gegeben. Die Rechtsvorschriften sind insgesamt angemessen, doch die Umsetzung ist oftmals problematisch, was sich nachteilig auf das Geschäftsklima auswirkt.

Trotz der rasch zunehmenden Binnennachfrage hat die umsichtige Geldpolitik der Nationalbank der Republik Moldau zu einem drastischen Rückgang der Inflation geführt. Die Regierung versucht, die Haushaltseinnahmen zu verbessern und die Finanzdisziplin zu stärken.

Die Steuererhebung wurde verbessert, doch die Zollreform steht weiterhin auf der Prioritätenliste. Das Strukturreformtempo hat sich deutlich beschleunigt, doch die Transformation in eine Marktwirtschaft ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Privatisierung wirtschaftlicher Schlüsselsektoren wurde aufgrund eines schlechten Wirtschaftsklimas verschoben.

Der Finanzsektor ist in einer relativ guten Verfassung, bedarf jedoch einer weiteren Stärkung, um Ersparnisse zu mobilisieren und Investitionen zu fördern. Ein drastischer Anstieg der Inflation wird nicht erwartet. Im Allgemeinen hat die Regierung weiterhin eine umsichtige Finanzpolitik verfolgt. Die Einnahmen fielen jedoch im Jahr bescheiden aus, was vornehmlich auf das Scheitern mehrerer zentraler Privatisierungsprojekte und eine rückläufige Entwicklung der Gewinnsteuer zurückzuführen war.

Die Auslandsverschuldung der Republik Moldau beläuft sich gegenwärtig auf insgesamt ca. Wie erwartet, war die Regierung infolge der hohen Schuldendienstlast im Jahr gezwungen, eine Umschuldung der bilateralen Schulden und der Handelsschulden vorzunehmen. Anfang Juni gab die Regierung die Umfinanzierung der am USD bekannt, nachdem sie bereits ihren Wunsch zu erkennen gegeben hatte, die Schulden gegenüber dem Pariser Club umzuschulden.

Die Verbesserung des Geschäftsklimas und die Verringerung der Zahl der von der Regierung kontrollierten Unternehmen stehen weiterhin auf der Prioritätenliste. Die Korruption und der unzureichende Rechtsrahmen stellen ein beträchtliches Hemmnis für das vom privaten Sektor getragene Wachstum dar.

Die Privatisierungserlöse waren enttäuschend und blieben im Jahr unter dem Zielwert. Die Privatisierung des Tabakmonopolisten soll erst nach Abschluss der Liberalisierung der Branche durchgeführt werden.

Nach Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung über die Stromtarife hat der spanische Investor jedoch vorgebracht, Regierung und Wirtschaft hätten versucht, seine Aktivitäten zu behindern. EUR und 15 Mio. In beiden Fällen waren die Darlehen der Gemeinschaft Teil eines Gesamtpaketes, das von der internationalen Gemeinschaft geschnürt wurde, um die von den IFI bereitgestellten Mittel zu ergänzen. Die Republik Moldau hat bisher ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft gewissenhaft erfuellt.

Vor diesem Hintergrund wurde vorgeschlagen, das Finanzhilfedarlehen der Gemeinschaft zu streichen und durch einen verlorenen Zuschuss in entsprechender Höhe zu ersetzen. Diese neue Finanzhilfe, die in mindestens zwei Tranchen ausgezahlt wird, ist mit ähnlichen Auflagen, wie sie für die Auszahlung des Darlehens vorgesehen waren, verbunden, und wird die von den IFI bereitgestellte Finanzierung ergänzen.

Die makroökonomische Entwicklung verlief im Jahr besonders günstig und war durch ein nachhaltiges Wachstum gekennzeichnet, das mit einer stärkeren Desinflation und einer erneuten Reduzierung des Leistungsbilanzdefizits einherging. Diese positive Entwicklung wurden vom einem weitgehend günstigen makroökonomischen Policy-mix gestützt, doch wurden die mittelfristigen Aussichten weiterhin durch Verzögerungen bei der Durchführung der Strukturreformen getrübt.

EUR in zwei Tranchen zur Verfügung zu stellen. Die Auflagen für die Auszahlung der ersten Tranche waren Ende noch nicht erfuellt. Im Jahr ratifizierte Rumänien zudem ein Freihandelsabkommen mit Litauen und führte förmliche Verhandlungen zur Einrichtung von Freihandelszonen mit der Bundesrepublik Jugoslawien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien; mit der Republik Albanien und mit Bosnien und Herzegowina wurden Sondierungsgespräche geführt.

Die Politik gegenüber ausländischen Direktinvestitionen ist offen und nicht diskriminierend; Gewinne können uneingeschränkt rückgeführt werden. Seit Anfang dürfen ausländische Investoren Grundstücke erwerben, die sie für die Ausübung ihrer Tätigkeiten benötigen. Das Gesetz über das Statut der Zentralbank legt als vorrangiges Ziel die Sicherung der Stabilität der nationalen Währung fest, um zur Preisstabilität beizutragen.

Die grundlegende Steuerreform ist bereits abgeschlossen, doch stehen wichtige Schritte zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen noch aus, u. Reformen des Renten- und Gesundheitswesens. Umstrukturierung und Privatisierung der problematischsten Banken vor. Ende entfiel auf die Kreditinstitute in ausländischer Hand nach wie vor fast die Hälfte aller Aktiva des Bankensektors. Trotz gewisser Fortschritte sind die Kapitalmärkte immer noch klein und unterentwickelt. Nach einem Jahrzehnt, in dem sich ein solides Wachstum als illusorisch erwies, hat die bereits drei Jahre währende Erholung in Rumänien im Jahr den wirtschaftlichen Abschwung in der EU recht gut überstanden, denn das Land verzeichnete weiterhin ein robustes Wachstum, dessen Zusammensetzung sich zudem verbesserte.

Dies war auf die nachlassende Binnennachfrage und den Wegfall einmaliger Faktoren zurückzuführen, wie z. Methodische Änderungen der Definition von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit wirkten sich erheblich auf die ILO- Arbeitsmarktdaten für aus und machten einen Vergleich mit den Zahlen aus den Vorjahren unmöglich.

Im Jahr setzte sich die Desinflation stärker als erwartet fort: Die Desinflation wurde durch eine günstige Entwicklung der Agrarpreise, einen moderateren Anstieg der nominalen Löhne und Gehälter und einen günstigen Policy-mix gefördert. Ein stärkeres Wachstum, bessere Reformaussichten, die fortgesetzte Zusammenarbeit mit dem IWF, verbesserte Anfälligkeitsindikatoren und günstige internationale Marktbedingungen haben es Rumänien ermöglicht, seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Ausland problemlos nachzukommen, u.

Die amtlichen Währungsreserven beliefen sich Ende Dezember auf 7,3 Mrd. Trotz weiterer positiver Entwicklungen wurden bei der Unternehmensreform nur verhaltene Fortschritte erzielt, da es der Regierung nur mit Mühe gelang, einen klaren Schlussstrich unter die in der Vergangenheit üblichen Praktiken zu ziehen.

Im Energiesektor, in dem die Versorgungsunternehmen weiterhin einem "harten Kern" von mit Verlust arbeitenden Unternehmen quasi-fiskalische Unterstützung boten, wurden teilweise wichtige Fortschritte erzielt, wodurch eine effektive Verschärfung ihrer Budgetrestriktionen verhindert wurde. Obwohl die Regierung eine breit angelegte Privatisierung des Energiesektors plant, um so die quasi-fiskalische Unterstützung von Unternehmen zu unterbinden, hat die Umsetzung der Zwischenschritte längere Zeit in Anspruch genommen als geplant.

Nach vielen Verzögerungen hat Rumänien wichtige Fortschritte darin erzielt, das Banksystem auf eine solidere Basis zu stellen. Nach der Krise von wurden einige Banken saniert und strengere Aufsichtsregeln eingeführt und umgesetzt.

Dennoch bestehen verschiedene Ursachen für die Anfälligkeit des Sektors fort. Die rasch zunehmende Kreditvergabe an den privaten Sektor wird höchstwahrscheinlich dazu führen, dass die erreichte Solidität des Banksektors und die gestärkten Befugnisse der Aufsichtsbehörden auf die Probe gestellt werden.

Die beiden Ausschreibungen zur Privatisierung der BCR, die in der zweiten Hälfte eingeleitet wurden, blieben jedoch ohne Ergebnis: Die eingereichten Angebote genügten nicht den rechtlichen Anforderungen. Nach Freigabe der ersten Tranche in Höhe von Mio. Daher konnten keine weiteren Auszahlungen der EU-Finanzhilfe erfolgen. Bei der Abwicklung des IWF-Programms ergab sich kein einheitliches Bild, und Ende wurde aufgrund wiederholter Zielabweichungen bei der Lohn- und Gehaltspolitik staatlicher Unternehmen der Abschluss der dritten Überprüfung verschoben.

Nach langwierigen Verhandlungen wurden im November eine ergänzende Darlehensvereinbarung und ein ergänzendes Memorandum of Understanding Supplemental Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Wirtschaftspolitik in Serbien und Montenegro war im Jahr weiterhin auf die Wahrung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität, die Stützung eines laufenden Prozesses der Desinflation und eine bescheidene Steigerung des Lebensstandards ausgerichtet.

Die Strukturreformen wurden über das gesamte Jahr hinweg fortgesetzt, insbesondere im Banken- und Unternehmenssektor sowie im Bereich der Ausgabenkontrolle und der Steuerpolitik.

Von dem im Jahr bewilligten ersten Finanzhilfepaket in Höhe von Mio. EUR ausgezahlt, nachdem die Regierung die an die Hilfe geknüpften wirtschaftspolitischen Auflagen erfuellt hatte.

EUR, davon 75 Mio. EUR in Form von Zuschüssen, zu gewähren. Nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding wurde im Dezember die Zuschusskomponente der ersten Tranche dieses neuen Finanzhilfepakets in Höhe von 30 Mio.

Die meisten Preiskategorien sind in Serbien und Montenegro zwar freigegeben, es bestehen jedoch weiterhin einige Ausnahmen im Bereich der öffentlichen Dienste z.

Die Strompreise werden in Serbien schrittweise auf ein kostendeckendes Niveau angehoben. In Serbien gibt es nur noch wenige Handelsbeschränkungen. Die meisten Lizenzregelungen und Mengenbeschränkungen für Ein- und Ausfuhren wurden aufgehoben. Handels- und Zollregelungen in Serbien und Montenegro sind weiterhin unterschiedlich, wobei jedoch die Arbeiten an einem Aktionsplan zur Harmonisierung der Zollsätze fortgeführt werden. Mit den Nachbarländern wurden Freihandelsabkommen geschlossen.

Stabiler Wechselkurs in Serbien seit Anfang Konvertibilität für Leistungsbilanz- und einige Kapitaltransaktionen Art. Das kontrollierte Floaten hat zu einer Stabilisierung des Wechselkurses des Dinars geführt. Der Euro dient in Serbien als Ankerwährung und in Montenegro als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Das Anfang verabschiedete Bundesgesetz über ausländische Investitionen hat die Investitionsbedingungen für ausländische Investoren erheblich verbessert, doch bestehen weiterhin langwierige Verfahren für die Erteilung von Baugenehmigungen und die Registrierung von Unternehmen.

Vor kurzem wurde eine Förderstelle für ausländische Investitionen geschaffen. Die steuerpolitischen Reformen in Serbien haben weiterhin zur Förderung von Investitionen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beigetragen. Die Einführung der MwSt wird in beiden Republiken vorbereitet. Der Privatisierungsprozess ist in Serbien zügig vorangekommen. Im Jahr wurden 12 Unternehmen über Ausschreibungen von insgesamt auf diesem Wege zu verkaufenden Unternehmen und Unternehmen über Auktionen von insgesamt 3 privatisiert.

Verschärfte Bankenaufsicht in Serbien. Im Jahr verzeichnete Serbien und Montenegro ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum: Die Entwicklung der Einnahmen in Serbien bot kein einheitliches Bild. Während die Steuereinnahmen aufgrund der unerwartet niedrigen Inflationsrate niedriger ausfielen als geplant, übertrafen die Haushaltseinnahmen aus der Privatisierung die Zielvorgabe erheblich und beliefen sich im Jahr auf etwa Mio. Auf der Ausgabenseite blieben einige Kosten unter dem im Haushalt veranschlagten Niveau.

Montenegro sah sich offensichtlich weiterhin haushaltspolitischen Zwängen gegenüber. Da vor allem in der ersten Jahreshälfte die Einnahmen niedriger ausfielen als erwartet, mussten einige diskretionäre Ausgaben u. EUR, was dem Einfuhrbedarf von etwa 3,5 Monaten entsprach. EUR höher ausfielen als erwartet, und Darlehen offizieller Gläubiger haben das Leistungsbilanzdefizit mehr als ausgeglichen und zu der oben erwähnten erheblichen Zunahme der Währungsreserven geführt.

Die Auslandsverschuldung belief sich auf 11,5 Mrd. In Serbien wurde die Reform der öffentlichen Finanzen mit der Verabschiedung eines neuen Haushaltsgesetzes im Februar fortgeführt.

Ferner wurden die Steuerreformen fortgeführt, um die Steuersätze zu senken, die Steuererhebung zu verbessern und die Korruption sowie die Schattenwirtschaft zu bekämpfen. Die Mehrheit der neuen Steuergesetze wurde im November vom serbischen Parlament gebilligt. In Montenegro ist eine Übergangsfinanzverwaltung seit Anfang voll funktionsfähig. Mitte trat ein neues Vergabegesetz in Kraft. Montenegro hat die Steuerreform mit Unterstützung ausländischer Berater fortgeführt.

Ende verabschiedete das montenegrinische Parlament ein sechs Steuergesetze umfassendes Paket. Vier dieser Gesetze Einkommenssteuergesetz, Ertragssteuergesetz, Verbrauchssteuergesetz, Steuerverwaltungsgesetz wurden bereits im Laufe des Jahres umgesetzt. Die Regierung erwartete für die zweite Jahreshälfte und für positive Auswirkungen dieser neuen Gesetze auf die Steuererhebung, nachdem die Einnahmeentwicklung in der ersten Jahreshälfte unter Plan gelegen hatte.

Mitte in Kraft treten. Im August beschloss die Regierung, das Auktionsverfahren zu straffen, was zu einer erheblichen Beschleunigung des Privatisierungsprozess führte. Im Bereich der Umstrukturierung von Unternehmen wurden weiterhin nur begrenzte Fortschritte erzielt.

EUR in bar und etwa 35 Mio. Die Bundesregierung erzielte bei der Stärkung der Bankenaufsicht durch die Zentralbank weitere Fortschritte. Im April trat eine Änderung des Bankengesetzes in Kraft, durch die die Banken verpflichtet werden, strengere Aufsichtsregeln einzuhalten, Mindestsätze im Einklang mit den Baseler und den EU-Standards zu harmonisieren, die Kreditvergabepolitik zu definieren und interne Prüfungen durchzuführen. Ein Konkursgesetz für den Banksektor wurde bereits im Oktober verabschiedet.

Bei der Umstrukturierung und Sanierung des Banksektors in Serbien wurden weitere Fortschritte erzielt. Nach der Verabschiedung der neuen Bankengesetze in Montenegro Ende mussten sich alle Banken Bewertungen vor Ort unterziehen und neue Zulassungen beantragen.

Sieben Banken erhielten erneut eine Zulassung, eine der zwei neuen Zulassungen ging an eine privat geführte Bank. Die Regierung beabsichtigt, die Bank Anfang zu privatisieren. EUR freigegeben, nachdem die Regierung die an die Freigabe dieser Tranchen geknüpften strukturpolitischen Auflagen in zufriedenstellender Weise erfuellt hatte.

Mit dieser Hilfe soll im Rahmen der im Mai genehmigten dreijährigen Erweiterten Kreditvereinbarung mit dem IWF die Wirtschaftspolitik unterstützt und vor allem die Zahlungsbilanz gestützt und die Devisenposition des Landes verbessert werden. Zwischen den Kommissionsdienststellen und der Regierung wurde ein Memorandum of Understanding MoU ausgehandelt und im Dezember vereinbart.

EUR - der ersten Tranche dieses neuen Finanzhilfepakets freigegeben. Die Darlehenskomponente der ersten Tranche - 10 Mio. Die Verzögerung war darin bedingt, dass das Bundesparlament das Ratifizierungsverfahren für die Darlehensvereinbarung zwischen der EG und dem Land noch nicht abgeschlossen hatte.

Dies war zum Teil auf die abnehmende internationale Präsenz und den Rückgang der Hilfen ausländischer Geber zurückzuführen. Die schrittweise Rückführung der Zufluesse der Finanzhilfen und der internationalen Präsenz wird den Inflationsdruck weiter abschwächen.

Die wirtschaftliche Tätigkeit in den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe und Ausfuhren ist nach wie vor gering, und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Es gelang ihr, die Steuererhebung und die Einhaltung der Steuervorschriften zu verbessern. Bisher wurde kein Unternehmen privatisiert. Die Auszahlung der zweiten und letzten Tranche in Höhe von 15 Mio. Die Schaffung des rechtlichen Rahmens im Handelsbereich hat Fortschritte gemacht.

Aufgrund der ungeklärten politischen Situation und rechtlicher Unsicherheiten sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jedoch nach wie vor ungünstig. Aufgrund seines Status gibt es im Kosovo keine Zentralbank und keine Geldpolitik. Die Aufteilung der Verantwortung nach vorbehaltenen und übertragenen Zuständigkeitsbereichen haben die Entwicklung zu einem Gesamthaushalt verhindert.

Die Privatisierung staatlicher Unternehmen wird durch rechtliche Unsicherheiten behindert. Zuvor müssen noch einige staatliche Unternehmen eingetragen werden. Innerhalb des regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Rahmens der BPK haben die sieben zugelassenen Banken ein provinzweites Filialnetz geschaffen und bieten wesentliche Bankprodukte an.

Die Zahl der bargeldlosen Zahlungen im Zahlungsverkehrssystem stieg. Es besteht ein regulatorischer und aufsichtsrechtlicher Rahmen für das Versicherungswesen. Der Wiederaufbau ist nach wie vor im Gange, die Landwirtschaft erholt sich, und der private Dienstleistungssektor boomt. Die schrittweise Rückführung der Zufluesse von Finanzhilfen und der internationalen Präsenz wird die Inflationsrate weiter sinken lassen.

Die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen wurde verbessert, doch die öffentlichen Versorgungsbetriebe, insbesondere im Energiebereich, kranken noch immer an einer unzureichenden Versorgung, und der Grad der Kostendeckung ist nach wie vor gering. Die Lage im Energiesektor wurde durch einen Blitzschlag im Juli verschärft, durch den ein Kraftwerk schwer beschädigt wurde. Die Telekommunikation erfolgt weitgehend über das mobile Netz, doch die PTK Post- und Telekommunikationsgesellschaft des Kosovo arbeitet derzeit Investitionsprogramme für die Modernisierung des Festnetzes aus.

Was den Haushalt für das Jahr angeht, haben das Wirtschaftswachstum, die Einführung moderner Steuern z. Einkommensteuer und Gewinnsteuer sowie die Verbreiterung der Steuerbemessungsgrundlage zu einer weiteren Erhöhung der prognostizierten inländischen Haushaltseinnahmen beigetragen: Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass sich die Einnahmen auf etwa Mio.

Diese positive Entwicklung ermöglichte eine Erhöhung der Haushaltsausgaben, die weitgehend für die Schaffung einer Verwaltungsstruktur aufgewendet wurden.

Die Gesamtsumme der konsolidierten Staatsausgaben betrug im Jahr schätzungsweise Mio. EUR und entspricht damit im Wesentlichen der Halbjahresüberprüfung. EUR gegenüber Mio. EUR bei der Halbjahresüberprüfung geschätzt. Addiert man dazu die Ausgaben für das öffentliche Investitionsprogramm von schätzungsweise Mio. EUR im Vergleich zu den ursprünglich veranschlagten Mio. Die Finanzierungslücke des KIB bleibt unverändert, da die Ausgaben für das öffentliche Investitionsprogramm vollständig aus Zuschüssen von Gebern finanziert werden.

Obwohl die bisher verzeichneten Wachstumskräfte schwächer werden, wird die Wirtschaftstätigkeit weiterhin durch den von Gebern finanzierten Wiederaufbau getragen, was sich in beträchtlichen offiziellen Transferleistungen und einem immensen Handelsbilanzdefizit niederschlägt. Aufgrund der offiziellen Transferleistungen, Überweisungen und des Faktoreinkommens aus mit der Gebertätigkeit in Zusammenhang stehenden Arbeitsverhältnissen, wurde in der Leistungsbilanz in den vergangenen Jahren ein Überschuss ausgewiesen.

Die dritte Säule setzt sich aus dem Zusatzrentenfonds für die Arbeitgeber und dem Zusatzrentenfonds für die Arbeitnehmer zusammen, die von zugelassenen Rentenversicherern angeboten werden.

Gegenwärtig unterhalten die sieben von der Bank- und Zahlungsverkehrsbehörde des Kosovo BPK zugelassenen Geschäftsbanken insgesamt Niederlassungen und kleinere Zweigstellen im gesamten Kosovo, auch in Gebieten, in denen ethnische Minderheiten leben. Die Gesamteinlagen des Bankensystems belaufen sich auf Mio. EUR bei Banken und 34 Mio. Neben der Haftpflichtversicherung sind nun auch andere Versicherungsarten verfügbar. Drei Gesellschaften erhielten eine Genehmigung für sechs zusätzliche Versicherungszweige: Zwei Versicherungsvorschriften dienen als Grundlage für eine umfassende Investitionspolitik von Versicherungsgesellschaften.

Mit Wirkung vom 1. Die KTA wurde mit umfassenden Befugnissen ausgestattet: Treuhandvollmachten und -rechte, Verwaltung aller 55 staatlichen Unternehmen und rund "Unternehmen in gesellschaftlichem Eigentum". Die KTA ist befugt, Unternehmensteile in neue Unternehmen auszugliedern Ausgliederungskonzept , Unternehmen abzuwickeln und Konkursverfahren einzuleiten.

Nur die Unternehmen in gesellschaftlichem Eigentum sollen privatisiert werden. Die ungeklärte Frage der Bodennutzung steht offensichtlich kurz vor einer Lösung. Die Privatisierungserlöse werden auf Treuhandkonten hinterlegt, bis mögliche Ansprüche reguliert sind. Derzeit wird eine Regelung umgesetzt, mit der ein Rechtsrahmen für den Energiesektor geschaffen wird. In den vergangenen 18 Monaten wurden bei der Schaffung des rechtlichen Rahmens im Handelsbereich nur dürftige Fortschritte erzielt.

Obwohl einige Entwürfe von Rechtsvorschriften fertiggestellt und zur Verabschiedung eingereicht wurden, wurden die Fortschritte im legislativen Bereich durch die Vorbereitung der Wahlen vom November und durch die nachfolgenden Verzögerungen bei der Schaffung der vorläufigen Selbstverwaltungsinstitutionen ernsthaft beeinträchtigt.

Mit diesem Zuschuss sollte die Finanzlage im Kosovo verbessert, die Errichtung und Fortführung grundlegender Verwaltungsfunktionen erleichtert und die Entwicklung gesunder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen unterstützt werden. Die Freigabe der zweiten Tranche setzt eine zufriedenstellende Erfuellung der im MoU festgelegten wirtschaftspolitischen Auflagen voraus.

Nach einem ersten Besuch im November reiste im Juni eine weitere Delegation der Kommission in das Kosovo, um die Fortschritte im Hinblick auf die Einhaltung der Auflagen für die Freigabe der zweiten Tranche dieser Finanzhilfe zu überprüfen. Auf der Grundlage der weitgehend zufriedenstellenden Erfuellung der Auflagen und des im Rahmen des Treffens zur Koordinierung der Geber am 5.

November ermittelten weiteren Bedarfs wurde im Dezember die zweite Tranche in Höhe von 15 Mio. Die Aluminiumproduktion setzte ihren Wachstumstrend fort, und auch die Baumwollernte fiel gut aus.

Die Leistungsbilanzposition verbesserte sich im Jahr erheblich. Nach einer Verlangsamung des Privatisierungsprozesses im Jahr nahm das Privatisierungstempo im Jahr im Bau-, Verkehrs- und Handelssektor sowie in der Leichtindustrie zu. SZR etwa 87 Mio. Die Auszahlung der Zuschusstranche von 7 Mio.

EUR durch die tadschikische Regierung an die Gemeinschaft. Relativ liberales Handelssystem, jedoch mit weiterhin bestehenden nicht-tarifären Handelshemmnissen. Der amtliche Wechselkurs wurde im Juli mit dem Marktkurs zusammengeführt, als ein Devisenhandel zwischen Banken eingerichtet wurde.

Seit Oktober gibt es eine neue Währung, den Somoni. Kontrolliertes Floaten des Somoni. Geringe ausländische Direktinvestitionen aufgrund eines hohen Länderrisikos trotz eines relativ liberalen Rechtssystems. Keine gesetzliche Beschränkung für ausländische Direktinvestitionen oder ausländischen Aktienbesitz, keine Beschränkungen für die Rückführung von Gewinnen und Kapital. Die Unabhängigkeit der Nationalbank wird durch das Gesetz angemessen gewährleistet, doch in der Praxis stand sie im Hinblick auf die Gewährung gelenkter Kredite unter Druck.

Die Privatisierung kleinerer Unternehmen ist weitgehend abgeschlossen. Die Landreform verlangsamte sich seit dem Jahr aufgrund der Einmischung lokaler Verwaltungen. Etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Anbauflächen befindet sich im Rahmen langfristiger Pachtverträge in privater Hand. In jüngerer Zeit deutliche Fortschritte bei der Verbesserung der Bankenaufsicht und -regulierung.

Umstrukturierungsabkommen zwischen der NBT und den vier wichtigsten Banken. Kreditvergabe an Insider und die Nichteinziehung von Darlehen sind weiterhin verbreitet. Nach einer rückläufigen Entwicklung der monatlichen Inflationsraten in der ersten Jahreshälfte führte ein rascher Anstieg der Geldreserven im dritten Quartal zu einem sprunghaften Anstieg der Inflation, als die Nationalbank von Tadschikistan entgegen ihren früheren politischen Ankündigungen dem Baumwollsektor gelenkte Kredite gewährte.

Die Nationalbank von Tadschikistan operiert mit einem System des kontrollierten Floatens, das eine nominale und reale Abwertung des Somonis ermöglicht. Im Jahr war das öffentliche Investitionsprogramm, das durch vergünstigte ausländische Kredite finanziert wurde, noch nicht in im gesamtstaatlichen Finanzierungssaldo erfasst. Im Dezember schloss Tadschikistan mit Russland eine Umschuldungsvereinbarung über die ausstehenden Verbindlichkeiten, die auch einen partiellen Schuldenerlass vorsah.

Die Vereinbarung trug zur Senkung der tadschikischen Auslandsverschuldung von 1,02 Mrd. Die internationalen Bruttowährungsreserven der Nationalbank nahmen im Laufe des Jahres zu und deckten zum Jahresende den Einfuhrbedarf von 2,3 Monaten Ende 1,9 Monate.

Tadschikistan konnte zudem bis Ende im Rahmen der Vereinbarung 8 Mio. SZR etwa 11 Mio. Aufgrund des Bürgerkriegs nach der Unabhängigkeit Tadschikistans begannen ernsthafte Strukturreformen erst nach Obwohl privater Landbesitz laut Verfassung verboten ist, zeitigten die Umstrukturierung staatlicher und kollektiver landwirtschaftlicher Betriebe sowie die Ausgabe von Bodennutzungsrechten positive Ergebnisse, wobei die Erträge die der staatlichen Betriebe um das fache übertrafen.

Insbesondere die Erträge von Rohbaumwolle stiegen im Zeitraum an. Im Jahr senkte die Regierung die Gebühren für die Eintragung von Grundbesitz und die landwirtschaftlichen Steuern in drei Pilotbezirken, um auf diese Weise den Reformprozess zu fördern. Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte der gesamten landwirtschaftlichen Anbaufläche gegenwärtig in Privatbesitz ist.

Die Regierung beabsichtigt, die verbleibenden staatlichen landwirtschaftlichen Betriebe etwa bis zum Jahr zu privatisieren. Die Regierung verabschiedete im Juli eine neue Privatisierungsstrategie für die nächsten Jahre.

In der Leichtindustrie gab es Anzeichen für Produktivitätsgewinne infolge der Privatisierung, während die Industrieproduktion insgesamt nach wie vor von der staatlichen Aluminiumschmelze TADAZ dominiert wird. Tadschikistan hat den höchsten Energieverbrauch in der GUS, was zum Teil auf seine Aluminiumproduktion zurückzuführen ist. Im April verabschiedete das Parlament ein neues Telekommunikationsgesetz, mit dem eine Regulierungsbehörde für diesen Sektor geschaffen und eine Tarifreform in die Wege geleitet wurde.

Die Aufsichtsregeln wurden zwar verschärft, doch die Nichterfuellung der Mindestkapitalanforderung von 1,5 Mio. Mitte erfuellten 9 von 14 Banken nicht die Mindestanforderungen. Bei der Zuweisung der knappen Haushaltsmittel wird der Steigerung der Ausgaben im Sozialbereich Vorrang eingeräumt werden. Tadschikistan hat ein Finanzhilfepaket erhalten, das aus einem Darlehen von 60 Mio.

EUR besteht, der bis sukzessive in jährlichen Tranchen ausgezahlt werden soll. Eine Delegation der Kommission bewertete im Juni die im Hinblick auf die Erfuellung der an die dritte Zuschusstranche geknüpften Auflagen erzielten Fortschritte. Nach Genehmigung der neuen Vereinbarung durch den IWF-Exekutivausschuss im Dezember wurde die Zuschusstranche Anfang ausgezahlt, nachdem Tadschikistan zuvor seine Nettoschuldnerposition gegenüber der Gemeinschaft wie vereinbart um 8 Mio.

Damit wurden die ausstehenden Schulden Tadschikistans gegenüber der Gemeinschaft von 52 Mio. EUR Ende auf 44 Mio.

EUR im Januar reduziert. Die Kommissionsdienststellen erzielten ferner mit der tadschikischen Regierung eine Einigung über die strukturpolitischen Auflagen für die Auszahlung der Zuschusstranche im Jahr in Höhe von maximal 7 Mio.

Die spezifischen Auflagen wurden in denselben Bereichen festgelegt wie im Vorjahr u. Steuererhebung, Reform des Energiesektors und Reform des Finanzsektors und stehen im Einklang mit dem politischen Kurs, den die Regierung im Rahmen des Strategiepapiers zur Armutsbekämpfung verfolgt. Im Jahr verzeichnete die Ukraine weiterhin eine insgesamt zufriedenstellende gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums blieb die öffentliche Finanzlage unter Kontrolle, obwohl dies teilweise mit der Anhäufung von zusätzlichen Zahlungsrückständen bei der MwSt-Rückerstattung einherging.

Die Leistungsbilanz wies auch im Jahr einen Überschuss auf. Nach einer drastischen Abwertung zwischen Juli und Januar blieb die Griwna nominal relativ stabil, und bei den amtlichen Währungsreserven ist seit dem Frühjahr ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.

USD erneut Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Die ADI-Zufluesse sind jedoch nach wie vor gering. Die Durchführung der Strukturreformen hat im Jahr erheblich an Schwung verloren, was zum Teil durch ein instabiles politisches Umfeld bedingt ist.

Die meisten Preise sind freigegeben worden. Die Tarife für kommunale Dienstleistungen z. Gas, Strom, Heizung und Mieten werden staatlich kontrolliert und sind im Allgemeinen nicht kostendeckend. Nur wenige Ausfuhrbeschränkungen z. Ausfuhrabgaben auf Sonnenblumenkerne, Tierhäute und Metallschrott bestehen weiterhin. Das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit der EU trat am 1. März in Kraft. In der Zeit von September bis August wurden zur Verteidigung der Währung gewisse Devisenbeschränkungen für Leistungsbilanztransaktionen wiedereingeführt.

USD in der Automobilindustrie. Hauptsächlich Einsatz indirekter geldpolitischer Instrumente. Zentralbankkredite an Geschäftsbanken werden hauptsächlich über die Lombard-Fazilität, Kreditauktionen und Wertpapierpensionsgeschäfte vergeben. Die Beschäftigtenzahlen im öffentlichen Dienst wurden zwischen und um 1 Mio.

Die Privatisierung kleiner Unternehmen ist praktisch abgeschlossen. Durch eine Anfang eingeleitete Massenprivatisierung auf der Basis von Gutscheinen wurden über 9 Unternehmen privatisiert. Seit wurden erhebliche Anstrengungen zur Verstärkung der Bankenaufsicht und -regulierung unternommen. So wurden ein neues Zentralbankgesetz und ein Gesetz über Bankgeschäfte erlassen, die Internationalen Rechnungslegungsstandards IAS und ein neues Berichtssystem für Banken eingeführt.

Die meisten Banken befinden sich in Privateigentum. Einer dieser Banken wurde die Bankzulassung entzogen. Die Kapitalmärkte sind weiterhin unterentwickelt. Diese beeindruckende Inflationsentwicklung spiegelt teilweise die umsichtige Geld- und Finanzpolitik sowie die relative Stärke des Wechselkurses wider.

Sie ist jedoch auch auf die Verschiebung von Energiepreisanpassungen zurückzuführen, die nach wie vor von der Regierung kontrolliert werden. Die Notwendigkeit der Anpassung administrierter Preise und die vor kurzem durchgeführten kräftigen Erhöhungen von Löhnen und Gehältern sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor lassen einige Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser günstigen Inflationsentwicklung aufkommen.

Dies ist auf die Durchführung von Ausgabenkürzungen, aber auch auf die Anhäufung von zusätzlichen Zahlungsrückständen bei der MwSt-Rückerstattung zurückzuführen. Die Regierung beabsichtigt, ein neues Steuergesetz vom Parlament verabschieden zu lassen, mit dem einige Steuersätze gesenkt, die Zahl der Ausnahmeregelungen verringert und das Steuersystem gestrafft werden soll. In den letzten Jahren hat sich die Zahlungsbilanz erheblich verbessert.

Die Leistungsbilanz hat seit einen Überschuss ausgewiesen. Die im April mit privaten Anleiheinhabern und im Juli mit dem Pariser Club vereinbarten Umschuldungsvereinbarungen haben zu einer erheblichen Entschärfung der Lage der Ukraine in Bezug auf ihre Schuldendienstverpflichtungen geführt; die amtlichen Währungsreserven stiegen weiter und erreichten Ende etwa 4,4 Mrd. USD, was dem Einfuhrbedarf von 2,5 Monaten entspricht. USD mit einer Laufzeit bis erneut Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten der ihr seit der russischen Krise von verwehrt worden war.

Die Regierung plant für die Begebung weiterer Eurobonds. Die ADI-Zufluesse sind jedoch enttäuschend gering. Seit Januar hat die Ukraine ein frei schwankendes Wechselkurssystem. Seit der drastischen Abwertung im Jahr blieb die Griwna nominal bemerkenswert stabil. Infolge des bis letztes Jahr bestehenden starken Inflationsgefälles zwischen der Ukraine und ihren wichtigsten Handelspartnern stieg der reale Wechselkurs der Griwna erheblich an.

Die Fortschritte bei den Strukturreformen kamen im Jahr wesentlich langsamer voran, was teilweise auf das konfliktträchtige politische Umfeld und den politischen Stillstand im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen im März und der Regierungsumbildung im November zurückzuführen war. In diesem Abschnitt wird die Entwicklung in den Reformbereichen überprüft, die hinsichtlich der an die EU-Finanzhilfe geknüpften Auflagen im Vordergrund stehen.

Auf dem Gebiet der Privatisierung waren die im Jahr erzielten Fortschritte erneut enttäuschend; dies war teilweise auf die Unterbrechung der Privatisierung der regionalen Stromversorgungsunternehmen und einer erneuten Verzögerung bei der Privatisierung von Ukrtelecom, dem staatlichen Telekommunikationsmonopolisten, zurückzuführen. Mit lediglich etwa Mio. Griwna fielen die Privatisierungserlöse wesentlich niedriger aus als im Haushalt für vorgesehen 5,83 Mrd.

Im Haushaltsplan für wird von einem beträchtlichen Anstieg der Privatisierungserlöse auf 2,15 Mrd. Griwna ausgegangen, es hat jedoch den Anschein, dass dieses Ziel angesichts der geringen Höhe der in den ersten beiden Monaten des Jahres erzielten Einnahmen Mio. Griwna und der Unsicherheiten hinsichtlich der Privatisierung einiger Schlüsselunternehmen nur schwer zu erreichen sein wird.

Zudem wurde Ende eine zentrale Regulierungsstelle für Nichtbanken eingerichtet. Dessen Durchführung liegt jedoch hinter dem Zeitplan. Ein weiterer Grund zur Sorge ist die Verabschiedung einer Regelung durch die Nationalbank der Ukraine im Sommer , die es ihr erlaubt, Geschäftsbanken für die Finanzierung mittelfristiger Ausleihungen an bestimmte Sektoren oder Unternehmen Darlehen zum kurzfristigen Refinanzierungssatz zur Verfügung zu stellen [3]. In der Energiewirtschaft setzte sich im Jahr die im Strom- und Gasversorgungsbereich im Vorjahr festgestellte Verbesserung der Inkassoquoten fort.

Andererseits wurden bei der Privatisierung der regionalen Stromversorgungsunternehmen keine weiteren Fortschritte erzielt, da die Regierung auf der Notwendigkeit beharrte, vor dem Verkauf weiterer Unternehmen deren Schulden umzufinanzieren.

Bei der Reform und Privatisierung des Gassektors, der weiterhin durch hohe staatliche Beteiligung, Konzentration und mangelnde Transparenz gekennzeichnet ist, wurden ebenfalls keine Fortschritte erzielt. Negativ festzustellen ist, dass die Ukraine im Dezember eine Ausfuhrabgabe auf Metallschrott eingeführt hat und weiterhin Ausfuhrabgaben auf Sonnenblumenkerne und Tierhäute erhebt. Die erste Tranche 58 Mio. EUR wurde im Juli ausgezahlt. Juli wurde ein Ratsbeschluss gefasst, mit dem diese neue Hilfe bewilligt und der nicht ausgezahlte Teil der Darlehensfazilität aus dem Jahr gestrichen wurde.

Die neue Hilfe beträgt Mio. Damit dies so bleibt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Inflationserwartungen fest auf einem Niveau verankert bleiben, das mit Preisstabilität vereinbar ist. Im Einklang mit den von Experten der erstellten Projektionen vom September untermauern die jüngsten Umfrageergebnisse insgesamt die Einschätzung, dass sich das Wirtschaftswachstum ab dem zweiten Halbjahr 25 allmählich beleben könnte.

Binnenwirtschaftlich gesehen dürften die nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen und das robuste Wachstum der Unternehmensgewinne die Investitionstätigkeit ankurbeln. Der Konsum sollte sich, weitgehend im Einklang mit der erwarteten Entwicklung des verfügbaren Realeinkommens, allmählich erholen.

Diese Konjunkturaussichten sind nach wie vor mit Abwärtsrisiken behaftet, die sich hauptsächlich aus der Ölpreisentwicklung, der Besorgnis über die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte und dem geringen Verbrauchervertrauen ergeben.

Hinzu kommt die vorübergehend aufgekommene Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der jüngsten Hurrikans in den Vereinigten Staaten, die sich den Einschätzungen zufolge im Allgemeinen nun doch in Grenzen halten und sich nur kurzfristig niederschlagen dürften.

Bei der Interpretation dieses Sprungs in der jährlichen Preissteigerungsrate muss deutlich zwischen temporären, kurzfristigen Faktoren einerseits und längerfristigen Faktoren andererseits unterschieden werden. Wenn es in diesem Marktsegment zu einer allmählichen Normalisierung kommt, könnte sich die starke Ausweitung des Preisabstands zwischen Rohöl und Mineralölerzeugnissen wieder zurückbilden und hätte somit nur vorübergehenden Charakter.

Vielmehr werden sie den Markterwartungen zufolge vor allem aufgrund der lebhaften weltweiten Nachfrage und bis zu einem gewissen Grad auch wegen Schwächen auf der Angebotsseite auf hohem Niveau verharren. Folglich liegt dieses Szenario der vorausschauenden Beurteilung der Preisentwicklung durch den -Rat zugrunde. Ausschlaggebend wird sein, wie sich diese Entwicklung auf die Aussichten für die Preisstabilität auf mittlere Sicht auswirkt.

Gegenwärtig gibt es nach wie vor keine deutlichen Anzeichen dafür, dass sich im Euro-Währungsgebiet ein binnenwirtschaftlicher Inflationsdruck aufbaut. Insbesondere haben sich die Lohnsteigerungen in den vergangenen Quartalen in Grenzen gehalten, und angesichts der schwachen Arbeitsmarktentwicklung dürfte sich dieser Trend vorläufig fortsetzen.

Daher wird im Hauptszenario weiterhin von kurzfristig erhöhten und danach wieder allmählich sinkenden Inflationsraten ausgegangen. Die Aufwärtsrisiken für dieses Szenario sind jedoch gestiegen. Grund hierfür sind anhaltende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Entwicklung am Ölmarkt, ein möglicherweise stärkeres Durchschlagen der Ölpreise, als dies bislang zu beobachten war, weil die höheren Ölpreise über die inländische Produktionskette an die Verbraucher weitergegeben werden, sowie potenzielle Zweitrundeneffekte auf die Lohnund Preisbildung.

All diese Faktoren spielen bei der Beurteilung der mittelfristigen Preisstabilität durch den -Rat eine wichtige Rolle. Darüber hinaus müssen mögliche weitere Erhöhungen der administrierten Preise und indirekten Steuern in Betracht gezogen werden. Die monetäre Analyse liefert weitere Erkenntnisse über die mittel- bis längerfristigen Inflationsaussichten.

Für das starke monetäre Wachstum ist zunehmend das vorherrschende niedrige Zinsniveau ausschlaggebend. In den letzten Monaten hat sich die kurzfristige M3-Dynamik weiter verstärkt, und das Wachstum der Vergabe von Krediten, insbesondere von Hypothekarkrediten, bleibt sehr kräftig.

Vor diesem Hintergrund muss die Preisdynamik an einigen Märkten für Wohnimmobilien genau beobachtet werden. Ein starkes Geldmengen- und Kreditwachstum deutet in Verbindung mit einer bereits reichlichen Liquiditätsausstattung im Euroraum auf Risiken für die Preisstabilität auf mittlere bis längere Sicht hin.

Zusammengefasst weist die wirtschaftliche Analyse darauf hin, dass insbesondere die Ölund Benzinpreiserhöhungen Aufwärtskorrekturen hinsichtlich der Aussichten für die kurzfristige Preisentwicklung implizieren. Auf mittlere Sicht hält sich der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck im Euro-Währungsgebiet nach wie vor in Grenzen, allerdings sind deutliche Aufwärtsrisiken zu berücksichtigen.

Darüber hinaus zeigt die monetäre Analyse solche Risiken für die Preisstabilität in der mittleren bis längeren Sicht auf. Durch eine feste Verankerung der mittelfristigen Inflationserwartungen auf einem stabilitätsgerechten Niveau leistet die Geldpolitik nach wie vor einen bedeutsamen Beitrag zu einer Erholung des wirtschaftlichen Wachstums.

Was die Finanzpolitik im Euro-Währungsgebiet betrifft, so ergeben die neuesten Informationen erneut ein sehr gemischtes Bild. Manche Länder melden immer noch erhebliche Ungleichgewichte, während andere solide Finanzierungssalden aufweisen.

Wichtig ist, dass die künftigen Haushaltspläne eine Konsolidierung vorsehen, die zum einen in angemessenem Tempo vorankommt und zum anderen in eine gut ausgestaltete und umfassende Reformstrategie eingebettet ist. Dies würde das Vertrauen im Eurogebiet dadurch unterstützen, dass sich die Erwartungen bezüglich dauerhaft tragfähiger und wachstumsfreundlicher öffentlicher Finanzen verbessern würden und die Glaubwürdigkeit des reformierten Stabilitäts- und Wachstumspakts gestärkt würde.

Was die Folgen der hohen Ölpreise für die öffentlichen Finanzen angeht, so muss die Haushaltskonsolidierung fortgesetzt werden. Darüber hinaus wirken sich, wie in der letzten Erklärung der G 7 bekräftigt, Subventionen und künstliche Preisbeschränkungen für Öl und Ölprodukte negativ auf den Weltmarkt aus und sollten vermieden werden.

Seit der Einführung des Euro haben mehrere Euro- Länder einen kumulierten Anstieg der Lohnstückkosten verzeichnet, der den Durchschnitt des Euro-Währungsgebiets deutlich überstieg, während er in einigen anderen Ländern weit unter dem Durchschnitt des Euroraums lag. Hierbei ist zu beachten, dass gewisse Unterschiede bei den Wachstumsraten der Lohnstückkosten ein natürliches Merkmal einer gut funktionierenden Währungsunion sind, da sie Aufholprozesse oder erforderliche Anpassungen im Zusammenhang mit vorangegangenen Schocks widerspiegeln können.

Dabei dürfte die Flexibilität im Euroraum in der Anfangsphase seiner Existenz wohl unterschätzt worden sein. Dennoch sollte man sich nicht mit der gegenwärtigen Entwicklung zufrieden geben. In einigen Euro-Ländern haben die Lohnzuwächse das Wachstum der Arbeitsproduktivität deutlich und anhaltend überstiegen. Dies führte zu einer relativ starken Zunahme der Lohnstückkosten über einen längeren Zeitraum hinweg, zu einem erhöhten Inflationsdruck und zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit.

Diese Entwicklung mag zumindest teilweise auf Lohnrigiditäten wie etwa ausdrückliche oder de facto existierende Anbindungen der Nominallöhne an die Preisentwicklung oder hohe Anspruchslöhne, deren Niveau sich aus der Höhe der Arbeitslosenunterstützung ergibt, auf das geringe Wachstum der Arbeitsproduktivität sowie auf den mangelnden Wettbewerb in einigen Sektoren zurückzuführen sein. Neben der Vollendung des EU-Binnenmarkts würden derartige Reformen dazu beitragen, die Entwicklung der Lohnstückkosten auf ein der Preisstabilität förderliches Niveau zu bringen, und das reibungslose Funktionieren der Anpassungsmechanismen im Euroraum weiter fördern, wodurch auch die Grundlagen für ein nachhaltiges Produktions- und Beschäftigungswachstum gestärkt würden.

Diese Ausgabe des s enthält zwei Aufsätze. Der erste beschäftigt sich mit den Auswirkungen wirtschaftlicher und finanzieller Unsicherheit auf die Geldnachfrage im Euroraum, wobei besonders auf den Einfluss dieser Unsicherheit auf Anlageentscheidungen hingewiesen wird.

Der zweite Aufsatz analysiert die Leistungsfähigkeit von Finanzsystemen der Industrieländer unter Verwendung eines umfassenden Konzeptionsrahmens und stellt eine anschauliche Auswahl relevanter Indikatoren vor. Der Inflationsdruck hält sich im Allgemeinen weiterhin in recht engen Grenzen, wenngleich die aus den Hurrikans resultierenden Engpässe bei der Versorgung mit Öl und Mineralölerzeugnissen einen gewissen Anstieg der Inflationsraten bewirken könnten.

Gleichzeitig wächst die chinesische Wirtschaft weiter mit mehr oder weniger unverminderten Zuwachsraten, und auch der Erholungsprozess in Japan setzt sich fort.

Umfrageergebnisse lassen vermuten, dass die Weltkonjunktur vom Dienstleistungssektor getragen wird, wenngleich das verarbeitende Gewerbe wieder etwas an Schwung gewonnen hat. Der weltweite Inflationsdruck hält sich im Allgemeinen in recht engen Grenzen. Neben regionalen Produktionsausfällen finden die Wirbelstürme auch in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht ihren Niederschlag, und zwar durch ihren Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der Häfen und durch den Anstieg der Energiepreise aufgrund von Unterbrechungen der Ölförderung und der Beschädigung der Infrastruktur.

Die BIP-Zahlen sind saisonbereinigt. Die dem Wirtschaftswachstum zugrunde liegende Dynamik dürfte nur unwesentlich durch die Hurrikans beeinflusst werden, und die Ausgaben für den Wiederaufbau sollten dazu beitragen, die negativen Wachstumseffekte zumindest teilweise auszugleichen. Die Wirtschaftsdynamik scheint vor den Wirbelstürmen recht robust gewesen zu sein. Damit hat sich das Wachstum gegenüber dem Vorquartal hauptsächlich aufgrund eines starken Rückgangs der Lagerinvestitionen leicht abgeschwächt.

Die inländische Endnachfrage legte nach wie vor kräftig zu, und das Exportwachstum beschleunigte sich. Das Importwachstum war rückläufig, was offenbar durch die schwache Entwicklung der Vorratsinvestitionen bedingt war. Das Produktionswachstum im verarbeitenden Gewerbe beschleunigte sich in den Monaten vor den Hurrikans, nachdem es im Frühjahr eine gewisse Schwäche aufgewiesen hatte. Gleichzeitig waren die Indikatoren der privaten Konsumausgaben, Wohnungsbauinvestitionen und Anlageinvestitionen der Unternehmen recht robust.

Im Hinblick auf die Determinanten von Produktion und Nachfrage ist insgesamt davon auszugehen, dass die negativen Folgen der höheren Ölpreise und gestiegenen Kurzfristzinsen durch niedrige Langfristzinsen und höhere Preise für Wohnimmobilien ausgeglichen wurden. In näherer Zukunft dürften sich die Zerstörungen durch die Hurrikans im Herbst in der Wirtschaftsentwicklung niederschlagen. Aufgrund der offenbar robusten Grunddynamik des Wirtschaftswachstums bleiben die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Aktivität für die Zeit danach allerdings recht günstig.

Der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie hielt sich trotz der gestiegenen Ölpreise und Lohnstückkosten in relativ engen Grenzen. Die revidierten Angaben bestätigen, dass die derzeitige Erholung der japanischen Wirtschaft vor allem durch das hohe Wachstum der privaten Inlandsnachfrage getragen wird. Trotz einer gewissen Abschwächung der Produktionsindikatoren im Juli und August blei-. Die Tankan-Unternehmensumfrage der Bank von Japan ergab für das dritte Quartal 25 eine weitere leichte Aufhellung der Stimmungslage der Unternehmen, die im Einzelhandels- und Immobiliensektor besonders ausgeprägt war.

Auf ihrer Sitzung am 8. Trotz einer leichten Verbesserung blieben die privaten Ausgaben relativ gering. Vor allem der Konsum der privaten Haushalte dürfte durch die zeitlich verzögerten Auswirkungen früherer Zinserhöhungen, die Beruhigung des Wohnungsmarkts und die leichte Entspannung am Arbeitsmarkt beeinflusst worden sein. Der Anstieg der durchschnittlichen Verdienste fiel gegenüber dem Vorquartal etwas moderater aus.

In Dänemark dürfte sich das Produktionswachstum nach der eher gedämpften Entwicklung im ersten Quartal erholen.

Für das Gesamtjahr 25 wird damit gerechnet, dass die Konjunktur in beiden Ländern relativ robust bleibt. Für die nähere Zukunft ist davon auszugehen, dass das Wirtschaftswachstum in der Tschechischen Republik und Ungarn recht kräftig bleibt, während es in Polen etwas schwächer ausfallen dürfte.

Vor dem Hintergrund der hohen Zuflüsse von Direktinvestitionen in die neuen EU-Mitgliedstaaten und deren möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung des Wirtschaftswachstums in diesen Ländern beschäftigt sich Kasten 1 näher mit diesen Zuflüssen und ihrer geographischen und sektoralen Aufschlüsselung. Trotz des Aufwärtsdrucks durch die höheren Energiepreise blieb die Inflation in den drei Ländern im August relativ stabil, wofür vor allem die günstigen Entwicklungen bei den Nahrungsmittelpreisen und die jüngste Aufwertung der Währungen dieser Länder verantwortlich waren.

Ausländische Direktinvestitionen gelten allgemein als wichtige Triebfeder für das Wirtschaftswachstum, da die Internationalisierung der Produktion es den Unternehmen und Ländern ermöglicht, ihre Vorteile besser zu nutzen, die Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten verbessert sowie Technologietransfers und Innovationen fördert.

Vor diesem Hintergrund geht der vorliegende Kasten auf die jüngste Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen in den EULändern ein. In den EU 8 sind seit der Anfangsphase ihres Reformprozesses beträchtliche Mittelzuflüsse bei den ausländischen Direktinvestitionen zu verzeichnen. Im Einklang mit den starken ausländischen Direktinvestitionszuflüssen haben sich auch die Bestände an ausländi- 1 Die Angaben zu den Direktinvestitionen stammen aus der Datenbank des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche wiiw ; derzeit sind Daten zu den Direktinvestitionsbeständen in allen EULändern für den Zeitraum und zu den Direktinvestitionsströmen für den Zeitraum sowie eine Aufschlüsselung der Direktinvestitionsbestände nach Sektoren, Industriezweigen und Herkunftsländern für den Zeitraum verfügbar.

Vor allem in den Neunzigerjahren spielte die Privatisierung eine wichtige Rolle. So liefern Unterschiede im Zeitpunkt der Privatisierung und im Grad der Offenheit gegenüber Auslandsinvestitionen Hinweise auf die Ursachen der länderspezifischen Unterschiede bei den Direktinvestitionen. Die meisten ausländischen Direktinvestitionen in den EU 8 flossen dem Dienstleistungssektor zu. Ausländische Direktinvestitionen im Dienstleistungssektor werden meist von der Suche nach Marktanteilen angeregt, wenngleich in jüngerer Zeit offenbar auch Auslagerungsbestrebungen und ausländische Direktinvestitionen in exportorientierte Dienstleistungsbereiche an Bedeutung gewonnen haben.

Im verarbeitenden Gewerbe weisen die verfügbaren Daten darauf hin, dass sich die Aktivitäten ausländischer Investoren überwiegend auf einige wenige Industriezweige konzentrieren, insbesondere auf den Fahrzeugbau sowie den Sektor Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte, Elektrotechnik etc.

Die zunehmende Bedeutung des Fahrzeugbaus sowie der Metallindustrie in den vergangenen Jahren könnte ein Anzeichen für die Entstehung von Exportplattformen in diesen Industriezweigen sein. Im Gegensatz dazu haben ausländische Direktinvestitionen in die Lebensmittelindustrie an Gewicht verloren, da diese in erster Linie mit Privatisierungen und dem Erwerb bestehender Unternehmen und weniger mit Produktionsverlagerungen zusammenhängen.

Die Daten beziehen sich auf Dezember An den unterschiedlichen Anteilen der einzelnen Länder wird deutlich, welche Rolle geographische Faktoren spielen; allerdings ist es möglich, dass einige Länder etwa aufgrund ihres günstigen finanziellen und steuerlichen Umfelds als Investitionskanäle für andere Länder fungieren.

Dies lässt sich auch daran ablesen, dass sich die ausländischen Direktinvestitionszuflüsse in die meisten dieser Länder in den vergangenen Jahren abgeschwächt haben.

Um auch weiterhin hohe Direktinvestitionszuflüsse verbuchen zu können, werden die EULänder in den kommenden Jahren deshalb zunehmend auf andere, nicht mit der Privatisierung zusammenhängende Faktoren setzen müssen, etwa auf den institutionellen Rahmen, das Geschäftsumfeld sowie sonstige wirtschaftliche Besonderheiten.

Insbesondere sind ein stabiles gesamtwirtschaftliches Umfeld, eine günstige Kostenstruktur, die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und eine ausreichend entwickelte Infrastruktur vonnöten, um künftige ausländische Direktinvestitionszuflüsse zu sichern. Zugleich war der Preisauftrieb insgesamt weiterhin verhalten.

In China hat die Wirtschaft im Juli und August weiter kräftig expandiert. Sowohl steigende Exporte als auch eine stabile Inlandsnachfrage haben zu diesem Wachstumsergebnis beigetragen. Gleichzeitig wirkte sich auch die Inlandsnachfrage weiterhin positiv auf die Wirtschaftstätigkeit aus. Der straffere geldpolitische Kurs, der vor anderthalb Jahren eingeschlagen wurde, scheint nun etwas gelockert worden zu sein, da sich das Wachstum der Geldmenge und der Anstieg der Bankkredite im Juli und August gegenüber dem Vorjahr erhöhte.

Die wirtschaftlichen Aussichten für Asien ohne Japan bleiben dank der anhaltenden Verbesserung der Inlandsnachfrage und einer leichten Belebung des Exportwachstums weiterhin recht günstig.

Es wird weitgehend davon ausgegangen, dass die jüngste Abkühlung in einigen lateinamerikanischen Ländern nur von begrenzter Dauer sein wird, da die Inlandsnachfrage im übrigen Jahresverlauf anziehen dürfte. Die Verknappung der globalen Reservekapazitäten entlang der gesamten Ölversorgungskette und die damit verbundene hohe Anfälligkeit gegenüber unerwarteten Veränderungen des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage halten die Ölpreise volatil und auf hohem Niveau. Das Wachstum der Ölnachfrage hat sich zwar gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt, ist aber im historischen Vergleich trotz der sich auf Rekordhöhe bewegenden Preise nach wie vor kräftig.

Sowohl die freien Oktober 25 Abbildung 2 Grundlegende Entwicklungen an den Rohstoffmärkten Die Folgen der jüngsten Wirbelstürme haben die Engpässe entlang der bereits angespannten Ölversorgungskette zusätzlich verschärft. Die Rohölpreise kehrten nach den Hurrikans zwar auf ihr vorheriges Niveau zurück, doch bei den Preisen für Mineralölerzeugnisse und insbesondere Benzin hielten die Auswirkungen länger an.

Nach den Notierungen an den Terminmärkten zu urteilen werden die Ölpreise in den kommenden Jahren wohl in etwa auf dem derzeitigen Niveau verharren.

Die Preise für Rohstoffe ohne Energie, die nach ihrem Höchststand vom März 25 nachgegeben hatten, sind in den vergangenen fünf Monaten weitgehend unverändert geblieben, da der Preisanstieg bei Industrierohstoffen durch rückläufige Nahrungsmittelpreise ausgeglichen wurde.

Die jüngsten Wirbelstürme im Golf von Mexiko werden voraussichtlich zu einer gewissen Konjunkturabschwächung in den Vereinigten Staaten führen. Diese Abschwächung dürfte jedoch geographisch wie auch zeitlich relativ begrenzt bleiben, und die Ausgaben für den Wiederaufbau könnten sich letztendlich förderlich auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

Ein direktes Übergreifen auf andere Länder dürfte sich in Grenzen halten, sofern die Preise für Mineralölerzeugnisse relativ zügig auf das Niveau vor dem Auftreten der Hurrikans zurückgehen. Die der Weltwirtschaft zugrunde liegende Wachstumsdynamik scheint relativ robust zu sein und wird von den guten Finanzierungsbedingungen und der günstigen Gewinnsituation gestützt.

Die Sechsmonatsänderungsrate des zusammengesetzten Frühindikators der OECD in der die Auswirkungen der jüngsten Wirbelstürme allerdings noch nicht zum Tragen kommen stieg im Juli weiter an und deutet damit auf eine anhaltende Aufhellung der Perspektiven nach der vorübergehenden Abschwächung im früheren Jahresverlauf hin.

Die jüngste Entwicklung der Ölpreise sowie der Preise für Mineralölerzeugnisse und insbesondere Benzin spiegelt die Knappheit am Ölmarkt wider. Die Dynamik des Geldmengen- und Kreditwachstums wird weiterhin vor allem von dem stimulierenden Effekt des niedrigen Zinsniveaus bestimmt. Die starke Ausweitung der Geldmenge und der Kreditvergabe geht mit einer reichlichen Liquiditätsausstattung einher, sodass auf mittlere bis längere Sicht mit Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität zu rechnen ist.

Diese Risiken machen es darüber hinaus erforderlich, die Entwicklung der Vermögenspreise genau zu beobachten, da es in diesem Bereich zu Fehlentwicklungen kommen kann.

Die Daten der letzten Monate bestätigen, dass sich das Wachstum von M3 wie seit Mitte 24 beobachtet beschleunigt hat und sich nur vorübergehend im früheren Jahresverlauf 25 verlangsamte. Unter den Hauptkomponenten von M3 trugen die im eng gefassten Geldmengenaggregat M1 enthaltenen liquidesten Vermögenswerte am stärksten zu dem gegenwärtigen kräftigen M3-Wachstum wie auch zu dessen Beschleunigung in den letzten Monaten bei. Dies war unter anderem auf die Zurückhaltung beim Erwerb risikoreicherer und längerfristiger Vermögenswerte aus dem Ausland zurückzuführen, die einer deutlichen Umkehr früherer Portefeuilleumschichtungen im Wege steht.

Darüber hinaus wird es aufgrund des starken Kreditwachstums in Verbindung mit der üppigen Liquiditätsausstattung erforderlich sein, die Entwicklung der Vermögenspreise genau zu verfolgen, da es in diesem Bereich zu Fehlentwicklungen kommen kann.

Bei den Komponenten von M1 hielt die kräftige Ausweitung des Bargeldumlaufs an, und die Vorjahrsrate der täglich fälligen Einlagen erhöhte sich weiter. Die Jahresrate der kurzfristigen Einlagen ohne täglich fällige Einlagen verharrte im August auf dem Stand des Vormonats siehe Tabelle 1.

Die derzeit rege Nachfrage nach kurzfristigen Einlagen dürfte auf das niedrige Zinsniveau und die damit verbundenen niedrigen Opportunitätskosten der Haltung dieser Anlagen zurückzuführen sein. Seit der Jahresmitte 24 ist ein Aufbau dieser Vermögenswerte in fast allen Sektoren zu beobachten.

Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen. Einerseits schwächte sich das Jahreswachstum der Geldmarktfondsanteile ab; diese Finanzinstrumente dienen in Zeiten erhöhter Unsicherheit häufig dazu, Geld zu parken, wenn andere Vermögenswerte von den Anlegern als zu risikoreich empfunden werden.

Die Tatsache, dass das Wachstum der Geldmarktfondsanteile in den vergangenen Monaten im Vergleich zu den von Mitte 21 bis Ende 23 verzeichneten zweistelligen Jahreswachstumsraten relativ verhalten verlief, deutet darauf hin, dass sich das Anlageverhalten der Ansässigen im Euro-Währungsgebiet normalisiert. Andererseits stieg die Jahresrate der Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren stark an.

Das anhaltend kräftige Wachstum der Buchkredite der MFIs war in nahezu allen Sektoren zu beobachten; hierin schlagen sich der stimulierende Einfluss des niedrigen Zinsniveaus und eine Verbesserung der Kreditangebotsbedingungen im letzten Jahr nieder.

Die rege Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten war wiederum auf die niedrigen Hypothekenzinsen und die dynamische Entwicklung der Wohnungsmärkte in einigen Euro-Ländern zurückzuführen. Der Bedarf nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften an Buchkrediten der MFIs, der seit Jahresbeginn 24 zugenommen hatte, blieb im August weitgehend unverändert.

Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften 41,3 4,3 5,1 5,7 6,1 6,8 6,7 Bis zu 1 Jahr 3,,4 1,6 3,3 4,5 4,9 4,4 Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 17,4 6,1 5,8 6,7 6,5 7,3 6,3 Mehr als 5 Jahre 52,3 7,3 7, 6,9 7, 7,8 8,2 Private Haushalte 2 5,7 7,4 7,9 8,1 8,2 8,5 8,6 Konsumentenkredite 3 13,3 6, 6,2 6,4 6,8 6,8 7, Wohnungsbaukredite 3 69, 9,3 9,9 1,1 1,1 1,6 1,7 Sonstige Kredite 17,6 2,2 1,9 2,2 2,1 2,2 2,3 Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen,8 18,3 14,4 23, 14,3 11,5 18,6 Sonstige nichtmonetäre Finanzinstitute 7,2 8,6 1,2 1,4 11, 14,9 16,5 Quelle:.

Weitere Einzelheiten finden sich im Technischen Hinweis. Dieses starke Wachstum wurde hauptsächlich von der Entwicklung der Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren getragen und deutet darauf hin, dass der Geld haltende Sektor im Euroraum nach wie vor dazu neigt, längerfristige und risikoreichere Finanzinstrumente am heimischen Markt zu erwerben. Die längerfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ohne Kapital und Rücklagen werden mit umgekehrtem Vorzeichen ausgewiesen, da es sich hierbei um Verbindlichkeiten des MFI-Sektors handelt.

Diese Scheu vor Auslandsanlagen steht einer deutlichen Umkehr der Portefeuilleumschichtungen im Wege, zu denen es vor dem Hintergrund erhöhter wirtschaftlicher und finanzieller Unsicherheit in der Zeit von 21 bis Mitte 23 gekommen war. Werden die von den Gegenposten gelieferten Angaben zusammengefasst, so wurde das kräftige M3-Wachstum nach wie vor von der zunehmenden Wachstumsdynamik der MFI-Buchkredite an den privaten Sektor bestimmt.

Die anhaltend kräftige Zunahme der längerfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der MFIs liefert einen Anhaltspunkt dafür, dass der Geld haltende Sektor im Euroraum weiter dazu neigt, längerfristige und risikoreichere heimische Finanzinstrumente zu erwerben. Dagegen behindert die Scheu dieses Sektors vor Auslandsanlagen eine wesentliche Umkehr früherer Portefeuilleumschichtungen. Vor dem Hintergrund einer reichlichen Liquiditätsausstattung weist die starke Zunahme der Geldmenge und der Kreditvergabe auf mittel- bis längerfristige Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität hin.

Diese Risiken bedeuten auch, dass die Entwicklung der Vermögenspreise genau beobachtet werden muss. Die saisonbereinigten Angaben deuten darauf hin, dass sich die Emissionstätigkeit dieser Unternehmen sogar noch deutlicher abschwächte.

Zentralstaaten ,4 4,8 5,1 4,5 4,6 4,3 Sonstige öffentliche Haushalte ,4 14,5 13,7 12, 11,1 12,7 Börsennotierte Aktien 4 ,9 1,1 1,1 1, 1,2 1,3 MFIs 1,7 2, 2,6 2,1 2,3 2, Nichtmonetäre finanzielle Kapitalgesellschaften 1,7 1,5 1, 1, 1,7 1,2 Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften 3 ,7,8,8,8,8 1,2 Quelle:.

Ausschlaggebend für die rege Emissionstätigkeit in diesem Sektor war die in den vergangenen Jahren relativ rasche Entwicklung der Verbriefung von Forderungen und der strukturierten Finanzierung in mehreren Ländern des Euroraums. Dabei lag das jährliche Wachstum der von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften emittier- Abbildung 5 Aufgliederung der von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen nach Emittentengruppen Jahreswachstumsraten Abbildung 6 Aufgliederung der von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet begebenen börsennotierten Aktien nach Emittentengruppen Jahreswachstumsraten Insgesamt Monetäre Finanzinstitute Nichtmonetäre finanzielle Kapitalgesellschaften Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften Öffentliche Haushalte Insgesamt Monetäre Finanzinstitute Nichtmonetäre finanzielle Kapitalgesellschaften Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften 4 4 5, 5, , 4, , 3, 2 2 2, 2, , 1, ,, , -1, Quelle:.

Die Wachstumsraten werden auf der Basis von Finanztransaktionen berechnet. Die verhaltene Aktienemission dürfte zum Teil auf die hohen Eigenfinanzierungskosten im Vergleich zu den niedrigen Fremdfinanzierungskosten in der jüngsten Vergangenheit zurückzuführen sein. Die Nachfrage nach Aktien wurde auch von dem relativ schwachen Investitionswachstum beeinflusst.

Zudem spielte auch die gute Ertragslage der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und die damit verbundene reichliche Verfügbarkeit von Innenfinanzierungsmitteln in Verbindung mit der relativ verhaltenen Investitionstätigkeit eine Rolle. Nicht börsennotierte Unternehmen konnten ebenfalls Mittel am Markt für privates Beteiligungskapital aufnehmen.

In den letzten zehn Jahren ist der europäische Markt für privates Beteiligungskapital deutlich gewachsen und zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für viele europäische Unternehmen geworden siehe Kasten 2. Im vorliegenden Kasten werden die wirtschaftliche Bedeutung von privatem Beteiligungskapital und Risikokapital kurz erläutert und die jüngsten Entwicklungen am Private-Equity-Markt beleuchtet. Seine beiden Hauptsegmente sind der Risikokapitalsektor und der Buy-out-Sektor z.

Risikokapitalgeber konzentrieren sich tendenziell auf Unternehmen in den Frühphasen ihrer Entwicklung und in technologieintensiven Branchen, für die es schwierig ist, Mittel über den Bankensektor oder den Primärmarkt aufzunehmen. Risikokapitalgeber können die Interessen von Investoren und Unternehmensleitung besser miteinander in Einklang bringen, da sie sich langfristig an diesen Unternehmen beteiligen und sie für gewöhnlich überwachen und den Wert der Unternehmen erhöhen. In Europa hat die einheitliche Währung zu europaweit stärker integrierten Anleihe- und Aktienmärkten geführt und eine wettbewerbsfähigere Unternehmenslandschaft geschaffen, was zur Entstehung eines bedeutsamen Private-Equity-Markts beigetragen hat.

Das Wachstum dieses Marktes wurde anfänglich durch den Boom im Hochtechnologiesektor Ende der Neunzigerjahre und im Jahr 2 angekurbelt, wodurch eine ganze Reihe von europäischen Unternehmen in der Frühphase finanziert und gefördert werden konnten.

Nach dem Rückgang der Aktienkurse in den Jahren 2 und 21 nahmen die europäischen Private-Equity-Investitionen zwar deutlich ab, blieben im historischen Vergleich aber recht hoch siehe Abbildung A. Somit pendelten sich die den Private-Equity-Unternehmen zugeflossenen Mittel zwischen 22 und 24 auf einem relativ hohen Niveau von rund 27 Mrd jährlich ein.

Seit der Korrektur der Aktienkurse ist eine Verlagerung auf weniger risikoreiche Investitionen zu beobachten. Tatsächlich überwogen Buy-out-Investitionen in etablierte Unternehmen in den letzten Jahren. Die zunehmende Bedeutung von Buy-outs könnte den Umstrukturierungsbemühungen europäischer Unternehmen in den letzten Jahren zuzuschreiben sein, die in vielen Fällen zum Verkauf von Bereichen führten, die nicht zum Kerngeschäft gehören.

Umfasst alle westeuropäischen Länder. European Venture Capital Association. Insgesamt gesehen kann der europäische Markt für privates Beteiligungskapital eine sinnvolle gesamtwirtschaftliche Funktion übernehmen und die Rolle des Bankensektors und der Primärmärkte ergänzen. Vor allem die Risikokapitalfinanzierung könnte für junge Firmen mit höherem Risikopotenzial und geringerer Liquidität besonders vorteilhaft sein.

Im vergangenen Jahrzehnt ist Wagniskapital für zahlreiche Unternehmen des Euroraums zu einer bedeutenden Quelle der Finanzierung und Expertise während der frühen Phasen ihrer Entwicklung geworden.

Daher wies die Zinsstrukturkurve im Berichtsmonat einen steileren Verlauf auf. Im September 25 blieben die Geldmarktsätze für Einmonatsgeld weitgehend unverändert. Oktober um 5 bis 11 Basispunkte an. Infolgedessen nahm die Zinsstrukturkurve am Geldmarkt im September einen steileren Verlauf an.

Diese zogen zwischen Ende August und dem 5. Oktober um 9 bis 2 Basispunkte an und lagen am 5. Die Zinssätze am kürzesten Ende der Zinsstrukturkurve am Geldmarkt stiegen im September 25 leicht an.

Ausgenommen hiervon waren die letzten fünf Tage der am 6. September abgelaufenen Mindestreserve-Erfüllungsperiode und das Quartalsende.

September stieg der Index aufgrund der als angespannt empfundenen Liquiditätslage. Am letzten Tag der Mindestreserveperiode wurde eine liquiditätszuführende Feinsteuerungsoperation durchgeführt, um wieder neutrale Liquiditätsbedingungen herzustellen. Der Gesamtbetrag der Gebote belief sich auf 51,1 Mrd und übertraf damit die geschätzte Liquiditätsknappheit von 9,5 Mrd bei weitem. Bei den am 1. Juli 25 sowie jeweils 5 Basispunkte unter dem am 1.

Kasten 3 befasst sich mit Aspekten im Zusammenhang mit Überschussreserven und veranschaulicht, wie die diese bei der Durchführung der Geldpolitik sowie auch bei ihren Prognosen der Liquiditätslage am Ende der Mindestreserve-Erfüllungsperioden berücksichtigt. In diesem Kasten werden einige Gründe für das Entstehen von Überschussreserven angeführt und deren jüngste Entwicklung sowie die diesbezüglichen Prognosen der erläutert.

Überschussreserven werden vom Eurosystem nicht verzinst und stellen daher einen Kostenfaktor für die Kreditinstitute dar, die diese grundsätzlich in die verzinsliche Einlagefazilität verschieben könnten. Doch diesen Kosten stehen einige Vorzüge gegenüber. So lassen sich beispielsweise Betriebskosten vermeiden, die durch die Verlängerung des Arbeitstags bis in den Abend hinein zur Umschichtung einer etwaigen Überschussliquidität in die Einlagefazilität entstehen.

Solch eine Überschussliquidität kann die Folge von unerwarteten Zahlungseingängen und betrieblichen Fehlern sein; am Reserveultimo kann sie auch von einem als Puffer gehaltenen Betrag, durch den das Risiko einer Unterschreitung des Mindestreserve-Solls gemindert werden soll, herrühren.

Darüber hinaus kann auch der relativ seltene Fall eintreten, dass Kreditinstitute Überschussreserven halten, um den Nachtverarbeitungsprozess einiger Wertpapierabwicklungssysteme zu erleichtern.

Überschussreserven entstehen also hauptsächlich durch das spezifische Verhalten von Kreditinstituten und zufällige Liquiditätsschocks. Reserveultimo der jeweiligen Mindestreserve-Erfüllungsperiode 1,,95,9,85,8,75,7,65,6,55,5 Sept.

März Juni Sept ,,95,9,85,8,75,7,65,6,55,5 Quelle:. Die vertikale Linie markiert das Ende der ersten Mindestreserve-Erfüllungsperiode, in der der geänderte geldpolitische Handlungsrahmen angewendet wurde.

Zwar wurden diese Höchst- und Niedrigstwerte erst in jüngster Zeit, nämlich im Mai bzw. September 25, erreicht, doch gibt es kein konkretes Anzeichen dafür, dass sich die Volatilität der tagesdurchschnittlichen Überschussreserven erhöht hat. Zweitens besteht ein besonderes Merkmal der Überschussreserven darin, dass sie sich hauptsächlich in den letzten Tagen der Erfüllungsperiode aufbauen siehe Abbildung B. Dies liegt daran, dass eine zunehmende Anzahl von Kreditinstituten ihr Mindestreserve-Soll bis dahin bereits erfüllt haben.

Kommen die Kreditinstitute ihrer Mindestreservepflicht bereits vor Ablauf der Reserveperiode nach, dürften sie eher Überschussreserven halten, da es ihnen nicht länger möglich ist, Überschussliquidität durch eine Durchschnittserfüllung d. Darüber hinaus bedeutet die erwähnte Verwendung von Überschussreserven als Puffer gegen eine etwaige Unterschreitung des Mindestreserve-Solls, dass der Anteil der am Reserveultimo gehaltenen Überschussreserven an den gesamten Überschussreserven besonders hoch ist.

Demzufolge muss die zu Beginn der Mindestreserve-Erfüllungsperiode, wenn die Überschussreserven noch gering sind, ihre Prognose des Tagesdurchschnitts auf die Angaben aus zurückliegenden Reserveperioden sowie auf verschiedene saisonale Faktoren, z. Erst im späteren Verlauf der Erfüllungsperiode und insbesondere am Reserveultimo kann die ihre Prognose dahingehend präzisieren, dass sie auch die im früheren Verlauf der Reserveperiode entstandenen Überschussreserven berücksichtigt.

Letzte Woche ohne Reserveultimo: März Juni Sept , 9,5 9, 8,5 8, 7,5 7, 6,5 6, 5,5 5, Quelle:. Aufgrund dieser Stabilisierung und der Tatsache, dass die den exakten Betrag der Überschussreserven, die sich bis zum vorletzten Tag der Erfüllungsperiode aufgebaut haben d.

In den acht Mindestreserve-Erfüllungsperioden von Februar bis September 25 lag die Abweichung dieser Prognose vom tatsächlichen Wert nur drei Mal bei über 1 Mio, blieb dabei aber noch unter 3 Mio.

Kumuliert entsprechen diese Zahlen ceteris paribus einem Liquiditätsungleichgewicht von rund 3 Mio bzw. Gleichzeitig erhöhten sich in den Vereinigten Staaten und in Japan die Anleiherenditen aufgrund der nach Einschätzung der Marktteilnehmer leicht verbesserten Wachstumsaussichten für diese Volkswirtschaften. Die Breakeven-Inflationsrate nahm im Euroraum und in den Vereinigten Staaten insgesamt zu; allerdings war der Anstieg am kurzen Ende stärker ausgeprägt, worin sich der Einfluss der höheren Ölpreise auf die kurzfristigen Inflationserwartungen der Marktteilnehmer widerspiegelte.

Die Langfristzinsen zogen im späteren Septemberverlauf an den wichtigsten Anleihemärkten wieder an, nachdem von der zweiten Augustwoche bis Anfang September eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen gewesen war. In den Vereinigten Staaten legten die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im selben Zeitraum um rund 35 Basispunkte zu und beliefen sich am 5. Infolgedessen weitete sich die Renditedifferenz zwischen zehnjährigen Staatsanleihen in den USA und im Euroraum bis zum 5.

Oktober auf rund Basispunkte aus. Die Unsicherheit über die kurzfristige Entwicklung bei den Anleihen gemessen an der impliziten Volatilität am Anleihemarkt blieb im Euroraum und in den Vereinigten Staaten weitgehend unverändert, während sie in Japan leicht zurückging. Die implizite Volatilität am Anleihemarkt bewegt sich an den wichtigsten Märkten nach wie vor auf einem im historischen Vergleich niedrigen Niveau. Der Gesamtanstieg der Renditen langfristiger Staatsanleihen in den Vereinigten Staaten war das Ergebnis eines spürbaren Wiederanziehens nach den Tiefständen von Anfang September, als die Marktteilnehmer offenbar besorgt über die wirtschaftlichen Folgen der durch den Hurrikan Katrina verursachten Schäden waren.

Sowohl die nominalen als auch die realen Renditen hatten im Berichtszeitraum zunächst einen deutlichen Rückgang verzeichnet, der durch die Besorgnis im Zusammenhang mit der Beeinträchtigung der Produktionskapazitäten in den Vereinigten Staaten, Oktober 25 Die Renditen langfristiger Staatsanleihen beziehen sich auf den Zehnjahresbereich bzw.

In den nachfolgenden Wochen stiegen allerdings die Renditen der US-Anleihen im gesamten Laufzeitenspektrum an, da die Marktteilnehmer offensichtlich damit rechneten, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Naturkatastrophe von kurzer Dauer und begrenzt sein würden, und von einer Fortsetzung des geldpolitischen Zinsstraffungskurses wie vor dem Wirbelsturm Katrina vorgesehen ausgingen.

Die genannten Befürchtungen spiegelten sich auch im Verlauf der realen Renditen und der Breakeven-Inflationsraten wider. Die Renditen inflationsindexierter Anleihen bewegten sich im September etwas nach oben.

Dieser Anstieg manifestierte sich stärker bei den mittleren und langen Laufzeiten womit die Rückgänge vom August teilweise wieder wettgemacht wurden und deutet auf die Überzeugung der Marktteilnehmer hin, dass die kurzfristigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum möglicherweise durch die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die Konsumausgaben und den vorübergehenden Rückgang der Produktionskapazitäten getrübt werden.

Im Einklang mit dieser Einschätzung nahmen die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer in den Vereinigten Staaten gemessen an den Breakeven- Inflationsraten zu, wobei der Anstieg im kürzerfristigen Bereich deutlicher ausfiel siehe Abbildung 1. In Japan erhöhten sich die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen, getragen von den in jüngster Zeit relativ günstigen Konjunkturnachrichten und damit verbundenen Erwartungen, dass die Nullzins-Politik schneller als ursprünglich angenommen aufgegeben werden könnte.

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen im Euroraum waren im September insgesamt stabil. Darin spiegelte sich wider, dass die Marktteilnehmer ihre Einschätzung des künftigen Wirt-. Was die Inflationserwartungen anbelangt, so stieg die zehnjährige Breakeven- Inflationsrate, die sich aus der Renditedifferenz zwischen nominalen und inflationsindexierten französischen Staatsanleihen mit Fälligkeit ableitet, im September leicht an und lag am 5.

Die kürzerfristigen Inflationserwartungen gemessen an der aus Anleihen mit Fälligkeit 28 abgeleiteten Breakeven-Inflationsrate nahmen in den letzten Wochen des Berichtszeitraums deutlicher zu. Dies ist wahrscheinlich auf den sprunghaften Anstieg der Ölpreise zurückzuführen und spiegelt die Einschätzung der Marktteilnehmer wider, dass der Inflationsdruck im Euro-Währungsgebiet kurzfristig zunehmen wird.

Die impliziten Terminzinsen für Tagesgeld lagen Ende September im Langfristbereich unter ihrem Vormonatswert und spiegelten damit möglicherweise einen leichten Rückgang der Erwartungen der Marktteilnehmer in Bezug auf die langfristigen Wachstumsaussichten wider siehe Abbildung Oktober August 25 2, Quelle: Die implizite Terminzinsstrukturkurve, die sich aus der am Markt beobachteten Zinsstruktur ableitet, spiegelt die Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Höhe der Kurzfristzinsen wider.

Das Verfahren für die Berechnung dieser impliziten Terminzinsstrukturkurven ist in Kasten 4 des s vom Januar dargelegt. Die in der Schätzung verwendeten Daten sind von Swapkontrakten abgeleitet. Die kurzfristigen MFI-Zinsen für Kredite an private Haushalte sowie nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften gingen im Juli 25 leicht zurück oder blieben gegenüber dem Vormonat weitgehend unverändert siehe Tabelle 4. Damit standen sie im Einklang mit der Entwicklung der vergleichbaren kurzfristigen Geldmarktsätze.

Die kurzfristigen MFI-Einlagenzinsen folgten einem sehr ähnlichen Muster und blieben im Juli 25 unverändert, mit Ausnahme der Zinsen für Einlagen von privaten Haushalten mit vereinbarter Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten, die um 21 Basispunkte gegenüber dem Vormonat nachgaben. Eine Betrachtung der letzten zwölf Monate ergibt, dass die meisten kurzfristigen Einlagenzinsen weitgehend unverändert blieben, ganz im Einklang mit der stabilen Entwicklung der Geldmarktsätze im selben Zeitraum siehe Abbildung Indessen sind die meisten kurzfristigen Kreditzinsen in dieser Zeit um rund 1 bis 3 Basispunkte gesunken.

Weitere Einzelheiten finden sich in: Wichtigste Ausnahme war der Zinssatz für Einlagen nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften mit einer vereinbarten Laufzeit von mehr als zwei Jahren, der einen deutlichen Rückgang um 7 Basispunkte aufwies. Die Zinsen in dieser Einlagenkategorie sind allerdings sehr volatil.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet zeigt sich, dass die langfristigen Kreditzinsen seit Juli 24 zwischen 45 und 75 Basispunkte nachgegeben haben, wobei die Zinsen für langfristige Wohnungsbaukredite am stärksten zurückgegangen sind; bei den Einlagen war im selben Zeitraum ein Rückgang von 2 bis 65 Basispunkten zu verzeichnen siehe Tabelle 4 , während die Renditen fünfjähriger Staatsanleihen um 85 Basispunkte fielen.

Den Hintergrund lieferten kräftige Unternehmensgewinne, die offensichtlich wie schon in den vorangegangenen Monaten die Befürchtungen der Anleger über das hohe Ölpreisniveau kompensierten. Reuters und Thomson Financial Datastream. Die implizite Volatilität stellt die erwartete Standardabweichung der prozentualen Veränderungen der Aktienkurse in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten dar, wie sie in den Preisen von Optionen auf Aktienindizes zum Ausdruck kommt.

Die implizite Volatilität bezieht sich auf die folgenden Aktienindizes: Unterdessen blieb die Unsicherheit an den weltweiten Aktienmärkten gemessen an der aus Aktienoptionen abgeleiteten impliziten Volatilität von Ende August bis zum 5. Oktober weitgehend unverändert auf einem im historischen Vergleich relativ niedrigen Niveau siehe Abbildung In den Vereinigten Staaten wurden die Aktienkurse auch weiterhin durch die Veröffentlichung positiver Unternehmensgewinnzahlen gestützt.

Allerdings belasteten die möglichen wirtschaftlichen Folgen der von den Naturkatastrophen verursachten Schäden die Aktienkurse und trugen zu deren insgesamt negativen Wertentwicklung bei. Eine sektorale Betrachtung zeigt, dass lediglich die Aktienkurse der Versorgungsunternehmen im Berichtszeitraum nicht nachgaben. Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass die Marktteilnehmer mit weiter kräftigen Gewinnen in dieser energiebezogenen Branche rechnen.

Die hohen tatsächlichen und erwarteten Gewinnzuwächse der Unternehmen im Euroraum trugen weiterhin zur Stützung der Aktienkurse bei und glichen den Einfluss der gestiegenen Ölpreise mehr als aus.

Trotz des guten Abschneidens des marktbreiten Index entwickelten sich die Aktienkurse im Einzelhandelssektor im Lauf des September relativ verhalten; darin fanden die anhaltenden Bedenken der Marktteilnehmer über die gedämpfte Konsumnachfrage im Euroraum ihren Niederschlag. Was die künftige Entwicklung betrifft, könnte die HVPI-Inflation im restlichen Jahresverlauf 25 in etwa auf dem derzeitigen hohen Niveau bleiben, wobei allerdings erhebliche Unsicherheit insbesondere im Zusammenhang mit den Ölpreisen herrscht.

Der letzte Wert bezieht sich auf den 4. September 25 mehr als verdoppelte. Die Benzinpreise wiesen bis zu der Woche vor dem Normalerweise besteht allgemein ein enger Zusammenhang zwischen den Ölpreisen und den Benzinpreisen, da bei beiden relativ stabile Verarbeitungskosten anfallen.

Dieser zunehmende Preisunterschied ist auf die seit längerer Zeit bestehende Erosion der freien weltweiten Verarbeitungskapazitäten als Folge einer starken weltweiten Ölnachfrage und unzureichender Investitionen im Hinblick auf eine angemessene Ausweitung der Verarbeitungskapazitäten zurückzuführen. Obwohl die Margen in den letzten Jahren nach einem niedrigen Niveau in den Neunzigerjahren bereits erheblich gestiegen sind, hat dies nicht zu ausreichenden Investitionen zum Ausbau der Verarbeitungskapazitäten geführt.

Ein Grund dafür ist, dass langfristige Investitionen nur dann profitabel sind, wenn die Margen anhaltend hoch sind. In den Siebzigerjahren führte die infolge der Ölpreisschocks geringere Nachfrage zu einem Kapazitätsüberhang, der die Margen in der Verarbeitung schmälerte.

Die Preise für Rohöl erreichten unmittelbar nach dem Sturm neue historische Höchststände, kehrten aber in der folgenden Woche auf den vorherigen Stand zurück; Grund hierfür waren unter anderem die Freigabe von strategischen Ölreserven durch die US-Regierung und die von der Internationalen Energieagentur koordinierte Freigabe von Ölreserven.

Dagegen waren die Auswirkungen des Wirbelsturms auf die Preise für Mineralölprodukte, und besonders auf die Benzinpreise, wesentlich stärker. In der zweiten Septemberhälfte stiegen die Benzinpreise erneut sprunghaft an, da der Hurrikan Rita obwohl dieser allgemein weniger Verwüstungen anrichtete als zunächst befürchtet zu einer weiteren zeitweiligen Verringerung der Verarbeitungskapazitäten der Vereinigten Staaten führte.

Die Auswirkungen auf die Tankstellenpreise im Euro-Währungsgebiet Als in den Tagen nach dem Wirbelsturm Katrina die Benzinpreise im internationalen Handel emporschnellten, zogen auch die von den Verbrauchern im Euro-Währungsgebiet an den Tankstellen zu zahlenden Preise drastisch an, bevor sie mit einer gewissen Verzögerung wieder nachgaben siehe Abbildung C. Eine verzögerte Anpassung der Tankstellenpreise ist nicht ungewöhnlich.

Eine einfache Korrelationsanalyse zeigt, dass auf einen Anstieg Rückgang des Preises für international gehandeltes Benzin im Allgemeinen innerhalb von einer bis zwei Wochen ein Anstieg Rückgang der Tankstellenpreise im Euroraum folgt. Dies ist auf den Transmissionsmechanismus zwischen dem internationalen Benzinpreis und dem Tankstellenpreis zurückzuführen, der von den Vertriebshändlern des Eurogebiets bestimmt wird, und zwar auf der Grundlage verschiedener Faktoren wie Transport und Grad des Marktwettbewerbs im Euro-Währungsgebiet.

Tägliche Angaben zu den Benzinpreisen auf dem internationalen Markt d. Die sprunghaft steigenden Benzinpreise nach den Wirbelstürmen in den Vereinigten Staaten haben die Unsicherheit bezüglich des weltweiten Ölmarkts verstärkt, an dem eine Abnahme der freien globalen Verarbeitungskapazitäten zu beobachten war.

Was die Konjunktur angeht, so bestehen weiterhin Unsicherheiten bezüglich der Ölpreisentwicklung, obwohl der besondere Effekt der Hurrikans begrenzt und vorübergehender Natur sein dürfte. Ein leicht verminderter Preisauftrieb bei Energie wurde kompensiert durch einen merklichen Anstieg der Jahreswachstumsrate der Preise für unverarbeitete Nahrungsmittel. Das jährliche Wachstum der Energiepreise verringerte sich im August leicht siehe Tabelle 5 , was zum Teil auf einen Basiseffekt zurückzuführen war.

Unverarbeitete Nahrungsmittel 2,1,6,8 1,,6,3 1,1. Verarbeitete Nahrungsmittel 3,3 3,4 1,7 1,5 1,5 1,6 1,7. Dienstleistungen 2,5 2,6 2,2 2,5 2,2 2,3 2,3.

Weitere Preisindikatoren Industrielle Erzeugerpreise 1,4 2,3 4,3 3,5 4, 4,1 4,. Ölpreise je Barrel 25,1 3,5 41,4 39,4 45,7 48,3 52, 52,2 Rohstoffpreise ohne Energie -4,5 1,,9 1,2 7,6 9,6 11,9 13,2 Quellen: Bislang gibt es kaum Hinweise darauf, dass sich die vorangegangenen Energiepreiserhöhungen indirekt auf die HVPI-Komponenten ohne Energie ausgewirkt haben.

Die Jahresänderungsraten der Preise für Industrieerzeugnisse ohne Energie und Dienstleistungen blieben von Juli bis August unverändert. Der sehr moderate Preisdruck bei den Industriegütern ohne Energie ist bei zahlreichen unterschiedlichen Produkten zu beobachten, steht aber insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung der Preise für Bekleidung und Schuhe, die den preisdämpfenden Einfluss des starken internationalen Wettbewerbs widerspiegelt. Damit sollten die seit 5 Jahren bestehenden Mengenbeschränkungen endgültig beseitigt werden.

Die jüngsten Angaben beziehen sich auf Mai Anfang August war das neue Kontingent für einige Produkte bereits ausgeschöpft, und an mehreren Übergangsstellen in die EU häuften sich in Lagerhäusern Textilienbestände an.

September wurde ein neues Abkommen geschlossen; danach konnten diese Bestände freigegeben werden, wobei gleichzeitig Begrenzungen für das zukünftige Wachstum der Textilimporte aus China beibehalten wurden. In diesem Kasten werden die Auswirkungen der Handelsliberalisierung auf die Textil- und Bekleidungssektoren im Hinblick auf Handel, Produktion und Preisgestaltung untersucht. Während der Anteil der Textilien an den gesamten Ein- und Ausfuhren des Euro-Währungsgebiets seit Mitte der Neunzigerjahre rückläufig ist, nimmt das Handelsdefizit des Euroraums in diesem Sektor zu und belief sich 24 auf 26 Mrd.

Dies war hauptsächlich auf Importe aus Niedrigkostenländern zurückzuführen, die ihren Marktanteil im Eurogebiet erhöhten. Hinsichtlich der Produktion und der Beschäftigung im Euro-Währungsgebiet ist in jüngster Zeit eine Fortsetzung des Abwärtstrends festzustellen, der seit mehr als einem Jahrzehnt in der Textilbranche zu beobachten ist siehe Abbildung B.

Offenbar hat sich das Inkrafttreten jeder neuen Stufe der Handelsliberalisierung eher graduell als drastisch und kurzfristig ausgewirkt. Es überrascht daher nicht, dass der Rückgang der Textilproduktion im Euroraum mit einem Rückgang der Beschäftigung in diesem Sektor einherging.

Was die Verbraucherpreisentwicklung angeht, so sind die Preise für Textilien, bzw. Sie ma- Oktober 25 Leider ist eine Interpretation der jüngsten Entwicklung der Verbraucherpreise für Bekleidung und Schuhe aufgrund des sehr volatilen saisonalen Verlaufsmusters schwierig. Dies ist zweifelsohne teilweise auf statistische Faktoren einige Länder nahmen Preisnachlässe erst 2 oder 21 in den HVPI auf und rechtliche Entwicklungen z.

Allerdings können auch ökonomische Faktoren, wie beispielsweise Versuche, die schwache Konsumnachfrage durch aggressivere Preisnachlässe zu stimulieren, eine Rolle spielen. Auf jeden Fall zeigt Abbildung C, dass die Jahreswachstumsrate der Preise für Bekleidung und Schuhe ohne diese saisonale Volatilität und die statistischen Effekte, die den starken Rückgang im Jahr 21 erklären seit 22 sinkt und zurzeit negativ ist. Ein leichter Anstieg der jährlichen Wachstumsrate der Konsumgüterpreise wirkte einem geringen Absinken der Jahreswachstumsrate der Vorleistungsgüterpreise entgegen, während die Vorjahrswachstumsrate der Investitionsgüterpreise stabil war.

Die jährliche Wachstumsrate der Tariflöhne verringerte sich zwischen dem ersten und zweiten Quartal leicht.

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